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Zenhter Band. To bis Z.]
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7-3 Türkische Sprache und Literatur

arabische Schrift an. Aus jener frühern Periode ist keine Spureines schriftlichen Denkmals vorhanden, welches vermuthen ließe,daß sich die Türken mit Wissenschaften beschäftigt hätten. Erstnachdem sie mit dem Mohammedanischen Religionsbuch eine Schrifterhalten, und, zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts, untereinem ihrer Emire, Ösman, in Kleinasien auf den Trümmerndes griechischen Kaiserreichs von Byzanz eine selbstständige Machtbegründet hatten, singen sie allmählig an» das Bedürfniß «iffen-schaftlicher Bildung zu fühlen. Schon Sultan Orkhan, OsmanSNachfolger, obgleich mit Krieg und Eroberungen beschäftigt, stif-tete im I. lZgü zu Brussa in Natolien eine wissenschaftliche Lehr-anstalt (Mädräöa), welche durch die Gelehrsamkeit der dabeiangestellten Lehrer so berühmt wurde, daß selbst Araber und Per-ser es nicht verschmähten, Schüler der OSmanen zu werden.Ihre eignen Geschichtschreiber bemerken, daß die Monarchen dieserDynastie, von OSman, ihrem Gründer, bis auf Achmed denErsten, obgleich sie ihre Regierungen nicht alle in gleichem Maßedurch rühmliche Unternehmungen Und Rcgenteutugenden verherrlich-ten, sich doch alle durch ihre Liebe zu den Wissenschaften, unddurch die Aufmunterungen, die sie denselben zu Theil werde» lie-ßen, auszeichneten. Das goldene Zeitalter der türkischen Litera-tur war (in der zweiten Halste des sechzehnten Jahrhunderts un-serer Zeitrechnung) die Regierung Suleimans, mit dem Zunamender Gesetzgeber, des Urenkels Mohammeds des Zweiten, dessenSiege dem römischen Reich ein Ende machten. In den türkischenSchulen und höheren Lehranstalten, die gemeiniglich mit Moschee»verbunden sind, und deren Zahl sich in Constantinopel auf mehrereHundert beläuft, wird hauptsächlich arabische Grammatik,Logik, Rhetorik, Dialectiknach Lehrbüchern gelehrt, dieim Mittelaltcr vonArabcrn in ihrer Sprache abgefaßt worden sind.Überhaupt sind dk« Araber des von uns sogenannten Mittelaltersin Philosophie, Mathematik, Physik, Heilkunde,Gesetzwissenschaft und Theologie noch immer die Lehrerder Türken, über die sie sich nie zu erheben vermochten. Schrif-ten über Astrologie, Tra u m deu terei, und alle Arten vonWahrsagungskünsten mache» keinen unbeträchtlichen Theil der tür-kischen Literatur aus, und werden noch immer studirt. Besondersbehauptet die Astrologie bei den Türken nicht nur noch immer denRang einer Wissenschaft, sondern sie ist auch von bedeutendem Ein-flüsse auf alle Staats- und Privatangelegenheiten. Der Muned-schim Baschi, d. t. der Ober- oder Hofastrolog ist einer derwichtigsten Hofbeamten, indem die Zeit der wichtigste» Geschäftevon ihm bestimmt wird. Unter seiner Aufsicht werden auch diejährlichen Calender gefertigt. Allein die Werkzeuge, ohne welchedie Untersuchungen des scharfsinnigsten Physikers unvollkommenbleiben würden, sind in der Türkei entweder ganz unbekannt oderman kennt sie bloß als kindisches Spielzeug, das Anstaunen derUnwissenheit zu erregen, oder eine leere Re'ugrerdc zu befriedigen.Das Lelestop, das Vergrößerungsglas, die Glcctrisirmaschine undanders dergleichen Hülfsmittel der Naturwissenschaften wissen dieTürken nicht zweckmäßig LU gebrauchen. Selbst des Eompasses be-dienen sie sich bei ihrer Schiffsahrt nicht allgemein. Es'ist dahernatürlich, daß Nautik, Astronomie, Geographie, Ak<kerbau, Chemie, und alle die Wijsenschafte», die nach den

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