So Albant AibinuS
labrien, und war im Begriff sich einzuschiffenals ihn der Tod iiCorentia überraschte. Man begrub ihn in dem Flußbette des Bit ^sento, damit seine Asche nicht von den Römern aufgefunden werd»mochte. Während die Gothen sich der Verzweiflung Hingabe,feierte Rom und Italien öffentliche Feste; Sicilien und Afrik« ?sahen sich von der ihnen drohenden Gefahr befreit, und die Wellgenoß eines Augenblicks der Ruhe. Aber der Weg nach Rom wai ^den Barbaren durch Alarich gezeigt, durch ihn hatten sie du ^Ohnmacht der ehemaligen Königin der Welt kennen gelernt. ^ iAlbani (Francesco), ein berühmter Mahler, geboren zu Bmlogna 1578. Er besuchte zuerst die Schule des Niederländers Dionyi ^ ?Calvart, der in Bologna einen großen Ruf hgste, und gehörn f ^bald zu den ausgezeichnetsten Schülern desselben. Neben Dominichb ' .no, mit dem ihn Neigung für die Kunst und Freundschaft euz "gr,verbanden, arbeitete er hier mehrere Jahre, und in der Art du ^Farbengebung bemerkt man zwischen Beiden einige Ähnlichkeit ^Aber in der Eigenthümlichkeit der Erfindung übertrifft er sein» A,Freund, so wie alle seine Nebenbuhler aus der Schule CalvartS.Mengs erhebt ihn in Ansehung des Studiums weiblicher Gestal-ten über alle Maler, ein Urtheil, dem wir jedoch nicht unbedingtbeistimmen können. Die Compositionen, welche man am häufigste»von ihm sieht, sind die schlafende LZenus, Diana im Bade, Dana- ^auf dem Lager, Galathea auf dem Meere, Europa auf dem Stiere. ^Meisterhaft ist auf allen seinen Gemählden die eigenthümliche Forlides Laubes und der Bäume, die Laulcrkeit der Quellen und Ge> sch,wäffer, die Klarheit der Luft; nur wiederholt er sich darin zu oft.Biblische Gegenstände hat er weniger für seinen Pinsel gewählt. Lü tenvon ihm in dieser Gattung vorhandenen Gemälde zeichnen sich vor-nehmlich durch die Schönheit der Enaelsköpfe aus. Im Allgemein»gelangen ihm Bilder von geringerm Umfang am vollkommenst», heiEr hatte»'» Rom und Bologna eine zahlreiche Schule. Die Selch-ler Guido's, Mit dem er rivalisirte, warfen ihm Weichlichkeit und ^Kraftlosigkeit des Styls vor, und behaupteten, daß er männlich» wuGestalten keinen Adel zu geben verstehe. Wahr ist es, daß er all« gruDarstellungen, für welche Feuer, Enthusiasmus und Begeisterung g;,gehörten, sorgfältig vermied; und nicht mit Unrecht hat man ih» aiicden Anakreozi der Mahler genannt. Aber die Beschränkung, in der z^rer sich stets hielt, schadete ihm nach und nach, und war Ursache, ter>daß er bereits seinen Ruhm überlebt hatte, als er im I. iböo „n!in einem hohen Alter starb. Er hat mehrere Schriften hinterlaß unlsen, die uns Malvasia aufbehalten hat. nib
Albinus (Bernhard Siegfried), ursprünglich Weiß, einer zzxder größten Anatomen, den die Aczneikunde nennt, war iüy7 j» benFrankfurt an der Oder geboren und starb 1770 zu Leyden, nachdem Mer 50 Jahre das Lehramt dort verwaltet. Unterrichtet von seinem all,als Lehrer der Medicin ebenfalls rühmlich bekannten Vater, und z»evon den berühmten Professoren der levdencr Schule, Rau, Bidloo, pe,Voerhaave, ging er dennoch 1718 nach Frankreich, wo er mit Wies- W.low und Senac in Verbindung trat, mit denen er nachher jene desder Anatomie, ihrer Lieblingswiffenschaft, so nützliche Eorresp»"- derden; unterhielt. Er war einer der ersten, weiche den Impuls auf- dennahmen, den damals das System Bocrhaavc's der Anatomie gab. BjDies System, welches die Phänomene der thierischen Ökonomie nicht lflechemisch, sondern mechanisch erklärte, machte ein genaueres Siu> Bi