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Zenhter Band. To bis Z.]
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Zucker 7-9

ward; 164z kam es nach Barbados; 1648 nach Guadeloupe. Esgleicht dem Schilfe, hat sehr schwammiges Mark, erreicht an 6Fuß Höhe, einen halben Zoll Dicke und hat einen knotigen,, blätt-rigm Halm. Man schneidet es, sobald die Blätter abfallen wol-len, bricht diese ab, und quetscht durch Walzen den Saft ausden Halmen. Dieser sogenannte Zuckerwein läuft in einer Rinnein den großen Kessel ab, worin er sogleich mit Kalk oder Potascheaufgekocht wird, um alle Säure wegzunehmen, die sonst eineschnelle Währung einleiten würde. Der klare Saft wird in eine»andern Kessel genommen, dort nochmals gekocht, auch wohl mitBlut oder dem eiweißstvffhaltlgen Fruchtsafle des liodnous oscu-Isntns geklärt, und dieses Verfahren so lange wiederholt, bis derSaft beim Auskühlen gerinnt. Das Gerinnen sucht man durchheftiges Rühren in Kühltrögen zu befördern. Sobald es eintritt,schüttet man den Saft in Fässer mitBvdenlöchern und läßt ihn zuRohzucker oder Moscovadc erstarren. Nach dem Erstarren tröpfeltdurch die geöffneten Löcher der Syrup oder die Melasse ab. Bis-weilen wird der Rohzucker mit feuchtem Thone bedeckt und dadurchnoch mehr von der Melasse befreit, er bekommt dann den NamenSucre terrö. Die Rohzucker werden in Kisten verpackt als Easto-nade oder Eassonade nach Europa versandt, die schlechtesten Sor-ten heißen Lhomaszucker, die bessern Martinique und Guadeloupe,die besten Canarien- und Madeirazucker. Diese Rohzucker reinigtman nochmals von anhängenden färbenden und schleimigen Theilenin der Raffinerie. So wird das Haus genannt, das im Erdge-ftock mehrere Kessel zum Klären, Sieden, Schäumen, Läuternund Pfannen zum Kühlen hat, in dessen obern Bodenräumen Platzgenug ist, die gefüllten Zuckerformen aufzunehmen und dien gerei-nigten Zucker zu trocknen. Au dem Ende wird der RohMcker mitreinem Kalkwasser gekocht, Rlndsblut zum Abklären zugesetzt undder geklärte Saft durch Flanell geselhet. Der durchgeseihete be-i kommt durch rasches Einkochen die gehörige Dicke, in der er sichkörnen kann , wird darauf in einer besondern Kühlpfanne gerührt,und wenn er zu erstarren anfängt, in thonerne kegelförmige For-men gegossen. Diese Formen sind, von verschiedener Größe, ha-§ den an ihrer Spitze eine verstopfte Öffnung und werden vor demFüllen vier Lage in Wasser eingeweicht, worauf man sie ablaufenläßt und mit der Spitze in Untersetztvpfe stürzt. Hat sich derZucker in ihnen gekörnt, so stellt man selbige auf den Trockenbo-den, öffnet die Löcher an ihrer Spitze, damit der nicht geronneneSyrup ablaufe, und schlägt über den erstarrten Zucker eine Deckevon feuchtem, wohl gereinigtem und geschlämmtem Thone, dessenWasser durch den Zucker sickert und den anhängenden Syrup in1 den Untersetztopf mit sich nimmt. Der so gereinigte Zucker (von> seiner Form Zuckerhut, Zuckerbrot genannt) muß außer der Formvollends trocknen, wird geputzt und in Papier gepackt. Der fein-ste,, Canaria Königszucker, wird durch dreimaliges Raffiniren ge-wonnen, ihm folgen in der Güte: i. super Fein, 2. ordinärFein, §. fein Raffinade, 4. mittet Raffinade, g. ordinär Raffinade,6. fein klein Melis*), 7. fein groß Melis, 8- ordinär groß Me-lis, y. fein Lumpen, 10. Mittel Lumpen, n. ordin. Lumpen.Farinzucker und Syrup sind Abfälle. Kandiszucker wird durch

') Melis Hai seinen Namen ursprünglich von der Insel Malt»,