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schleunig zurückkehrte und den Ptolemäus zum Rückzüge aus Sy-rien nöthigte. Demetrius aber entriß dem Seleucus Babylonwieder. Jetzt schlössen Antigonus, Ptolemäus, Lysimachus undCaffander einen Friedensvertrag, in dessen Folge sie bis zur Voll-jährigkeit des jungen Alexander, der den Königstitel führte, dieLänder behalten sollten, in deren Besitz sie waren. Als aber Cas-sander den jungen König sammt seiner Mutter hatte ermordenlassen, entzündete sich der Krieg aufs neue zwischen den Präten-denten. Antigonus nahm den Königstitel an, mußte aber seinenPlan, Ägypten zu erobern, aufgeben, da ein Theil seiner Flotte,durch Stürme verloren ging und zu Lande Ptolemäus jeden Ein-fall unmöglich machte. -Bald darauf vertrieb sein Sohn Demetriusden Caffander aus ganz Griechenland. Dieser rief den Lysimachusum Beistand an, welcher sich mit einem mächtigen Heere nach Asienbegab; hier stieß auch Seleucus zu ihm. Bei Jpsus in Phrygie»kam es (299 vor Chr. Geb.) zur Schlacht, in welcher der 84jährigeAntigonus blieb.
Ant später, ein Feldherr und vertrauter Freund Philippsvon Macedonien, den Alexander, ais er mit seinem Heere nachAsien zog, als Statthalter über Macedonien zurückließ. Wiewohl erdiesen Posten rühmlich verwaltete, indem er den aufrührerischenStatthalter von Thränen, Memnon, zum Gehorsam zwang unddie nach Unabhängigkeit strebenden Spartaner nach einem hartenKampfe überwand, so gelang es doch der Olympias, ihn demAlexander verdächtig zu machen. Dieser rief den Antipater zu sichnach Asien, und ernannte den Eraterus zum Statthalter von Ma-cedonien. Aber Alexander starb, noch ehe diese Veränderung rnSWerk gerichtet worden, und Antipater behielt zu seinem AntheilMacedonien und Griechenland, und wurde zum Vormunde desKindes ernannt, init welchem Korane schwanger ging. Bald dar-auf hatte er einen Kampf mit dem ganzen verbündeten Griechen-land zu bestehen; anfangs war er unglücklich, als aber LernaluSund Craterus ihm zu Hülfe gekommen waren, unterwarfen sichdie Griechen aufs neue. Diesem Kriege folgte ein andrer mit Per-dicaS, der ebenfalls glücklich geendigt wurde. Antipater starbZ17 vor Chr. Geb. in einem hohen Alter, nachdem er dem Poly-spcrchon die Vormundschaft des jungen Königs anvertraut hatte.Die Beschuldigung, daß Antipater den Alexander habe vergif-te» lassen, ist völlig ohne Grund.
Antiquitäten, s. Alterthümer.
> *Antlsthenes, der Stifter der cynischen Secte, war zuAthen in der Zysten Olympiade geboren. In der Jugend genoß erden Unterricht des Sophisten Gorgias, und trieb einige Zeit dasGeschäft eines Rhetors; aber nachdem er Sokrates gehört hatte,entsagte er bald dem eiteln Schmuck der Beredsamkeit, um sichganz dem Studium der Philosophie zu widmen. Aus SokratesLehren schöpfte er jenen Enthusiasmus für die Tugend, und jenengewaltigen Haß gegen das Laster, wodurch sich die von ihm gestif-tete Schule auszeichnete. Antisthenes, ,der von Sokrates gelernthatte, daß das Glück in der Lugend bestehe, setzte diese Lugendin die Verachtung von Reichthum, Würden, Gelehrsamkeit, Wol-lust. Er wollte Geist und Körper auf das strenge Bedürfniß be-schränken, und trug daher kein Bedenken, öffentlich wie ein Bett-ler, einen Quersack aus dem Rücken, und einen Stock in der Hand,