Aristoteles n?
I. 337 das Leben verloren hatte, stieg kllerondcr auf den Thron,l ^ und'stellte aus Liebe für seinen Lehrer die Stadt Staaira nneder'
' ^ her, welche Phi ipp zerstört hatte. Aus Dankbarkeit feeerten die
Slagiriten jähr. ch ein Fest, das sie Aristotelia nannten. Auch bewogAruf Aristoteles in der Folge seinen Schüler, die Stadt Eressos, 'die Hei-
math seines geliebten Schülers Theophrast, zu verschönern. Es schernt^ JE ^emiß, daß Aristoteles wenigstens ein Jahr bet Alerander "ach temerwio Thronbesteigung blieb, und man behauptet, daß er sich dann nach Athen^ hegab. Ammonius jedoch sagt, daß er seinem Zöglinge aus ernem- Theil seiner Züge gefolgt sey, und wirklich ist dies nicht unwahr-" ", scheiniich, denn man begreift kaum, wie alle die Thiere Hütten""st nach Athen geschickt werden können, von denen Aristoteles erne,so" genaue anatomische Beschreibung gibt, daß er sie zerlegt haben"st muß. Man kann wenigstens vermuthen, daß er ihm bis Ägypten' folgte, und erst gegen das I. ZZi nach Athen zurückkam, berei-st chert mit den nöthigen Materialien für seine treffliche Geschichterklm dxr Thiere. Hier eröffnete Aristoteles eine Schule der Philosophie>uW, in dem Lyceum, einem Gymnasium unfern der Stadt. Zweimal^Hest täglich begab er sich dahin. Der Vormittag war seinen Schmornerrst! gewidmet, und er erklärte ihnen die schwersten Theile der Wrffen-Wrst schaft. Abends ließ er alle diejenigen zu, dlt ihn zu hören wünsch«al D ren, indem er, für alle verständlich und faßlich, von solchen Ge-best genständcn sprach, die mehr das Leben selbst berühren. Demnachen A «erden auch seine Werke in rhetorische und acroamatische emgtitheilt. Im I. 324 vor Chr. Geb. starb Alexander, und Aristo-oord-i teles, seines Beschützers beraubt, sah sich bald von der Berltum-w'W kung angefallen. Die abgeschmackteste' Ersindung derselben warord!», unstreitig, daß er an der angeblichen Ermordung Alexanders Ehen>e genommen habe. Die Atheinenser, die sich noch einmal an die' gdst Spitz« Griechenlands zu stellen hofften, suchten dasselbe gegen Ma-t, «st cedonien zu bewaffnen, undda Aristoteles wegen seiner AnhänglichkeitMi an Philipp, Alexander und Antipater verdächtig war, so^ griffen2Ndie Demagogen ihn an, und wurden dabei von den SoPhrste.n so-n All- wohl als von den Platonikern unterstützt. Um nicht einer Anklaged » wegen Gottcsläuqnung zu unterliegen,' verließ er Athen, mit dersist» auf die Berurtheilung des Sakrales sich beziehenden Äußerung,wüst daß er den Atheniensern einen zweiten Ftevel an der Philosophienschst ersparen wolle. Er begab sich mit seinen meisten Schülern nachielt,I> Chaleis auf Euböa, und starb bald darauf im I. 322 vor Chr.
M Geb. in einem Alter von dreiundacbtzig Jahren. Er hinterließ vonlleM der Pythjas eine Tochter gleiches Namens, und von der Herpyl-' Ä ^^"or nachherigen Beischläferin, einen Sohn, Namens Nico-nd «st machus. Außerdem hatte er den Sohn seines Freundes Nicanor,erlittst Proxenus, erzogen. Sein Testament, das uns Diogenes LaertiuS'l lang erhalten hat, stellt seine Gesinnung in das schönste Licht. Indemst "7 '"Er in Ansehung der Lehren und der Schule des Aristoteles auf, , Artikel Peripatetische Philosophie (weicher Name
iist st daher entstand, daß Aristoteles im Lyceum auf- und abwandelndst" st Arte) verweisen, gehen wir sogleich auf seine hinterlassenen; stst' Schriften über. Bald nach seinem Tode gcriethen seine Schriftene Ast Vergessenheit; sie singen erst an einigermaßen bekannt zu wer-«>" st Römer sich der Philosophie widmeten. Mit der Bib-
' Apollicon kamen auch die Originale von Aristoteles
ipp'" Md Theophrasts Werken nach Rom. Hier brachte sie AndronicuS