Akademie 45
lind neuere Akademie. Zu den Philosophen der ältern gehörenne« SpeusippuS, Lenvkrate«, Polemo, Crates, Crantor, die unmit-telbaren Nachfolger Plato's. Der Stifter der mittlern Ak>n emieist Arcesslaus, dessen Nachfolger Lacydes, Evanoer, Egesinu» und^ss' Carneades waren. Dieser letztere ward der Stifter der neuer»>he« Akademie, und sein Nachfolger hieß Clitomachus.. Die SchülerZ" des letztem, Phil» und Eharmiües, wichen wieder von deß Leh-bei ren der neuern Akbdemie ab, und näherten sich mehr dem Plato.
Antrochus machte noch mehr Änderungen, daher man wohl zuwci»>sst> l,n von einer vierten und fünften Akademie spricht. 2. Bon die»'te» ftr Schule bezeichnet man mit dem Worte Akademie seit demgus zwölften Jahrhundert in ganz Europa alle hohe Schulen und uni-im- persitäten, und später überhaupt alle freien Gesellschaften derWissenschaften und Künste, welche sich unter landesherrliche!?.>rt, Schutze zu gewissen Zeiten versammeln. Diese Art von Akade-tnd mien entstand zuerst in Italien, wo Cosinus, der erste Beherr-scher von Florenz, als er einen Griechen die platonische Philvso-un» phje vortragen hörte, den Gedanken faßte, eine solche Arade-cr- wie für die Philosophie zu stiften, welche sein Onkel in Ord-re» ming brachte. Bon diesen Akademien verdienen vorzüglich folgend«iol, bemerkt zu werden: In Frankreich ->) die ^caäsiriie fron-gcj Hsise, welche i6Zg vom Cardinal Richelieu geflirtet wurde,'ifer und die Bervollkommnung der französischen Sprache und überhaupt
ro- alles, was zur Sprachsünde, Beredsamkeit und Dichtkunst gehört,
ind zum Zweck hat. Sie hat das bekannte Dicrionuaire ü« l»
nd- louAuo kisnHoiso geliefert. h) Die ^.coclärnio k>o)-al«
-rst «ieo luacriptioni «r !Vk6<laiI1es, welche iö6z einen ge-
lag n'ngen Anfang hatte, aber nach und nach erweitert wurde. Sie
In- ward von Colbcrt gestiftet, und beschäftigt sich größtentheif»
nid mit Geschichte, Alterthümern und Kritik, e) Die >c»c>üini«'>0» ste, bvienrss, die IÜ6Ü durch Colbert errichtet
iby wurde, und die Bearbeitung mehrerer Wissenschaften beaistch-
hde legt. — Das Gesetz, welches in Frankreich alle Corporation n
e», aufhob, hatt« auch kiese Akademien sirspendirt, die Stelle derlei-
rer den ersetzte das Lyceum, bis durch das am rasten November 1795
:a< begründete und am /ten December eingeweihte Insriruc na-
sti tional (Iinpänikl) äcg Soieuoes er lies Ä.rrs die
bt« sämmtlichen ehemaligen Akademien Frankreichs, wiewohl in ande-
Ke« rrr Form, wieder hergestellt wurden. Jetzt aber ist dieses Jnsti»
lr. tut hinwieder in dir ehemaligen Akademien qnfgLlös't worden»
2" Italien, die ^.cvlieirli» äolla kirn so» sAkädemi«w- der Kleie), welche im *J. rZ82 zu Florenz errichtet wurde, und^ Name auf die Reinigung und Verfeinerung der Sprache
z,e anspielt. Sie hat das bekannte italienische Wörterbuch geliefert,", bie Akademie der spanischen Sprache (1714), der
p» Teschlchte (17Z8) und der Wissenschaften zu Madrid (1792). In
Ndtllpen, die Akademie der Wissenschaften, welche 170»^ ersten Könige von Preußen gestiftet wurde, und von
e» weicher Leibn ih der erste Präsident war. In Österreich, die
^ c» o.kwre z.- Wien, welche 1705 Kaiser Joseph s. stiftete. I»
- ^ Akademie der Wissenschaften zu G t.
° "dg, zu welcher Peter k. im I. 1724 den Grund
»- Um«/ Schweden, die Dom Könige Friedrich 172A zure. p,«ii und «7»9 zr, Stockholm gestifteten Akademien der Wissen«