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her eine der besten'französischen-Arbeiten dieser Art und auf derBühne geblieben. Seins Merope, im I. 174Z gegeben, war daserste Beispiel eines wirksamen Drama's Volt Pathos und ohneLiebe. Hier wurde auch zum erstenmal die Sitte des Hcrvorrufensdes Verfassers von, erntm beifällig «ufgcnommiien Stücke bemerkt.Schon vor diesem Zeiträume hatte sich Voltaire mit dem Hofe durcheinen politischen Dienst versöhnt/ Er hatte nämlich seit einigerZeit mit dem damaligen-Kronprinzen, nachherigem König vonPreußen, Friedrich Aem Großen, der .eine große Vorliebe für diefranzösische Literatur hegte, in Briefwechsel gestanden. Als Friedrichtm Jahr 1740 den Thron bestieg, hielt man in Frankreich seine Allianzfür wünschensw.rkü. Voltaire wurde nach Berlin gesandt und esgelang ihm, dewGrund von Friedrichs Weigerung zu entdecken. DieAllianz erfolgte, als Frankreich sich gegen Österreich erklärt hatte.Jetztwünschte Voltairö als Belohnung seiner Dienste einige Zeiten derGunst des Hofes, wodurch feine Aufnahme in die. Akademie, der seinezahlreichen Feinde so sehr entgegenstrebtcn, erleichtert werden könnte.So erhielt er den Auftrag,' der Festlichkeiten wegen der Vermäh-lung des Dauphins ein Gelegenheitsstück zu fertigen. Dies warddie Prinzessin von Ravarra. Es gefiel, wenn auch nichtdem Publikum, doch dem Hofe, und sein Lohn war die Stelle einesßorcrrlssonrrrie orckinairs und Geschichtschreibers, von Frankreich.Als solcher entwarf er auch eine Geschichte des damals noch dau-ernden Kriegs von 1741. Endlich im Jahre 1746 gelang es seinenUnablässigen Bemühungen, eine Stelle in der Akademie zu erhalten.Indessen ruhten seine Feinde auch nunmehr nicht, man verfolgterh» mit Spottschriften aller Art, so daß er endlich sich zurückzogund nist Madame du Chatelet an den Hof des Königs StaniSlausnach Luneville sich begab. In diese Zeit fällt die Entstehung derSemiramis und des Orest, auch eines Stücks, Boiue ssuvee,welches die Verschwörung des Catalina behandelt. Nach dem imI. 1749 erfolgten Tode ^dieser gelehrten und geistvollen Frau kehrtser nach .Paris zurück, wo er jedoch nicht lange verweilte, denn erfolgte den dringenden Einladungen des Königs von Preußen undbegab sich im Juni 1750 nach Potsdam, wo ihm ein« Pension boa22,000 Livres nebst andern Vortheilen zugesichert worden war.Er wurde hier auf das Ausgezeichnetste empfangen, erhielt ein Ge-mach unter dem des Königs, mit der Erlaubniß, ihn zu bestimm-ten Stunden zu besuchen, und dabei freie Tafel und Equipage.Täglich mußte er zwei Stunden mit dem Könige arbeiten undseine Aufsätze durchsehen, wo er denn, wie er selbst sagte, nie ver-fehlte, alles Gute zu loben und das Schlechte still zu durchstrei-chen. Dabei entwickelte er dem lernbegierigen Monarchen /eineGründe, und las ihm auf diese Art ein Kollegium über den Stylund die Poesie, welche der König besonders liebte und übte. EinStreit aber zwischen MaupertuiS, dem Präsidenten der berli-ner Akademie und einem Mathematiker König, an dem VoltaireTheil nahm, zog ihm Friedrichs Mißfallen zu. Dieser sandte ihmseine Entlassung, Voltaire aber dem Könige den Kammerherrn-schlüffel und das Ordenskreuz zurück mit einigen Versen, woriner sich mit einem Liebhaber vergleicht, der seiner Geliebten Bild-nis- zurücksendet. Der König aber sandte ihm Band und Schlüs-sel wieder. Voltaire machte jetzt einen Besuch bei der Herzoginvon Gotha, und während seiner Abwesenheit suchte ihn Maupertms