Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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4» Akademie

schaften. In Bayern, die im I. 1759 von Maximilian I»sepy zu München errichtete und 1807 reformirte Akademie mit anmehrere andere. Die Kunstakademien zerfallen in Akade, lieg'mien der Musik und Akademien der bildenden Künste. Die Aka>demien der Musik sind Vereine mehrerer Tonkünstler und Licbha, lt>ahder der Musik in eine Gesellschaft, die sich regelmäßig versammeln, ..um sich über Vervollkommnung sowohl der Lyeorie al» Praxis du dienTonkunst zu berathschlagen und dafür zu wirken. Die merkwür-digsten derselben sind die filarmonische Gesellschaft z«Verona, gestiftet im rüten Jahrhundert; die filarmonischeGesellschaft zu Bologna, gestiftet 1Ü22 von Dr. Girolam»Giacobbx; die arkadische Gesellschaft zu Rom, gestiftetgegen das Ende des i7ten Jahrhunderts; die 80010x7- »k an-ceaiir Alusio z« London, welche durch Aufführung alt!!Musterwerke das Andenken derselben zu erhalten sucht; das Con>servatorium zu Paris (s. d.) ; die von Fasch 1789 gestiftet«Singakademie zu Berlin; die seit 1M2 zu St. Petersburgbestehende filar in »Nische Gesellschaft. — Die Akademie» lüwder bildenden Künste sind öffentliche Lehranstalten für bildend«Künste, und werden öfters auch Mahler-, richtiger aberAei- ^chenakademien genannt, da eigentlich das Zeichnen in dr» 7^meisten die Hauptbeschäftigung ist. Ihre Anzahl ist so groß, da-wir uns auf Angabe der wichtigern beschränken müssen. Liesesind in Italien zu Venedig, Florenz, Rom, Mailand (angeblich Uvon Leonardo da Vinci gestiftet), zu Bologna, Parma, Padua, ^Mantua, Turin, Neapel, Genua; in Deutschland zu Nürnberg, «Berlin, Dresden, Meißen, Leipzig, Augsburg, Wien, Manhei«, ^Düsseldorf, Stuttgart, München, Cassel, Weimar, Mainz; in Frank- ,reich zu Paris, Bordeaux, Aix, Lmicn«, Luxcrre, Besanqo», ?.Chalons, Dijvn, Lyon, Marseille, Metz, Pau, Rouen, Toulouse». s. w.; in England zu London und zu Edinburgh; in Däne, ^mark zu Copcnhagen; i» Schweden zu Stockholm; in Spanic» , szu Madrid, Valencia, Saragossa; in dem Königreich der Nie- ^verlande zu Gent, Brügge, Antwerpen, Brüssel, Amsterdam; ^in Rußland endlich zu Petersburg. — Frankreich hat außerdemauch ein« Akademie der Baukunst zu Paris, — In diesen Allstal-ten wird Unterricht in allen Theilen der Zeichenkunst ertheilt. Da ^die menschliche Gestalt einer der wichtigsten Theile ist, so wird N ^billig auch als solcher behandelt, und weil von der Kenntniß der "Knochen und Muskfln, ihrer Bewegunacn, Spannungen und An- ^schwellungen alle Richtigkeit, aller Ausdruck abhängt, so ist an»>tomischcS Studium für die angehenden Künstler hier eine Haupt-angelegenheit. Ihr zunächst kommt Studium der Linear- und ^Luftverspective, um zu wissen, wie Gegenstände, nach den Gra- ^den ihrer Entfernung richtig und täuschend darzustellen seyen. Ef sokfolgt Unterricht über Anordnung, Gruppirung, Ausdruck der L«>-denschaslen, Eostnmc, Mythologie, Kunstgeschichte und Kunstlheo-rie, da alles theoretisch und practisch zugleich gelehrt werd.dem Ende müssen theils Sammlungen von Kunstwerken vorha»-den seyn, theils muß i^m Jünglinge Gelegenheit verschafft wer- ^den, die Form des menU)lichen Körpers nach der Natur zu pru-fen. Übrigens ist es eine ausfallende, aber nur zu gegründete,Erfahrung, daß diese Akademien ihren Zweck wenig oder gar nicht ^erreichen, und daß seit ihrer Existenz keine Künstler mehr gebildet