Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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Andreas Anevrisma

BIS Du schwitzst, sprlhst und schuttzst t« Sinn,

Hob' ich'« gescht und fahr dahin.

Gefällt dlr'S nicht, wie ich ihm thu',

Mon-S besser, nimm ein Jahr dazu.

Seine Sprache ist die schwäbische. In Lehrstellen, Sentenzen,kurzen Gleichnissen und Gegensätzen ist Andrä besonders glücklich,wie auch in komischen und witzigen Zügen. Er war ein feiendichterischer Kopf, der aber unter dem Geschmack seiner Zeit, undunter andern Geschäften erlüg. Seine deutschen Verse zeigen in»von fern, was er hätte werden kdnnen, seine latelnilw-m Dich»»ringen zeigen zum Theil, was er wirklich war. Aus seiner öst-rAologäs cütisiiAiia haben Herder und Sonntag mehrere« über-setzt; auch hat Ersterer aus seiner Geistlichen Kurzweil Pro-ben gegeben. Weniger bekannt unter uns sind seine ChristlichGenial (Gemählde), Lüb. i6r?. 4. Die Titel seiner übrig«Schriften muffen wir hier übergehen.

Andreas (der heilige) ein Bruder des heiligen Petrus, undder erste Schüler, den Christus wählte. Beide Drüder waren Fi-scher; entsagten aber diesem Geschäfte und folgten dem Erlöser.Andreas Schicksale nach Christus Tode sind ungewiß, die gewöhn-liche Meinung ist, Laß er einige Zeit nachher gekreuzigt worden.Die Moskoviten verehren ihn als denjenigen Apostel, der ihnen-das Evangelium gebracht habe, die Schotten aber als den Schutz-patron ihres Landes. — AndreaSorden, s. Orden.

Anevrisma, die Pulsadergeschwulst, Erweiterung und Aus-dehnung irgend einer Stelle einer Pulsader. Dies ist das eck"Anevrisma; man rechnet aber auch noch hierher das unechte An«'pisma, wenn die Arkerienhäute geöffnet find, und ein Austritt vonBlut in das benachbarte Zellgewebe erfolgt; ferner, wenn dikobere Haut der Arterie, verletzt ist, und die innere Haut derselbendurch die entstandene Öffnung sich ausdehnt, herausdrängt undeinen Sack bildet, das zusammengesetzte Anevrisma; endlich öa«varicöst Anevrisma, die Puls-Blutadcrgeschwulst, wenn bei ei-nem Aderlaß die Vene ganz durchschlagen, und zugleich die obereSeite einer unter derselben liegenden Arterie durchschlagen wirf,Wodurch nun das Blut aus derselben in die Vene dringt. D»echten Anevrismen entstehen theils von dem zu heftigen Andrangdes Blutes, theils von einer, nicht selten vielleicht angekörnt»Schwäche und Schlaffheit der Arterienhäute. Sie find daher bär-tiger an großen Arterienstämme», besonders in der Näh« des Hrr-zens, an dem Bogen der Aorta, und an den äußern Glieder",z. B. in der Knjekehle und an den Rippen, wo die Arterien dur«Ausdehnung und heftige Bewegungen, Anstrengungen des Körper»,Stoßen, Fallen und Quetschungen östern Verletzungen auSgeittzlsind. Es können aber auch, besonders zu den innern Anevrism«,Krankheiten, heftige Blutwallungcn, Genuß hitziger Getränkt,heftig« Leidenschaften und Affectcn, besonders Zorn, Veranlassunggeben, ja ftldst deren Zerreißung und dadurch erfolgenden plotzb'chen Tod, verursachen. Äußere Anevrismen erkennt man ananfangs nur kleinen, runden oder ovalen, in der Gegend e>»«Arterie befindlichen Geschwulst, welche weich, elastisch ist, un° '.welcher man ein dem Pulse gleiches Klopfen bemerkt. D" ^Klopfen hört agf, wenn man die Arterie oberhalb derstark zusammendrückt, es wird wieder fühlbar, sobald der

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