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Zenhter Band. To bis Z.]
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834 Visconti

weichen mußten. Der erste, der den Grund zur Macht seine«Haujes legte, war Otto Visconti. Erzbiichof von Mailand(gest. I2Z8), der seine Feinde besiegte und d.e Herrschergewalt sei-nem Reffen Matteo I. (gest. 1Z22) hinterließ. Dieser hatte an-fänglich viel von den Lorriamrn «uszüstehen, mußte sogar zweiJahre hindurch in der Verbannung leb-n, erlangte aber, als Kai-ser Heinrich VH. nach Italien kam, durch geschicktes Benehmenden Titel eines kaiserlichen Statthalters, den er bald mit dem ei-nes Herrn von Mailand vertauschte. Er ließ das Erbe seinemerstgedornen Sohne Galeazzo, der indeß von mächtigen Fein-den und seinen eignen Brüdern gedrängt, durch Ludwig den Bayer1327 im Schlöffe zu Monza eingeklrkert wurde und bald darauf mBrescia starb. Ihm folgte sein Sohn Azzo, der seine Herrlchaitweit umher ausdehnte, und eben so tapset im Felde, als liebens-würdig im Frieden in seinem Z7sten Jahre (lzrc,) der Hoffnung sei-nes Volkes entrlffen wurde. Weil er keine GLHne hatte, folgteihm sein Oheim Lucchino (ein Sohn Matteo'-), der die großenBesrtzthümer noch vermehrte, und zuerst in seiner Familie sich alsBeschützer der Wissenschaften und Künste zeigte. Er schätzte denPetrarca, mit dem er in Briefwechsel stand, und verschmähte selbstnicht, den Musen zu opfern, wie HM Sonett beweis't, welchesCresctmbeni von ihm aufbewahrt hat. Nach seinem TodeiZ4y folgte ihm sem Bruder Giovanni V. (gest. 1354)- Erz-bischof von Mailand, der. noch Genua unter seine Herrschaft be-kam und noch eifriger sich für die Wissenschaften interrssirte. Erernannte sechs Gelehrte zu Anfertigung eines CommentarS überden Dante, beschützte die Universität Bologna und hielt den Pe-trarca in hohen Schren, den cr bei seiner Ankunft in Mailandauf das Ausgezeichnetste empfing und nicht wieder von sich lassenwollte, ja er schickte ihn sogar in wichtigen Angelegenheiten alsGesandter nach Venedig. Auf Giovanni folgten gemeinschaftlichseine drei Neffen, Marte 0 II., Bernabö und Galeazzo II.Matteo starb schon nach einem Jahre, die beiden andern Brüter,obwohl sehr tapfer im Kriege, machten sich ihren Unterthanensehr bald durch Grausamkeit und andere Laster verhaßt. GaleazzoIndessen erwarb sich als Mäcen hohe Verdienste; er ließ es sichnicht minder als sein Oheim angelegen seyn, den Petrarca bei sichzu behalten und sich seiner bei verschiedenen Gesandtschaften zu be-dienen, auch spricht Petrarea stets mit Achtung und Dankbarkeitvon ihm und soll ihn veranlaßt haben, die Universität Pavia zustiften. Ihm folgte 1378 sein Sohn Gian Galeazzo, der sei-nen Oheim Bernabo in das Castell zu Lrezzo steckte, und alleindie Regierung des mächtigen Staates übernahm. In ihm erreichtedie Familie Viscontr den Gipfel der Größe und des Glanzes. Erverschaffte ihr izyg vom Kaiser Wenzel die Herzogswürde und mhrBesitzihümer als irgend einsr seiner Vorgänger. Seiner Herrschestwurden sogar Pisa, Siena, Perugia, Padua und Bologna Un-terthan, und nicht undeutlich ließ er die Absicht merken, den Kö-nigstitel von Italien anzunehmen, als der Tod durch^Gist (r-Mseine ehrgeizigen Plane vereirelte. Mit erhabenem Sinne beför-derte er Wissenschaften und Künste, indem er die berühmtestenMänner an seinen Hos zog, die Universität Piacenza wiederher-stellte und Pavia mit ihr verband, und eine große Bibliothek M-tetc. Auch große Werke der Baukunst wurden unter seiner SU'