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Zenhter Band. To bis Z.]
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8Z2 Vlcharjiieikvnde

Thieren voranging, daß solche Thiercpidemien mit den menschliche«ungemein oft viel Ähnliches haben, darf hierbei gewiß auch nichtübersetzn w'rden. Schon Homer erzählt uns, wie die Pest imgriechijchm Lager zuerst damit anfing: daßMeulthi-'«» und Himde stürzten dahin,

Und die rächenden Pfeile trafen zuletzt die Menschen.

II. IX. Zo.

Die Entzündungskrankheiten spielen bei Thieren und Menschen,n ihrem Ursprünge, Fortgange, Ausgangs eine ganz gleicheRolle und die..Behandlung ist in der Hauptsache dort und hiergleich. Ein Ähnliches hieße sich noch von vielen andern Krank»heilen beider behaupten. Man sieht daher, daß Vieharznerkundenichts als ein Zweig der Arzneikunde überhaupt ist, der, umculüoirt zu werden, alle die HülsZwissenschaften bedarf, diediese unterstützen: Chemie, Naturgeschichte, Botanik, Kenntnißder Ar-neimittel; daß er in alle die Rebenzweige zerfallt, inweiche wir die Arzneikunde eintheilen, in Physiologie, Patho-logie rc, nur in Anwendung auf die Thiere gedacht, die uns um-geben rc. So wichtig aber auch diese Wissenschaft und Kunst im-mei.'in erscheint, so wenig ist doch für sie mehrere tausendJahre lang geschehen. Gingen sLon viele Jahrhunderts hin,ehe der Arzt zu Ehren, zu bürgerlicher Würde kam, ehe ihm er-laubt wurde,- jedes Hülfsmittel seiner Wissenschaft frei und unge-stört zu benutzen — z. B. die Anatomie —; so traf dies Schick-sal noch mehr denjenigen, der sich damit beschäftigte, die Leidender den Menschen so wichtigen Hausthiere zu erforschen und dieswar die Ursache, daß noch seltner ein Mann von Kopf und Bil-dung daran g-.ng. Columella ist unter den Alten der erste,der einen Abschnitt in seinem Werke üe rs rnslica über die Krank-heiten der Pferde und Kühe hat. CelsuS soll mehreres dar-über geschrieben haben, doch haben wir es Nicht. Ein eigentli-ches Werk darüber schrieb zuerst Vegetius, der im vierten Jahr-hunderte lebte und vier Bücher lls srio vereriiiaria schrieb. —Mit dem dann beginnenden Verfalle der Wissenschaften überhauptkonnte von dieser am wenigsten die Rede seyn, und was in dieserArt bis in die Mitte des igten Jahrhunderts etwa geleistet wurde,bezog sich fast ganz auf die Krankheiten des Pferdes, als des Thie-res, das wegen seines hohen Preises den eigennützigen Menschen nocham ersten, besonders in England und Frankreich, bestimmte, seineKrankheiten zu erforschen, zu heilen. Inzwischen wüthete imigken Jahrhunderte zwischen 17-16—1750 eine große Rindviehpest,und sie war es, die die Aufmerksamkeit großer Ärzte, wie derRe-gierungen. auf sich zog, Ramazzini, Lanzisi in Italien,Fsu vages in Frankreich schrieben darüber. I ; Frankreich wur-den in dieser Zeit Roßarzneischulen zur Bildung tüchtiger Kur-schmiede und RoßLrzte angelegt, die ein gewisser Bourgelat,Proieffor in Lyon, unter seiner Oberaufsicht h'tte. Dieser Bour-gelet erwarb sich nicht allein durch seine Vortrage in diesem Zweigeder Vieharzneikur-de große Verdienste» ssndern'noch mehr trug erzur Verbreitung richtiger Kenntnisse durch seine zahlreichen Schrif-ten und le>ne Aufsätze in der Encyclopädie bei. Er war ein un>gemein wiffenichaslüch gebildeter Roßarzt und übertraf darin nochseinen Collegen Genion in der Deuvhine, den die Leser in,Marmontels Dankwürdigkeiten näher kennen lernen (arTH. S.