Angenehm Anglikanische Kirche 93
«»> hafte akademische Vorlesungen) finden sich in der Sammlung derBei krose üorencli.e, und seine Briefe inBottari's 1 ,ett-re ;,iceowcli<-.Ab« Angenehm ist ein Gegenwand, der die Wirkiamkeit dern st! Seele reizt; dies geschieht entweder durch die Vorstellungskraft!M» »der durch die Begeyrungskraft, Jene wird gereizt durch Voll-jhiw kommenheil, Ordnung, Deutlichkeit, Wahrheit, Schönheit, Ncu->ieda heit u. s. n>.. diese durchras Affectreiche, das Zärtliche, Rüh-,em» rende, Feierliche, Große, Wunderbare, Erhabne. Da das An-,lisch genehme, besonders das Sinnlichangenehm« von Empfindung, sub-, di» lectiver Einrichtung, Neigungen u. >. w. abhängt, 10 ist es nichtsle jl »bsolut Gutes, d. h. es paßt Nicht für alle Vernunftwesen; es ist, bei Nichs Objectives, das für das Subject aller vernünftigen Wesenzo» gelten könnte. Der Mensch, als Sinnenwesen, kann aber nichtDich anders, als das Angenehme begehren'und das Unangenehme ver-
egei> adschcüen, und es ist ihm physische Nothwendigkeit, möglichst diestm« Summe des Angenehmen zu vermehren, des Unangenehmen zu Ver-ba Mindern. — Welcher Unterschied zwischen angenehm und schön indies! der Kunst sey, werden wir unter Schön aus einander setzen,t di! An g l ica n i sch e oder e n »lisch e Kir ck e. Sie war vis zu
Bon Anfang des sechzehnten Jahrhunderts ein Theil der katholischen
dei -Kirche, und die Christen an England unterschieden sich bis dahin
uze», weocr durch eine eigenthümliche Gescllschastöverfaffung, noch durchniitl besondere Lehren von andern Christen des Abendlandes. In den, ep ersten Zeilen des sechzehnten Jahrhunderts aber geriekh der Königlebn Heinrich VIII. mit dem Papste, der nicht in seine Scheidung vonz iß. Chatharina von Aragonicn willigen wollte, in einen Streit, wel-imt eher die Folge hatte, daß der König dem Papste den Gehorsamrz-i, aufkündigte und sich selbst für das Oberhaupt, für den ersten Bischofi,»- der Kirche fernes Landes erklärte. Seit dieser Zeit trat die eng-1 bo lische Kirche außer Verbindung mit Rom und bildet« eine beson-
, du dere, für sich bestehende Gesellschaft Im übrigen aber war Hcin-
, dit rich VIII. ein rechtgläubiger und eifriger Catholik, änderte nicht«>HB weder in der Lehre, «och im Kirchenceremoniel, erklärte sich eifrig
Mik gegen die Grundsätze der deutschen und schweizerischen Relormato-
-iml ren, und unterdrückt? die Anhänger derselben in seinen Stgaren.
izsö Unter seinem minderjährigen Sohne aber, Eduard Vl., wardagc» »er Anfang mit der Einführung der Reformation gemacht, und
scheu Nachdem Maria dem Catbolicismus wieder den Sieg aus kurze
Zeit verschafft hatte, ward die neue Lehre unter Elisabethsmü Regierung in dem brittischen Reiche fest gegründet und die Ein-est- 'Nheung der Reformation vollendet. England nahm aber nicht die
dem Lehren der deutschen, sondern der schweizerischen Reformatoren
dir- *n, und «e macht daher die englisch« Kirche einen Theil der
ele- reformirten -aus- Indeß unterscheidet sich die englische Kirche
st,,» wodurch auf eine merkliche Weise von den reformirten Kirchen aki-
iuiii derer-.jiider, daß sie mehrere aus dem Catholicismus herstam-
i:>>- ""nd- Vorstellungsartcn und Gebräuche beibehalten, und einen ce-
K, remonienreichern Cultus eingeführt hat. Sie steht gleichsam in der
,iR Eke zwischkn dem Catholicismus Und dem Protestantismus, unv
rot- ^"cht von den übrigen reformirten Kirchen namentlich darin ab,
Ae °->ß sie die bischöfliche Würde für eine göttliche und nothwendige
u>>- erklärt, eine ununterbrochene Folge wahrer Bischöfe
erz- ersten Ausbreitung des Christenthums an behauptet, den
^Ursprachen dir Kirchenvater ein großes Ansehen zuschreibt, mzd