72 Al marco Almosen
meine, der ander» kleiner ist, und zieht den kleinern von dem gi-meinen ab, den Rest schreibt man dem qrößern zur Rechten gcgi»,über, zieht den gemeinen Werth von den, größer» ab, und schreibtden Rest dem kleinern gegenüber zur Rechten. Z. Diese beide»Aahlen, welche zur Rechten zu stehen kommen, zeigen an, in wcl-ch-.r Proportion beiderlei Arten mit einander vermischt werd»müssen, damit der gesetzte gemeine Werth herauskomme. Z. B.es lallen zweierlei Weine, wovon ein Maß der einen Sorte rü Gr. undder andern 4 Gr. kostet, also vermischt werden, daß ein Maß vs»dem vermischten nur 12 Gr. kostet; so steht der Satz folgendermaßen,
4 — 4
^ 12 — 16—8
Nun spricht man 4 von 12 bleibt 8, und is von 16 bleibt 4; mit-hin dürfen unter 8 Maß von der bessern Sorte nur 4 Maß ve«der geringern Sorte gemischt werden, wenn der Milchlingswei»den verlangten Mittelpreis von 12 Gr. haben soll. Denn 2 Maszu 16 Gr. machen z2 Gr. , und hierzu ein Maß von 4 Gr. machtin Z Maß zusammen Z6 Gr., und 8 Maß K 12 Gr. machen eben-falls Z6 Gr., oder auf folgende Art: Ein Weinhändler will Wci»M. 28 Rthlr das Oxthoft mit Wein zu Z2 Rthlr. vermischen, da-mit die Mischung 28 Rthlr. werth sey; wieviel muß er van jederSorte nehmen? Er sage hier: wie 28—25 zu —28, oder wieZ zu 2, ,o die Menge des bessern Weines zu der Menge detstill,chrcrn. Das ist, er muß H Oxthoft vom bessern und -f- Oxthoftvoiii schlechter» zu i Oxthvst nehmen. Oder es soll iglötbigeiSilber mit ylölhigein vermilcht werden, daß die Mischung i2lblh>zwerde, w,c wiel muß man von jeder Sorte ssehmen? Man sage,wie 12---y zu 14 —12. oder wie Z:2< so die Meng- des i-jlöthi-gen zu der Menge des ylöthigen. X.
Al marco wird beim Münzwesen und Geldhandel gesagt,wenn man anzeigen will, daß eine gewisse Anzahl von ausgepräg-ten Münziorten nur im Ganzen nach dem Gewicht der Mark beider Münze ausgcstückeit, und beim G-ldbandel angenommen wer-de: oder daß man bei Abwicguna und Würdigung der Münzsorttanicht auf das Gewicht und den Werth der einzelnen Stucke, son-dern »r ius die ganze Mark Rücksicht nehme. Z. B. mau stückeltund münzt eine Mark Silber in Groschen aus, söhne dabei jede«einzelnen Groschen ein und eben dasselbe Gewicht zu geben, welche«zu schwierig und kostspielig seyn würde; oder eine cöluische MarkGold soll zu 67 vollwichtigen Dursten, gleich 4864 holländischenAssen schwer, ausgestückelt und ausgemünzt werden; so kann derFall beim Ausstückeln doch eintreten, daß zum volley Markgcwicht68 Stück, und durch den Gebrauch beim Geldverkchr wohl 6y undmehr Stück erfodert werden, in diesen Fällen nimmt man sie nichtstückweise aks einzelne Ducaten ^7 67 auf die cöluische Mark an,sondern nur für den Werth von 67 Stück nach dem Markgcwicht oderAl'marco. AZamit man nun gleich aM die Richtigkeit des wah-ren Werthes der Geldpackete von den verschiedenen Geldsorle»schließen kann, wird bei jeder Summe das Markgcwicht hinzuge-fügt; und sind die einzelnen Stücke einer Sorte ungleich, nochdabei Al marco hinzugesetzt, wie z. B. jetzt mit den Laubrha-lcrn. X.
Almosen. Die Wohlthätigkeit Fegen Arme äußert sichAlmosengeben, und ist eine von bey unvollkommenen Rächstenpflich'