Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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8» > Amalgam»

A »quicken. Mit der eingeführten Amalgamationsmethode ha! Kin Europa die Hüttenkunde und Metallurgie eine neue Epoche ä,< ck

gefangen. Das Quecksilber (s. diesen Art.) läßt sich mit den Mo fa

lallen auf eine doppelte Art zum Amalgam« machen: cntwo be

der durch Reiben desselben mit dem gehörig zerstückten Metall!, di

oder durch Schmelzen der Metalle und Hinzumischen desQueckftl, vcbers. Allein die letztere Art laßt sich nicht Hut bei solchen Mc- Slallen anwenden, die zum Schmelzen eine größere Hitze erfodera, zuals die Siedhitze des Quecksilbers, weil dann dasselbe i» Dämpft vcverwandelt und als Rauch fortgehen wird. Hingegen ein Amal- segania, das mit Metallkalktheilen verunreinigt ist, kann man durä niWaschen mit Wasser reinigen. Schon die Alten amalgamicren ge> dedilgene» Gold, wie Plinius lid. Z3, eap. g, und Bilrusius 1ik>.7, Scop. 8 erzählen. Dem Erster» zufolge schüttete man Goldschliä Lciino Quecksilber in irdene Kruge, die man mir Tüchern bedeckte u»> Eso lange rurrelte, bis das Gold aufgelös't und die fremden Stoffe inüber dem Quecksilber schwimmend abgesondert waren. Das Amab negama ward durch Felle gedrückt und endlich abgerauchr. Lieft u>Am algamation im Kleinen ward später in Mörsern oder steinerner chGesäßen vorgenommen, tvobei man das Golderz vorher durch Essig silund Alaun beizte, um das Gold vom Kiese abzusondern. Noch st,spater ward di« Amalgamation auch auf Silber angewandt, un» inin Amerika zuerst 1566 von -dem Spanier Don Pedro Fernands sildc Velasco, ,m Königreiche Mexico, und 7571 oder 1574 auch im diKönigreiche Peru, aber noch aiss eine sehr unvollkommene Art im r»Großen getrieven. Man schüttete die Gold - oder Silberschlich!unter Schuppen in Hausen auf, befeuchtete sie mit Wasser, und it«goß Quecksilber darauf. Diese Mischung, welche sich wegen der defeuchten Kiese leicht erhitzte, wurde durch Treten oder Umschauiel» diinniger vereinigt. Nach einigen Wochen sonderte man das entstör- jedene Amalgama durch Waschen mit Wasser ab. Auch machte der SSpanier Johann de Cordova 1588 mit böhmischen Erzen aus Kai- hl

temberge schon Amal'gamationsversuche, die aber nicht glücklich ab- ss

liefen. Nach dieser Zeit schritt die Vervollkommnung der Amalga- >r

mat'vn auf zwei verschiedenen Wegen fort. Einige suchten der dl

Hauptvortheil in der erregten Wärme, wie der spanische Pfarrrr B

Alon 0 Barba in der Provinz Charcas des amerikanischen König- di

reichs Peru l6oy, indem er das Erz mit Wasser und Quecksilber K

in kupfernen Kesseln kochen ließ; Andere in der beschl.unigteli C

Bewegung und Verdünnung des Schlichs mit Wasser, woraus di« tr

sogenannten Quickmühlen entstunden. In Europa stellte der kai- T

serlich österreichische Horrath Ignatz Freiherr von Born in Ui» »

gärn, zu Ende des igten Jahrhunderts, die Kunst des Alonsp Barba, » a!nur in weit vollkommener Gestalt, sowohl auf dem warmen als is

kalten Wcae wieder her, und machte sein Verfahren in der Schrift« di

über das Änquicken der gold- und silberartigen Erze, Mol-steine, H-

SchwarzcUvier und Hüttenspeisen, von Ignatz, Edlen von Born st-, U

Wien 77-56, bekannt. Nun wurden die oben genannten Quickmüh- »

le» besser befunden und weiter verändert. Anstatt der stehend!» ck

Butterfässer, worin man viel Quecksilber zerstreute, wurden völlig u

verschlossene Fässer angebracht, worin dieBewegung nur durch einc» v

gemäßigten Horizontalen Umschwung erhalten wird. Nach der Be- °

kaniitw.rdunq der dornschen Manier sing auch der verstorbene sächsisasi »

LberhütlenverwaiterGellertan zuarbeiten, und fand nach mehrere» «