Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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2 6 AleibiadkS

ten; man müsse vielmehr Athen und Sparta, einer nach dem W eib!dern, aufreiben. Tissaphernes befolgte diesen Rath, und gönnt« alt.den Atheniensern einige Erleichterung. Diese hatten damals n mitSamos bedeutende Streilkräfte. Alcibiades ließ den Bcfehlshadm her«eröffnen : wenn sie Hie Ausgelassenheit des Volks unterdrücken, mt nurdie Regierung in ffie Hände der Vornehmen geben würden, !« Ee«wolle er ihnen die Freundschaft des Tissaphernes verschaffen, u«t erdie Vereinigung der phönicischen Flotte mit der lacedämvnisch« flöjhindern. Diese Federung ward bewilligt, und Pisander von ihm dienach Athen geschickt, der die Regierung einem aus vierhundmPersonen bestehenden Rathe übergeben ließ. Als dies« aber «ich 8tdaran dachten, Alcibiades zurückzuberufen, übertrug ihm die Arm Bavon Samos den Oberbefehl mit her Auffoderuug, auf der Sieb Ernach Athen zu gehen und die Tyrannen zu stürzen. Er wollte je Nadoch nicht in sein Vaterland zurückkehren, bevor er ihm nicht « tarnkge Dienste geleistet. Er griff daher die von Mindarus befehlig derFlotte oer Lacedämonier an, und schlug sie völlig. Als er hier-«s ralzu Tissaphernes zurückgekehrt war, ließ dieser ihm, um vor sein» MKönige nicht als Theilnchmer an jener Unternehmung zu erschein«, g°'in Sardes verhaften. Alcibiades aber fand Mittel zu entkomm« de>stellte sich an die Spitze der Armee, schlug die Lacedämonier TlPerser bei Eyzicus zu Wasser und zu Lande, nahm Cyzicus, Ch^ jm«edon und Byzant, gab den Atheniensern die Herrschaft des M« 'bsres wieder, und kehrte jetzt in sein Vaterland zurück, wohin «»ihn auf des Eritias Vorschlag zurückberufen hatte. Hier ward r >7Mit allgemeinem Enthusiasmus empfangen, da die Athenkenfer sei«! deVerbannung als die Ürsach aller bisherigen Unglücksfälle ansah«

Doch dieser Triumph war von kurzer Lauer. Man sandte isibald mit hundert Schiffen wieder nach Asien. Da man aber da LaSold für die Mannschaft nicht schickte, sah er sich genöthigt, HV "hin Carien zu suchen, und übergab das Kommando inzwischen d« K«Antiochus. Dieser wurde vom Lysander in einen Hinterhalt gelolt nound verlor das Leben und einen Theil seiner Schiffe. Diesen B«'fall benutzten des Alcibiades Feinde, um ihn anzuklagen und ar "dere Anführer ernennen zu lassen. Alcibiades ging nach Partys.» «Thracien, versammelte hier Truppen und bekriegte die freien Ti« ^cier. Er machte ansehnliche Beute, und sicherte die Ruhe der b- «cnachbauten griechischen Städte. Die athenicnsische Flotte lagp ^mals bei Agos Potamos. Er machte die Anführer auf die ihnen d« l!hende Gefahr aufmerksam, rieth ihnen nach SestoS zu gehen,

Hot ihnen seinen Beistand an, um den Lysander entweder zu «>"' ?

Schlacht oder zum Frieden zu zwingen. Sie gingen aber Mdarauf ein, und wurden bald darauf gänzlich geschlagen. Alcu^ „des, der die Macht der Lacedämonier fürchtete, begab sich .Bithnnien, und wollte von da zum Artaxerxes gehen, um »

sein Vaterland zu gewinnen. Indeß hatten die dreißig Tyra»»« ^welche Lysander in Äthen eingesetzt, diesen gebeten, ihn ermorden d . ^lassen. Lnsandcr aber hatte sich dessen geweigert, bis er. den W'«dazu von seinem Vaterlands erhielt. Ertrug die Vollziehung dem

nabazus auf. Alcibiades war damals mit der Timandra, seiner seil' ^

ten, auf einem Schlosse in Phrygken. Hier zündeten des Ph^ . ^bazus Helfer bei Nacht sein Haus an, und ertchosscn ihn m>t P« ^len, als er sich schon aus der Feuersbrunst gerettet hatte. Tima>>° ^bestattete seinen Leichnam mit gebührender Ehre. So endig« ^