Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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Alexander der Große

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frieden mit dem Blute des Sohns, ließ Alexander auch den Vaterheimlich umbringen. Diese Ungerechtigkeit erregte allgemeinesMißvergnügen. Zugleich drohten in Griechenland der MachtAlexanders große Gefahren. Agis, König von Sparta, hatteZo,ooc> Mann versammelt, um das macedonische Joch zu zertrüm-mern; aber Antipater eilte mit einem starken Heere herbei, schlugdie Spartaner und lös'te dadurch das Bündniß der Griechen auf.Alexander durchzog indeß mitten im Winter den Norden von Asien,weder durch den Caucasus noch durch den Orus gehemmt, undkam bis zu dem caspischen Meere, das die Einwohner Griechen-lands damals noch nicht kannten. Unersättlich nach Ruhm undEroberungen durstend, verschonte, er selbst die rohen Horden derScythen nicht. Nach seiner Rückkehr nach Bactriana hoffte Alexan-der durch Annäherung in Tracht und Sitten die Perser zu gewin-nen; aber diese Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Die Unzufkie-denheit der Armee, welche sich zugleich auss neue äußerte, gabzu jener betrübten Scene Anlaß, deren Opfer Clitus ward.Alexander, dessen Stolz er beleidigt hatte, tödtete ihn bei einemTrinkgelag mit eigner Hand. Clitus war einer feiner treuestenFreunde und tapfersten Feldherrn, und Alexander fühlte nachherdie bitterste Reue über die unglückliche That. Im folgenden Jahresetzte er seine Eroberungen fort und unterwarf sich ganz Sogdiana.Oryantes, einer der feindlichen Anführer, halte seine Familie aufeme Felsenfeste in Sicherheit gebracht. Die Macedonier erstürm-ten sie. Unter den Gefangenen befand sich Roxane, des Oxyan»tes Tochter, eine der schönsten Jungfrauen Asiens, mit welcherAlexander sich vermählte. Auf die Nachricht davon unterwarf sichOryantes und kam nach Bactra, wo Alexander ihm mit Auszeich-nung begegnete. Hier wurde eine neue Verschwörung entdeckt,°^rcn «spitze Hermolaus stand und unter deren Lheilnehmern^all.sthenes war. Alle Schuldigen wurden zum.Tode verurtheilt,^allisthenes aber grausam verstümmelt in einem eisernen Käsig demnachgefühlt, bis er durch Gift seine Martern endigte,r-n - der jetzt keine Feinde mehr vor sich hatte, wollte de-ßs" ?n der Ferne aufsuchen. Das kaum dem Namen nach bekannte? ."Etc ihm eine würdig- Eroberung und er richtete seinenEr ging über den Indus und schloß mit Tapilus»

„ ? Fürsten der Landschaft, ein Bündniß, das ihm HülfstruppenElephanten verschaffte. Bon Tapilus geführt marschirteK-mi Hydaspes, dessen Übergang Porus, ein anderer indischerlieae- seinem ganzen Heere streitig machte. Alerander be-

ibn ^"er blutigen Schlacht, nahm ihn gefangen, setzte

nicke r ^ Hin Reich wieder ein. Darauf durchzog er Indienweb--- ° . als Feind, sondern als Herr des Landes. Er legte7o Stsd?r"chüche Calvinen an, und erbaute, nach Plutarch,Pferd-- denen er eine, seinem am Hyoaspes gctödleten

bis an ^ren, Ducephalia nannte. Siegtrunken wollte er jetztArm-, m vordringen, als das allgemeine Murren der

werksteü' e ^ Rückkehr zwang, die er unter großen Gefahren be-eine " den Hydaspes wieder erreicht hatte, ließ er

Fluß d.'n-l, und schiffte mit einem Theil seines Heeres den

diesem ir,,-». der andere an beiden Ufern folgte. Auf

bei der ^ er mehrere indische Fürsten zu bekämpfen, und

Belagerung einer Stadt der Mallier wurde er schwer ver-