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Zenhter Band. To bis Z.]
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Türkische Sprache «nd Literatur 799

großen Entdeckungen der beiden ketztverfloffensn Jahrhunderte, fastganz umgeschaffen wordcn sind, bei den Türken in einem höchst un-vollkommnen Zustand seyn muffen. Geschichte rieben die Tür-ken; aber ihre Geschichtswerke sind grbßtentheils entivedet in einemtrocknen Chronikenstyl, oder In einer schwülstigen, mit Bildernüberladenen poetisch-prosaischen Schreibart abgefaßt. Einer ihrerältesten und geschätztesten Annalisten ist Saad-ed.din, der,nachdem er Lehrer und Erzieher zweier Sultane gewesen war,als Mufti zu Constantinopel im I. iZyy starb. Seine Chronikhat den Titel Tadsch- «t> tawarich; d. i. die Krone der Anna-len, und geht vom Ursprung der Osmamn bis aus Gelims K Tod(1520), und wird von den Türken als ein classisches Werk betrach-tet. Es ist von Launclavius in die lateiüische, von Kratutti indie italienische,, und von Podesta in die deutsche und lateinischeSprache übersetzt worden. In den Werken Raima's, Raschid'Sund Tschelebisa d e'S find die Annalen des türkischen Reichs vomJahre 1592 bis 1727 in ununterbrochener Folge fortgeführt. Aus-gezeichnet durch seine unter türkischen Gelehrten Ungewöhnlichen hi-storischen und literarischen Kenntnisse war Hadschi Chalfa, mitdem Zunamen Tsch e l ebi sa de, der als Beisitzer des Centralrech-»uagSbureau (Basch Muhasseba) imJ.1657 zu Constantinopelstarb. Unter demTitel: Aufgedeckte Bücher- und Wissen-schaftskunde verfaßte er ein viel umfassendes encyklopädisches undbibliographisches Werk, worin die Namen aller von den Arabern,Persern «nd Türken gepflegten Wissenschaften, und die Titel al-ler in den Sprachen dieser drei Völker geschriebenen Werke vom er-sten'bis zum tausend und fünfzigsten Jahre der Hedschra (1640 derchristl. Zeitrechn.) aufgeführt sind.. Dieses Werk diente zurGrund-lage der Encyklopädischen Übersicht der Wissenschaf-ten des Orients (von Joh. v. Hammer), Leipzig 1804,welcher Hadschi Chalfa's Lebensbeschreibung, von ihm selbst verfaßt,vorgesetzt ist. Außer jenem bibliographischen Werke verfaßte Had-schi Chalfa mehrere Schriften, unter welchen besonders Chrono-logische Tafeln bemerkt zu werden verdienen, die von Adambeginnen, und -bis.zum Jahr 1640 gehen. Die von Reiske ver-fertigte lateinische Übersetzung derselben befindet sich noch eingedrucktauf der königlichen Bibliothek zu Copenhagen. Wie in den Wis-senschaften, so sind auch in der Dichtkunst den Türken Araberund Perser die Muster, die sie nachahmen. Der Inhalt ihrer Ge-dichte ist grsßtentheils auf Mystik, Moral und Liebe beschränkt.Luch Räthsel, Ssgogryphen, Chronogrammen und andre dergleichenPoetische Künsteleien sind bei ihnen sehr beliebt. Alle ihre dichteri-schen Erzeugnisse sind gereimt. Die Prssodie und die poetischeTechnik ist ganz dieselbe wie die der Araber und Perser. Mes-ners ist ein flanges Gedicht, worin jedes Distichon seinen beson-dern Reim hat; Gasel und Kasside sind Oden ober Lieder miteinem Reim; dgs Rubaji (Ketrastichon) ist meistens epigram-matisch; das Kit.aa hat vier bis acht Strophen mit verschiednenReimen, und ist auf alle Gegenstände anwendbar. Nachrichten»on türkischen Dichtern und Proben au- ihren Dichtungen enthältLatifi, oder biographische Nachrichten von vorzüg.lichen türkischen Dichtern, nebst einer Blumenlese"us ihren Werken. Aus bem Türkischen des MonkaAbdul Latisi und des Nschik Hassan Lschelebi, über»