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D» wirst öl'-' einsetzen, l. P., daß Gesetze, die de» Nach-druck erlauben, nick,'« anderes bezielcn, als Berleger und Schrift-steller — die nun einmal auch einen Magen haben, wie der Nach-drucken, nur keinen Straußenmagen, wie dieser — zu nöthigen,«n ihrer eigenen Tafel zu fasten, an der sie Hrn. Macklot undCamp. bewirthen. Das wäre ja ärger, als es in der Fabel derFuchs mit dem Storche, und der Storch mit dein Fuchs« macht!Setzt der gutmüihige Berleger eine flache Schüssel mit güterWürz«brühe hin, flugs ^kommt ein hungriger Nachdrucker als Fuchs,und jener wird gesetzlich in einen Storch verwandelt, der dem un-gebetenen schmausenden Gaste zusehn muß; oder setzt ein andercs-inal ein kluger Verleger eine langhälsig- (privilegirte) Flasche mitseinen Ragouts bin, flugs kommt Hr. Macklot als Storch, undjener ist der geprellte Fuchs, und das — von Rechtswegen! Blei-ben ihm doch feine Krebse, davon mag er verspeisen, wieviel er Lust und Belieben hak; denn 8,lir»rnurr> jn» sirrninn Injurie.!
„Und dennoch, verlautet eine andere Stimme aus dem hoh-len Bauche eines Rentkastens, man bedenke den Nutzen, denNutzen! Wie gut ist eS, wenn jedes brauchbare, theure Buch sichsür jedermann, auch für den Armen, so leicht in eine RumsordischeSuppe verwandelt; und der literarischc Feinzucher so wohlfeilwird, wie Runkelrüben und Syrup? Das erst Verbreiter Litera-tur, das Aufklärung! Und obendrein bleibt das Geld im Lande.Der fremde Geist kommt herein; kein Geld geht dafür hinaus.Der Geist ist Luft und Licht. Luft und Licht aber sind jeder-manns Gut, — so lange wir die schöne Fenstertaxe noch entbeh-ren; — folglich ist fremder Geist keine — indische Stapei-waare!" —
Aber, liebes Publicum, Du hast doch die alte Geschichte vomErispin gehört? Er stahl das Leder, und machte den ArmenSchuhe — umsonst. Alle Welt schilt deßhalb der. guten Erispin.Doch der Nachdrucker, welcher nicht umsonst, sondern für seinenStraußenmagen, unersättlich wie weiland Hans Kale in Witten-berg, nicht etwa Kieselsteine,, sondern Perlen und Gold, Reh-rücken und Fasane wegkapert; der R>chdrucker, — höre, l. P.,— der diese preiswürdigen Dlllge nicht etwa aus der gefahr-volle» Liefe des Meeres oder eines Schachts mühsam her-vorholt, noch in freier Wildniß sich erjagt — denn zu alledem fehlt ihm der Muth, der Verstand, die Kraft; —sondern der sie ganz ohne Scheu, gleichsam rechtmäßig, wie einVisitator die Contrebande, vom offnen Marktplätze fortträgt: die-ser Nachdrucker wird — Äoariflile äioru! — von hochpretslichenRegierungen, wie die königl. würtembergischs, und von Regie-rungsräthen, wie der Hr. Krause in Kayreuth, in Schutz ge-nommen! Von denselben vielleicht, welche die Hökerfrau bestrafenlassen, weil sie theure Zeit macht; — denn daß der Nachdruck anden wirklich theuern Bücherpreisen mit Schuld sey, ist weltbe-kannt; welche ferner den Münzer, der nicht das Münzrecht hat,auch wenn er Münzen von echtem Schrot und Korn prägt, indas Raspclhaus oder wohl gax an den Galgen.schicken! welche —doch genug.
einzelne königl. baqr. Regierungsrath Krause, haben der«, neuest«
Werskgunge« »ur Ehre Bayerns und Deutschlands genügend dargrthan.