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der an dem .Grabmale fortarbeiten wallte, starb der Papst, ,»> hüauf Lev's Befehl mußte er jetzt nach Florenz gehen, um den B°i krder Fa^ade an der St. Lorenz - Bibliothek zu übernehmen. Ab«auch Seo starb. Unter Adrian VI. arbeitete er einige Statuen st! S-des Julius Grabmal, und eine» Christus, der nachbcr zu Rom i> odder Kirche I^-> lisiinerv-i aufgestellt ward. Clemens VII-, derjhin- ko-auf den päpstlichen Stuhl bestieg, rief Michael Angela wird« henach Rom, und beauftragte ihn mit der Vollendung der nee» rr!Sakristei und der St. Loren;-Bibliothek zu Florenz. Stürmisch! geZeiten folgten, nach deren Verlad er zu den früheren noch d» ze,Auftrag bekam, daß jüngste Gericht in der iixtinischcn Capelle j> obmahlen. Ungern ging der sechzigjährige Künstler an ein Werk, d-I üiseinem Ruhme gefährlich werden konnte. Er, der von Natur M S«verschlossenen Ernst »pd Liefsinn hinneigte, der unter allen Dich- anlern sich am liebsten durch Lante's ungeheuere Gemählde begib abstörte, und durch ein ununterbrochenes Studium der Anatom« Sden "verborgensten Mechanismus der Muskeln erforscht hatte, da wschloß, im Gefühl seiner Kraft, sich einen neuen Weg für dich deArbeit zu bahnen, und in dem Schrecklichen, in der Kraft d«Umrisse, in der Kühnheit der Bewegungen es allen seinen Vor- Agängern zuvorzuthun. So vollendete er 1541 ein Gemählde, d-i «durchaus mißlungen in der Composition, ohne Würde im Ganze», wohne Adel im Einzelnen, abenteuerlich im Detail, zwar nitl b<den Schönheitssinn befriedigt, aber überall den großen und er- «>fahrcnen Künstler zeigt, und mehr für den Künstler-verstand leb« >?reich, als genießbar für Gefühl und Geschmack des Liebhabers ist. ^
Indem es die menschliche Gestalt in allen Wendungen, Lagen «ist ch
Verkürzungen, und den Ausdruck des Staunens, des Schmerzesder Verzweiflung in allen Abstufungen darstellt, ist es als ein iw inerschöpflicher Schatz von Studien zu betrachten. Seine letzten b« "trächtlichen Werke der Mahlerei waren zwei große Gemählde in dir bpaulinischen Capelle, der Fall des Paulus und die Kreuzigung beiPetrus. In der Bildhauerei arbeitete er eine Kreuzesabnaho« "
Christi, eine Gruppe von vier Figuren, aus einem einzigen St»» S
Marmor, leitete überdies die Anlage der Festungswerke einst ^
Theils dieser Stadt, il Borgs genannt, und mußte noch "
den Bau der Peterskirche übernehmen. Er entwarf in 14 Tag" ^
einen Plan dafür, worin er aufs neue die Form des griechisch" ^Kreuzes wählte, die Tribune und die beiden Querschiffe des Kr"- ^
zcs erweiterte, die Kuppel auf einer festen Mauer stützte, »»' ?
eine Vorderseite nach dem Muster der Vorhalle des Pantheon ent- t
warf. Aber er erlebte die Ausführung seines Plans nicht, an demnach seinem Tode noch einiges geändert wurde. Außerdem üb-r-nahm er noch den Bau des Campidoglio, des fsrnesischen Pale-
steS und vieler anderer Gebäude. Auch seine architektonisch" ^
Werke zeichne» sich durch Größe und Kübnheit aus; aber in sei«" ^
Verzierungen zciat sich oft seine ungeregelte, ausschweifende Pba«- ^
taste, die das Ungewöhnliche und Reue dem Einfachen und N' ^schmackvollen vorzieht, --- Seine Gedichte, die er nur als ^
der Phantasie und Zeitvertreib in müßigen Stunde» ansah, ^
holten ebenfalls unverkennbare Beweise eines großen Talents, »st 2stnd mehreren Sammlungen einverleibt, auch einzeln erschi-ch-ch ySeine prosaischcn.'Werke (Vortesungen, Reden, Ciccalate, d. h. säM ^