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len und herrschenden Übeln der Zeit entgegen zu arbeiten, und imwahren Sinne des Worts aufzuklären oder richtigere moralische Be-griffe zu befördern. Er besaß die so seltncKunst, ganz specielle Ver-hältnisse, Fehler, Gewohnheitey, selbst Vergnügungen des häuslichenund gesellschaftlichen Lebens/ auf der Kanzel mit Würde zu behan-deln. Einige Worte, die, er mit dem ihm eignen feierlichen An-staute sprach, waren hinreichend, einen äußern Anstand beim Got-tesdienste zu bewirken, den sonst wohl strenge Befehle nicht wür-den bewirkt haben. Zollikofers Charakter, sein öffentliches undPrivatleben waren völlig vorwurfsfrei, auch wurde er allgemeingeachtet. Er entfernte sich von dem gewöhnlichen Systeme, undging, wo er, nach sorgfältiger Prüfung, sich eines ander» über-zeugt hatte, mit freiem Geiste und ohn« Furcht von mehrern vor-hin geglaubten Sätzen ab. Bon seinen Predigten sind ungefähr250 im Druck erschienen, und alle sind mit dem Beifall aufgenom-men worden, mit dem man sie vorher gehört hatte. Er selbsthat »sn 176g bis 1788 vier SammlungcrstPredigten in sechs Bän-den herausgegeben, die mehreremale wieder aufgiiegt worden sind.Nach seinem Tode purden die von ihm hinkerlassneu Predigten inneun Bänden herausgegeben. Alle diese Sammlungen haben auchden Titel: Zollikofers sämmtliche Predigten, 15 Bände, Leipzig178Y—1804, Ein großes Verdienst crw.arb sich Zollikofer durchdie Herausgabe eines Neuen Gesangbuchs (Leipzig 1766 —end achte Auflage, Ebend. 178Ü), das Nachahmung fand, undwodurch er e^nem großen und sehr gefühlten -Bedürfnisse abhalf.Lein Freund, der Kreissteusreinnehmer Weiße (s. d. Art.), standihm bei diesem Werke thätig bei. Außer den Verbesserungen al-ter Lieder sind auch vcrschiedne (ungefähr 12) neue Lieder von Zol-likofer selbst in dieser Sammlung. Auch die von ihm herausge-gegebenen Andachtsübungen und Gebete haben einen gro-ßen Werth. Noch sind von ihm Übersetzungen einiger Werke ausdem Französischen und Englischen, z. B- Unterhaltungen der Emi-lie, a. d. Fr. Sekpzig 1774; Brydone's Reise durch Sicilien undMalta, a. d. Engl., Leipzig 1774. Zollikofer starb, nach einerschmerzhaften, mit der größten Geduld ertragnen Krankheit,am arsten Januar 1788. Siehe auch: Über den Character Zolli-kosers, von E. Garve, Leipzig 1788.
Avne, ein griechisches Wort, das einen Gürtel, das Kleidzu gürten, auch eine sogenannte..Geldkatze bedeutet. Die altenMathematiker benannten so, der Ähnlichkeit wegen, die Theile dexErde, in so fern sie.sich durch den größern oder geringern Gradder Wärme oder Kälte unterschieden, die wir im Deutschen Erd-striche (s. d. Art.), Krdgürtel, nennen, und deren bekannt-lich fünfe simV Die Theile der Erde, die zwischen den beide»Polen (s. d. Art.) und den Pelaxzirkeln liegen, heißen die kal-ten Zonen (nördliche und südliche). Die Erdstriche, die zwischenden Polar - und Wendezirkeln (st d. Art. TropicuS) liegen, heißen-die gemäßigten Zonen. Derjenige Aaüm endlich mitten umdie Erde, der von den beiden Wendezirkeln eingeschlossen wird,und durch dessen Mitte der Äquator geht, heißt die heiße Zone.Ln diesem heiße» Erdgürtel (Zona roinista) sind Tag undNacht beständig fast ganz einander gleich; die senkrecht oder fast senk-recht Niederfallenden Sonnenstrahlen verursachen hier die größte Hitze,««her auch die Alten diese Zone für unbewohnbar hielte», wovon