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Lrmuzd, „während die Menschen sich durch Vermischung vermeh-re ren und viel Böses thun; aber am Ende der neun Jahrtausende
>el- wirst du von Ohnmacht überwältigt werden." — Darauf herrschte
dej Lrmuzd drei Jahrtausende allein und brachte seine Welt hervor,
M wäbrend Ahriman gefesselt in die Liefe der Finsterniß zurücksank.
,n. Nach dem Himmel schuf er das Wasser, dann die Erde, dann die
e, Bäume, dann die Thiere und endlich den Menschen. Dann herrschte
er, «r drei Jahrtausende mitAhriman gemeinschaftlich, nach diesen aber
ur. waren drei Jahrtausende' dem Ahriman allein gegeben. Und a!S
7) die Zeit gekommen war, trat Ahriman hervor, durchdrang alles
„d Geschaffene mit seinem Gefolge und verunstaltete es, bis er in den
vie Abgrund zurückgestürzt ward. Bon da wird er am Ende der Zei-
oy, ten, wenn die Todten ausleben, und die Erde durch das Feuer
ne, eines Cometen entzündet, in einen flüssigen Metallstrom zerstbmoi-
b«. zen ist, in Ormuzds Welt zurückkehren, die Erde des Abgrundes
«j durch den Metallstrom ziehen, und sie zum segenreichsten Sande
deß machen. Die ganze Welt wird durch das Wort zur Auferstehung
ewige Dauer bekommen.
ter Aiguillon (Armand-Vignerod Duplessis-Richelieu, Herzog
»ei von), französischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten in
lh< den letzten Jahren Ludwigs XV., dessen tVerwaltung durch eine
,?» der wichtigsten Begebenheiten der neuern Zeit, die erste Theilung
Polens, bezeichnet wurde. Er war 1720 geboren, und betratzuerst die militärische Laufbahn; dann ward er Gouverneur des;.z Elsaß und hierauf Commandant von Bretagne. Seine Strenge—a erbitterte die Einwohner dieser Provinz in so hohem Grade, daß
sie nach langem und heftigem Zwiespalt seine Abrufung bewirkten,und eine Klage vor dem Parlament von Paris erhoben, deren fürihn verderbliche Folgen er nur durch die wenig ehrenvolle Prolet,tion der Dubarry von sich abwenden konnte. Von jeher war erbi« rin Ieind Choisculs gewesen, und wirkte zu dessen'Berweisung
Ie> thätig mit ; worauf er selbst, gestützt auf die Gunst des Königs,
un die Spitze des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten
d« "at» Ein Triumvirat, welches dieser Minister, der Abbe Terra»Le und der Kanzler Maupeou bildeten, veränderte gänzlich das ad-
>r- mmistrative System. Das königlich« Ansehen schien dabei zu ge-st» wlnnen; aber von jener Zeit begann die Währung der Gemüther,
er. dw zwanzig Jahre später den Sturz der Monarchie herbeiführte.
h, Aiguillon die Theilung Polens zuließ, wird ihm mit Recht
nd Aun Vorwucf gemacht; doch scheint es nicht sowohl, daß er das
je- Interesse Frankreichs in Aufrcchthaltung der antirussischcn Partei
»n Polen verkannte, als daß er vielmehr, durch die Nachlässigkeitste Mner Agenten, von der zwischen Rußland, Österreich und Preu-
»d w getroffenen Übereinkunft erst Nachricht erhielt, als es zu spät
>e- sie zu hindern. Früher würde er dies um so leichter ver.
i, 7?°cht haben, da Maria Theresia nur nach langem Widerstand«
en Zustimmung dazu gab. Aiguillon hakte aber eine so große Ab-er Legen alle Plane und Ansichten seines Borgängers, daß er
ts v« Äa °us diesem Grunde, und gegen den Vortheil Frankreichs,», . "reich und Spanien entfernte, und einigermaßen Preußen
id Kurz vor dem Tode Ludwigs XV. wurde ihm auch das
h- anvertraut. Nach her Thronbesteigung Lud-
ie »»ä. ^ ^der, der ihm, wie auch die Königin, durchaus abgech - igr war, trat Aiguillon von dem öffentlichen Schauplatz ab