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, Victoria Vlcharzneikunde 83 »

sie > eigne übermuth und überschwank leider in der erst seit Klopflockallmähltg wieder weichenden Unkunde und Unansprechbarkert für!e- Richtigkeit und Wohlklang der Verse, wie in der durch den sonstich geistreichen Morrz beförderten irrigen Ansicht unserer Prosodie einech- Stütze ieincr Nachlässigkeit gefunden. Die Unwissenheit und das, Borurth.nl der stinimsührenden Kennerlinge, welche in derLhat oftj, weniger als Schulkunden von der Sache verstehen, macht dies nurnoch schlimmer. Gelbst die Besseren finden es natürlicher, einenv, Wers schwarz auf weiß zu sehen, als zu hören, ähnlich den

>et heutigen Tonsetzern, welchen die künstlich symmetrisch vertheilten

;e, Stimmen auf dem Papier der Partitur, trotz aller Unklarheit,

>rs Trockenheit, Herbheit und Zerstückelung des Melodienfluffes und

>er der Grnndharmonie, für einen Beweis der Kunfttrefflichkeit ihrer.a, Composrtioncn gelten, wenn gleich kein Herz ergriffen, kein Ohr.in- geschmeichelt wird durch diese erkünstelte krause Abenteuerlichkeit.e„ So ist denn gekommen, daß man, mit Voß zu reden, in Freund,

die komm heut Nachmittag her, sieh Herrn Blanchards

cer neu Luftschiff hoch aufzichn einen sehr prachtvollen Hexa-

dje meter und feurigen Satz für die Baßgeige, in Höchstdero BerS

n- übertäubt unser Ohr, gegen Zeitmaß und Tonmaß,er einen besonders lebhaften für den muntern Vertrag der Violine er-

es- blickte, übrigens daß Zsaak scherzte mit seinem Weibe

Rebecca für einen untadelhaften Hexameter hielt. Und so lassener, wir Gutmüthigen uns ein abgezähltes Sylbeuhauswerk, wo Dcttty-

,Ue len, Moloffen, Kretiker rc. für glcichgeltend gebraucht werden,

;cn eben wie Eier dutzcnd- oder mandelweis, nachdem es fällt, ver-üb kaufen, richtige und schön gemessene Verse für aufgedunsene und

m- schwülstige. Dabei steht nicht zu läugncn, wie denn die Extreme

Nil sich immer berühren und unsere Zeit überall sie schroff einander ge,

md genüber aufthürmt, daß auch bessere Verskünstler, aus Abgötterei

,nd mit der Form, unserer Sprache so sehr G.w ilt angethan habe»,

,cn daß manche Übersetzungen aus dem Griechischen und Lateinischen zu

der ihrem Verständniß erst eben dir Kenntniß der Ursprachen erfordern,

ja- Indeß wird wohl auch hier die Zeit Ausgleicherin werden. Ge-rd- nug, daß Klopstock, Voß, Schlegel, Äpel, Baggesen, Fouqus

sich den Neigen führen!

ct- Victoria (Mythol.) ist die Siegesgöttin, welche gewöhnlich

-,en als jugendliche weibliche Figur, mit Lorbeer» oder einer goldenen

jen Krone geziert, in einer Hand einen Palmenzweig, in der andern

md einen Lorbeerzweig haltend, abgebildet wird. Auf Münzen und

irt Monumenten, welche zu Ehren eines erfochtenen entscheidenden

me Treffens geprägt oder errichte! worden, sieh! man sie gemeiniglich,

in Bieyarzneikunde, Bieharzneikunst. Die Kenntniß

>n; der Thierkrankheiteu, die Kunst sie zu verhüten, zu behandeln, ist

la- der Gegenstand dieser Wissenschaft, die für jeden Staat überhaupt,

iia- für jeden darin lebenden Ökonomen und Geschäftsmann so wichtig ist,

dcr als irgend eine andere. Selbst dem Arzte kann sie ein nicht un-

der bedeutender Zweig seiner Kunst seyn. Die Analogie vieler Kraiik-

die heilen der Thiere und Menschen ist auffallend und die genaue Ve-rs- vbachtung der einen führt zu einer genauern Kenntniß der an-ist, der». Wenn Jenner die Kuhpocken nicht genau erforscht hätte,

ht, st würden wir noch immer die Menschenpocken Gesundheit, .

teo s Schönheit, Leben bedrohen sehn. Die Beobachtung, daß einer

seit Seuche unter den Menschen sehr häufig »ine ähnfrche unter den