Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
81
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Auibrssius 8r

bat Nersuchen im Kleinen und im Großen, baß das kalke Anqui-z„ cken weit vortheilhafter sey. alS das warme. Nun erst be-Siu fahl der König von Sechsen, noch „lS Churfürst, auf der .pa,s! rückev!> bei Freiberg ein AmalgamatioNSw.rk zu erbauen, una vertrauteIle, die Ausführung dem verstorbcnen sächsischen Vice-Lerghauplmannbil, von Charpentilr. Dieses Amalgamationswerk ist das größte inNe- Europa für vi« kalte Amalgamativ», und kann der ganzen Weltre, zum Muster dienen. 1792 brannte es zwar ab, aber es ward nochpse vollkommener wieder erbaut, mit einem Feuerspritzendruckwerke ver-,al> sehen, und ist seit 179» in ununterbrochenem Fortgange. Allein>rch nicht alle Erze sind mit Bortheil zum Lnquicken brauchbar, sen-ge. dern Nur die sogenannten dürren und kiesigen Silbererze, deren.7, Silbecgehalt nicht unter ein Loth, und nicht über vier Mark sechslich Loth oder siebenzig Loth im Centner ist. Auf zehn Eentner fotchenu>> ErzeS werden ein Centner Salz, und wenn das Erz nachher.ge-,ff< mahlen ist, auf zehn Eentner fünf Centner Quecksilber, dreiCent-ab ner Wasser, und üü bis 67 Pfund dünne Ei,enblälkchen gemischt,ich und diese ganze Masse kommt alsdann in kin Anquicksaß, in wei-le« chem nach sechzehn bis achtzehn Stunden das Siloer mit d-mQueck-siiz silber sich in dem Anquickbrei vereinigt hat. Weitlauftig und voll-vch ständig ist das ganze Werk, weiches nebst der Feuer - oderDampf-w» Maschine die vollendetsten Schöpfungen des verflossenen Jahrhundertstef sind, und das Amaigamirversahren beschrieben: B. Z, S. 71 ff.

im der Erdbeschreibung der churfücstl. und herzogt, sächsischen Lanoe,

im von F. G. Levnhardi, zle Lust., Leipzig 1304. L.

ch, Ambrosius (der heilige), ein berühmter Kirchenvater, gebo-l»d ken gegen das Jahr Z40, wahrscheinlich zu Trier, wo sein Baker,

du der Präfectus Prätorio war, als Statthalter von Gallien zu »fi-el» dircn pflegte. Schon in der Wiege empfing er ein glückliches Vor-

ni- jeichen. Ein Bienenschwarm bedeckte das Gesicht des im Hofe des

u! Schlosses schlummernden Knaben, und als die erschrockene Amme

ab herbeieilte, sah sie erstaunt, wie in seinem Munde die Bienen ein-

id- Und ausgingen, ohne ihm em Leid zu thun, und sich endlich wieder

in die Lüfte erhoben. Sein Vater, eingedenk des ähnlichen Wun-en ders. das vom Plato erzählt wird, schloß daraus auf «in« hohe

-er Bestimmung. Seine Erziehung war seinem Stande angemessen»

lg< die geschicktesten Lehrer biloeken seinen Geist und sein Herz. Nach

H Beendigung seiner Studien ^ging AmbrosiuL mit seinem Bruder

e» SatyruS nach Mailand, wo vtidc in die juristische Laufbahn ein-st, traten. Hier zeichnete sich AmbrosiuS so vortheichaft aus, daß

st, Watentinian ihn zum Statthalter der Provinzen zwischen cen Al-

n> »en, dem Mittelländischen Meere, ToScana, der Etsch und dem

!0, , adriatischen Meere machte. Sanftmuth und Weisheit gewannenllt ihm die Achtung und die Liebe der Walter, deren Wohlstand durch

t: den Lrianlsmus zerrüttet wurde, und als der bischöfliche Sitz von

>t, Mailand erledigt worden, ward er einstimmig von den Lrianern

c., Und Katholischen in der Kirche zum Bischof ausgerufen. Lang«

h- weigerte sich AmbrosiuS, ditse Würde, die ihm zugleich eine drü-

kN uende Bürde schien, anzunehmen, uns suchte durch Grausamkeiten

iz und Ausschweifungen den Eifer für sich zu schwächen. Aber alles

ca war umsonst; endlich entflieht er bei Nacht, und glaubt sich auf

ie- dem Wege nach Pavia; statt dessen findet er sich unerwartet üvie-

h« der vor Mailands Thoren. Endlich fügte er sich dem Bwange des

e, Kaisers, empfing die Taufe, da er btsher nur Eatechumene gewee°n,. k.x. ^up»l. B».) 6