Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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ZS Aegyptm

King scheint hierzu gebraucht worden, und der Quadrant ihn» ausnicht unbekannt gewesen zu seyn. Schon hieraus ergibt sich, das masie bedeutende Fortschritte in der Rechenkunst gemacht habe» Grmußten; ihre Zahlzeichen (dieselben, die wir arabische Ziffer» ägynennen), schrieben sie von der .Rechten zur Linken. Die Meß» kuk unst ward ihnen durch die Überschwemmung des Nils uiient- auskehrlich; die Nilmcffer sXiXeirxsx---«) zu Sienc, Memphis unl Pynoch an einigen andern Stellen des Stromes, die Wasserschraube»,die Cavale, die Schleusenwerke des Sees Möris, welche Mecha- dernik,' Hydraulik und Hydrostatik voraussetzen, sind schöne Zeuge» dieihrer Fortschritte in der angewandten Mathematik überhaupt »bkGroße Äerdkenste Haben sie um die Musik; auf die ägyptisch! RaTonkunst ist die hebräische, griechische und römische gegründetdas erste musikalische Instrument, die dreisaitige Lyra, ward un-ter ihnen'von Hermes erfunden; die höchste Saite ward mit dem pdfSommer, die tiefste' mit dem Winter, die mittlere mit dem Früh-linge sttrgikchen; während feiner Betrachtungen öffnete sich ihmdas Bropyläon der Harmonie der Töne, und bald wurden dies« lsriReslytake unter die Geheimnisse der Priester gezogen, und unteihcm mystischen Schleier weiter ausgebildet. Hierin und in demernsten düstern Nationalcharakter liegt es, daß man nur bei Lei- AsHenbegängniffen und beim öffentlichen Cultus Gebrauch von dek °«eMusik Machte; ihren übrigen zauberischen Reiz kannte das Bolknicht. AlHer jener Lyra hatten sie noch ein Dichord, zweierlei >"dFlöten, das Sistrum, die Pauke und Trommel, die Trompet«tinv' die dreieckige Lyra. Die scharfsinnigen Bemerkungen von-touSrer, Burney, Bruce u. A. m. dürfen hier nur berührt wer- Lst'den;' in dem Artikel Musik dir Alten werden wir darauf zu- E?'rückkvmmen. — Notenschrift scheinen die Ägyptier nicht gehabtzuhabcck; ihre kleinen einfachen Gesänge waren dom Gedächtnisse' A"anvertraut. Ihre naturhistorischen Kenntnisse schränkten sich A5bloß auf die Heimath und deren Erzeugnisse ein. Weiter vorge- Aurückt waren sie in der Chemie und Metallurgie; ihrem«- Atallische Enkaustik, künstliche Smaragde, das Einlegen des Sil-bers mit blauer Farbe beweisen viel für ihre Wissenschaft und G«< AUschicklirhkeit. Tieier mögen sie in Ansehung der Heilkunde gestan- ssden haben; jede Krankheit ward von eigenen Ärzten behandelt;Osiris, Isis und Hermes waren die Götter der Gesundheit; die ! APastophoren (eine Prissterclaffe) waren die Ärzte; der von ihnen : Uvorgeschriebenen täglichen Diät war der König, so gut wie der "uGeringst«, unterworfen; von hier ging auch dir Diätetik aus inanderr Länder; Cultur der Haut, eine durch alles gehende Rein-kichkeit, daher Bäder und Beschncidung, waren die hauptsächlich- ^stell medicinischen Tendenzen. Aus der Gewrbnheit und Geschick- ^lichkeit, die Leichen einzubalsamiren (Mumien), will man aus ^ ,anatomische Kenntnisse der Ägyptier schließen. — Ihre Ra-t «trlehr « war mystisch; alles erklärten sie für unmittelbare Eim ^Wirkungen der Götter; hiervon war auch ihre Magie abhängig- ^In den Künsten waren sie mehr und minder geschickt. Zhr«Bildb a u e riye rk e hatten eine unerträgliche Trockenheit, Steif- ^heit und Einförmigkeit; ihre Mahlerei beschränkte sich bloß dar- ^a»t, daß Steine, Holz, gewebte Zeuge rc. mit Farbe, und zwar ^nur mir einer einzigen überzogen und höchstens Hieroglyphen il-luminirt, d, k>, mehrere Farben neben einander ohne eine Regel °