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,al,. dachte, da« abendländische Kaiserthum zu bekriegen. Er rief die Bar-es baren von den Ufern der Donau herbei, versammelte ein zahlreichessA Heer, und versprach ihnen die Plünderung Roms und Italiens.x>en Honorius vermochte nur schwachen Widerstand zu leisten, und schonwar er in Lsti belagert und der Übergabe nahe, als Stilrco mitjhn einem Heere aus Gallien und Germanien den Gothenkönig über-fiel, und in seinen eigenen Berschanzungen belagerte. Dieser Un-fall schlug jedoch Alarichs Muth nicht nieder, aber eine Kricgs-bist verschaffte den Römern den Sieg. Sie griffen die erst vor kur-inq zem zum Arianismus bekehrten Gothen an dem Osterfeste an, des-sch sen Heiligkeit diese durch ein Gefecht zu entweihen glaubten. Siegr ergriffen daher die Waffen nicht, um zu siegen, sondern nur sichzu vertheidigen, und ihr Fußvolk erlitt eine vollständige Niederlage,chn Die ganz« Beute Griechenlands und die Gemahlin Alarichs sie-len den Siegern in die Hände. Dennoch marschirte Alarich^ an der Spitze seiner Reiterei auf Rom los, und verbreitete sogroße« Schrecken, daß man versuchte, seinen Rückzug durch die Zu-^ rückgabe seiner Gemahlin und seiner Schätze zu erkaufen. Er aberverweigerte ihn, und wollte sich Berona's bemächtigen. Doch auf' dem Marsche dahin ward er von den römischen Legionen überfallen,und »och vollständiger geschlagen als das erstemal. Jetzt mußteer Italien verlassen, das zwar diesmal gerettet war, dessen Schön-
1, heit und Fruchtbarkeit aber die Barbaren genugsam kennen gelernthatten, um bald einen neuen Versuch zu wagen. Schnell war einneues nach Beute begieriges Heer unter Alarichs Fahnen vcv-
^ sammelt, mit welchem er an den Ufern des Po erschien, und die^ Städte Ober-Italiens plünderte, während man in Rom seinerOhnmacht spotten zu können glaubte. HonoriuS floh nach Raven-22 na, Alarich aber näherte sich ohne Hinderniß der Hauptstadt,und schloß sie mit seinem Heere ein. Doch gerührt durch die Bit-iL *rn der Römer, oder ihre Verzweiflung fürchtend, begnügte ersich mit gooo Pfund Gold, zo,ooo Pfund Silber, 4000 seidene»^ Gewändern,. zooo Stück feinem Scharlachtuch und zooo Pfund2) Pfeffer, und hob die Belagerung auf. Mit dieser Beute berei-
2, chert nahmen die Gothen ihre Winterquartiere in Loscana. DieFurcht hatte dem Kaiser und steinen Ministern die entehrendsten
^ Versprechungen entrissen, deren Erfüllung sie später verweigerten.^ Alarich, empört durch diesen Trotz der Überwundenen, rückte aufsck vor Rom, das zum zweitenmal durch Auslieferung seiner
s» Reichthümer seine Mauern rettete. Llarich aber verschmähte einex, Krone, dje ^ seinen Händen war, und verlieh sie dem Attala,zj Hochmuth diesen von ihm geschaffenen Kaiser mißhandelnd,
ä- Hdvorius Minister indeß richteten von Ravenna aus abwechselnd^ Huten und Drohungen an Atari ch, und liehen diesem dadurch
en rinen neuen Vorwand, den Krieg wieder anzufangen. Rom ward
drittenmal angegriffen, und mußte jetzt die Fahnen der Bar-re auf seinen Mauern wehen sehen. Die durch neun siegreiche
i- aufgehäuften Schätze verschwanden in drei Lagen,
tt ^ Ef Beherrscherin der Welt trug jetzt die Fesseln, die sie
den Völkern angelegt. Nur das Eigenthum der Kirchen wurde°»t, und sie selbst als unverletzliche Zufluchtsörter betrachtet.^^r fürchtete einen länger» Aufenthalt in Rom fürer ' und brach mit seinem Heere aus, um Sicilien und
af ^ erobern. Er verwüstete Eampanien, Apulien und Ea-
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