Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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48 Alarich

entdeckt, Vlaman Nr floh nach Benedkg, und als der Cardinal,- da,unter dem Namen Clemens VH., den päpstlichen Stuhl bestieg, baivon dort nach Frankreich. Als aber die Unfälle, welche diese» HePapst trafen, Florenz Gelegenheit nahen, sich frei zu machen Ho(l 527 )/ kehrte Alamanni dahin zurück. Sein Vaterland schickte waihn in Geschäften »ach Genua. Hier gewann Andreas Doria ihn einlieb, und nahm ihn mit sich nach Spanien, wohin er mit seiner sielFlotte abging, auf welcher bald darauf Carl V. nach Italien kam, fallum die Angelegenheiten von Florenz zu ordnen, und es den Mc- listdicis gänzlich zu unterwerfen. Nach dieser neuen Revolution ging S«nAlamanni, geächtet von dem Herzog Alexander, wieder nach st»Frankreich, wo die Wohlthaten Franz I. ihn zurückhielten. Er «rgverfaßte hier den größten Theil seiner Werke. Der König schätzte ichihn so hoch, daß er nach dem Frieden von Crespi im I. 1544 ihn Dials seinen Gesandten an Carl V. schickte» Alamanni vollzog l«nseinen Auftrag mit vieler Geschicklichkeit. In gleichem Ansehen anstand er bei Heinrich Ik., der ihn ebenfalls zu mehrern Unterhand- Sfilungen gebrauchte. Er folgte dem Hofe, und war mit demselben reuzu Amboise, als ihn die Ruhr befiel, an' welcher er 15-6 starb.

Die vorzüglichsten Werke, welche er hinterlassen, sind eint Gamm- °eilung Gedichte, unter dem Titel: Opers ss'oscsins: ein Lehrgedicht, "nIn Evlcivsrione, dem er am meisten sein«» Ruhm verdankt: fer- 'chner Virono ab Eorreso, ein Heldengedicht in 24 Gesänge» s i, v«>^VÄi-cchiäo, ein episches Gedicht, ebenfalls in 24 Gesängenbiois, v«ein Lustspiel in sogenannte» veröl säinccioli, und eine Anzahl !stEpigramme. Die vorzüglichsten Eigenschaften dieser zahlreichenWerke sind Leichtigkeit, Klarheit Und Reinheit des StylS; übet Anur zu oft fehlt ihnen Kraft und dichterischer Schwung. 77 ,

«Alarich, König der Gothen-, der menschlichste von alles "a

jenen Eroberern, welche auf das römische Reich einbrachen. DieGeschichte erwähnt seiner zuerst im Jahre ZyZ, wo die Gothen sich 5 s!mit den Heeren TheodosiuS des Großen vereinigten, um dks Hub-neu, welche das abendländische Kaiserthum bedrohten, zu bekric»gen. Aber eben dieses Bündniß zeigte Alarich ds« Schwäche des Lrömischen Reichs, und führte ihn ^ zu dem Entschluß, es selbst an- A

zugreilen. Er fing an, sich in die stznern Angelegenheiten Zu mi- K

schen . und ward bald ein lästiger Freund und gefährlicher Beschul-zer. Seine Plane fanden am Hofe selbst Beförderer. Rusin, derVormund des Arcadlus nach TheodosiuS Tode, reizte Alarich U,ins geheim an, in Griechenland einzufallen, und bewog ihn um stleichter dazu, da er ihn sogar mit bedeutenden Geldsummen unter- ^stützte. Bald sah man den Anführer der Gothen Pannonien, Mc»cedonien und Thessalien verwüsten, und die herrlichsten DSnkmä- H,ler der Kunst mit Feuer und Schwert vernichten, bis Stilicv miteinem mächtigen römischen Heere herbeikam, unb nach mehrere»' ^Gefechten die Gothen dergestalt in ihrem Lager einschloß, daß hgihr Untergang unvermeidlich schien. Aber eben diese scheinbar«' Z,

Gswißheit'rcttete sie. Stilicv verließ das Heer, um den Reli- ur

gsvnsf.sten der Griechen beizuwohnen; diesen Augenblick benutzteAlarich, durchbrach das Bollwerk der RöMer, und machte sich gein wenig Tagen zum Meister voll Epirus. Jetzt sah dcr mor- x

genländsschr Kaiser kein anderes Ketrungsmittcl, als Alarich sej

die Ober- -rrschaft voll Zllhrien abzurosten , welcher, nachdem ek Xszwin König der Westgerhen ausgerufen worden, unverzüglich daraus