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Iieiaus und hatte somit in wenig Jahren da« Reformattonswerki„ seinem Vaterlande aus einen ziemlich festen Fuß gebracht. MitKifcr fuhr er in demselben fort. und die Obrigkeit zu Zürich, dieihn immer sehr thätig unterstützt hatte, schaffte jetzt die Bettel»Mönche ab, zog die Ehesachen vor die weltlichen Gerichte und ord-ne« eine beßre Verwaltung der Kirchcng'ütei an. Awinglh warmit Luthern und den übrigen deutschen Reformatoren völligeinig. Er nahm wie sie die Bibel zum einzigen Entscheidungs-grunde an. verwarf alle menschlichen Zusätze, bestritt die Herrschaftund den Eigennutz der Geistlichkeit so wie den Aberglauben mitKraft und Erfolg und wollte mit einem Worte die christliche Kirchewieder auf die Einfalt der ersten Jahrhunderte zurückgebracht wis-se«. Nur in einigen Punkten, von welchen indessen die Lehre vonder Gegenwart Christi im Abendmahl der einzige wichtige war,da die andern fast sämmtlich Gegenstände der Liturgie betrafen,war seine Ansicht von der ihrigen verschieden. Um auch diese Ver-schiedenheit in der Lehre vom Abendmahle und eine seit 1524 aus-gebrochne Absonderung der beiden neuen Relkgtonsparteien Luther»und Zwing li'S zu heben, wurde vom Landgrafen zu Hesse»,Philipp dem Großmüthige», eine Zusammenkunft zwischenden sächsischen und schweizerischen Reformatoren 1529 zuStande gebracht. Bon Seiten der erster» erschienen als Haupt-personen Luther und Mclanchthon und von Seiten der Schwei-zer Z wing li und Öcolampadius, Man unterredete sich mitSanstmuth und besonders behandelte der sonst so heftige Lutherden wackern Zwingli mit brüderlicher Liebe. Ob nun zwar derEndzweck einer völligen Vereinigung nicht erreicht wurde, s» kamdcch so viel zur Wirklichkeit, daß man einen Vergleich zu Standebrachte, in dessen dreizehn ersten Artikeln man vollkommen über-einstimmend die vornehmsten Glaubenslehren bestimmte und imvierzehnten festsetzte, daß, wenn man gleich nicht übereinstimme,ob im Abendmahle der wahre Leib und Blut Christi gegenwärtigsey, man sich doch gegenseitig mit christlicher Liebe begegnen wolle.1531, als im vorhergegangnen Jahre Zwingli einigen Versol-guegen und persönlichen Nachstellungen nur mit Mühe entgangenwar, brach ein offner Krieg zwischen Zürich auf einer und denkatholischen CantonL Suzern, Schweiz, Uri, Unterwaldenund Zug auf der andern Seite aus, und Zwingli mußte aufBefehl des züricher Raths mit dem Panner des CavtonS, dessenZührer jederzeit ein Geistlicher war, zu Felde ziehen. Es kamam il. Oct. zum Angriff und Zwingli rief seinen Landsleu-ten zu, „Gott zu vertrauen." Da aber die Gegner den Zürichernmehr als doppelt überlegen und auch besser angeführt waren, sowurden die letzter» geschlagen und Zwingli war unter denen, dieim Kampfe den schönen Tod für dar Vaterland starben. DurchCalvin erhielt hernach das reformirtc Glaubensbekenntnkß dieGestalt, die es noch jetzt hat, obgleich Zwingli sein erster Urhe-ber ist. r.
Zwirn wird von vorzüglicher Güte zu Mecheln, Ryffel undAntwerpen gemacht, sonst liefert das sächsische Erzgebirge ebenfallsviel davon. Die älteste Art des Zwirnens ist die mit der Spin-del, neuer schon das Zwirnen auf dem Spinnrade und aus derZwirumaschine, auf welcher mehrere hundert Spulen zugleich zwir-»ea. Es wird so vorgenommen, baß mehrere einfache, gebleichte