Aegypten 37
aufgetragen wurden. Der gestirnte Himmel an der Decke im Gral»da» male des Ostmandias und die sogenannten Bilder in den uraltenwen Gräbern der Könige von Theben bezeichnen den höchsten Grad derfern ägyptischen Mahlerkunst. Um so, merkwürdiger aber ist ihre Bau-est, kunst, deren Charakter inzwischen mehr Festigkeit («n -nasse)ent, ausdrückt, als Formenschönheit; wir erinnern an ihre Labyrinthe,u„, Pyramide», Obelisken, Tempel, Mausoleen u. s. w. — Robertbest, von Vaugoudy (in s. Hssoi enr 1'k-ist. cke 1a Kl-oga.) sagt vonchi, der Geographie der Ägvptier, daß von ihnen (unter Sesostris)die ersten Landkarten herrübrten; Gatterer will die Existenz vonägyptischen Ländertafeln schon zu Jokua's Zeit erweisen. Diejsch, Nautik verdankten sie ihrem großen Sesostris; vorher wagtensie kaum auf Flößen die ausgetretenen Gewässer des Nils zu be-„n- fahren, denn das Meer war ihnen verhaßt; es war ja der Ty-dem pho", der den Nil, ihren Nationalgott (Osiris) verschlang! Die-gk, erste Küstenschiffsahrt scheint durch einen Schleichhandel der Phöni-rhm «er, und des Jnachus Führung einer ägyptischen Coloni« nach,ies, Griechenland auf phönicischen Schiffen (1336 v. Chr.) veranlaßtnte, worden. Doch beschränkte sie sich beoß auf die Bewohner derdem dkerdküste Ägyptens, während die im Innern des Landes durchLei- die Mauer des Aberglaubens noch immerfort vom Meere getrenntder blieben; hier wurde die Nilschifffahrt bedeutender, nachdem sie so»Zoll dem öffentlichen Cultus einverleibt worden war. Allein Se-,rlxj sastris der Große zerbrach den Damm des religiöse» Wahns, demoet« Dsiris ward ein prächtiges Schiff geweiht, die Priestcrschaft da-von gewonnen, die Schifffahrt in die Gebete mit eingeschlossen^ver- und nun vertrauten die Äqypticr sich dem Rücken des tückische»zu> Typhon. So erhielt ihr Seehandel seine weite Ausdehnung.iabt politische Geschichte des Staats hatte nun großen Einfluß auf
lifft > Zustand der Schifffahrt zu den verschiedenen Perioden; unter
sich don Ptolemäern war sie am wichtigsten. Alexandrien ward zumoae< °rst«n Stapelplatz, der berühmte Pharus wurde errichtet, und derme- ^ deutsche Meilen (inoo Stadien) lange Canal gegraben, derZil> das rothe Meer mit dem mittelländischen verband. Erst als nachGe< Tode der Cleopatra Ägypten eine römische Provinz wurde,an- auch dieser Ruhm verloren, — Ihre LandeSökonomie,Ut; ^ Bergbau trugen einen großen Charakter; tm Ackerbau be-die >^en sie einen Wunderfleiß; ihre Anstalten dafür waren kühn ge-nest und ausgeführt. Nach welchen Grundsätzen man den Berg-der bau betrieb, ersteht man aus den ungeheuren Unternehmungen,ist Aginännisch ganze Berge einzustürzen, und durch hineingeleitstein, »lusie das Exz zu Lage zu schlämm«»; Gold, Silber, Kupfer,ich- Am, und Eisen waren die bekannten Hauptmetalle. —
ick- . ?.2 "" ägyptischen Handel überhaupt anlangt (von dem spe-auf ^ See sprachen wir oben), s» war dieser lange Zeit nur
a, pasyvhandel. Erst seit Psammetich ward er activ. Der Carava-im "loyandel war stets die merkwürdigste Art des Landhandels:,'a. ^«oicht, Geld — diese Hauptevforderniffe — kannten fle,
litt ""s, gute Polizei wachte über die Rechtlichkeit dabei. Diesif, -i"oustr,c mußte dabei gewinnen. Ihre Webereien und Färbereien,r- inländische Handelsvroducte, die eine große Liollkammenheit
>ar erreiche» können, wären sie nicht auch hierin nur auf einer
il« ^ « ,"^tt>en Stufe stehen geblieben. — Betrachtet man den alte»1«l 'wvpner als Menschen im Privatleben und im Staate,