Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Arthritis«- "9

Seit- der blindesten Anhänger seines großen Meisters Napoleon, undwich, vollzog, wie D'avoust, die harten Befehle desselben noch mit ver-Äui- schärft» Strenge und in der Herbesten Form. Er war es, derende! Leipzig in der ersten Hälfte des Fett-zugs von iZrZ in Bela-nmn gerungsstand erklärte und die höchst lästig^ und eben so un-lisro- nütze allgemeine Bürgerbewaffnung in Ausführung brachte. Erlidb. wäre am 8ten Juni des Jahres igiZ in Leipzig mit der ganzenncei,' Besatzung dieser Stadt von dem allnrten Corps unter Woron-zow — bei welchem sich namentlich die braven Lützower befanden,Hi die hier den Mord ihrer Kameraden zu Kitzen, auch ArrighVSußer- Werk, zu rächen gedachten — aufgehoben worden, hätte ihn nicht; d» die Nachricht von dem am 4 ten Juni geschlossenen Waffenstillstandrerge- gerettet.

*Arthritisch (aus dem griechischen das Glied, das

erhai Gelenk) wörtlich, mit Gliederschmerzen behaftet, oder gichterrsch.

Die Arthritis, Gicht, ist eigentlich eine Krankheit des Mannes-VIII. alters (s. den Art. Alter) und hat ihren Grund aus dem angcfan-Wt- genen Rückgang oder Abwärtssteigen des Lebens aus den höhernmim Gebieten des Organismus in die niedern, in die Systeme der K»o->m « chcnbildung und der Absonderungen. Hier äußert sich aber deshalbkehrt, auch die diesem Alter eigenthümliche Krankheit der Entzündungiituti der Gelenke, welche theils regelmäßig mit Abscheidung des über-stritt, flüssigen (zur Knochenbildung nicht in der Menge mehr nothwendi-, dir gen erdigen Stoffs), theils bei mangelnden Raturkräften unregel-r den mäßig erscheint und wiederkehrt, auch wohl, anstatt des überflus-. K flssen Knochenstoffs durch die Ausscheidungsorgane aus dem Körpermir», i» schaffen, denselben nur bis unter die Haut bringt, oder gar im§ «in, innern sich anhäufen, und seine Eristenz daselbst behaupten laßt,praß- lvoher alsdann die sogenannten Gichtknoten und innern Sternbrldun->endil Sen mancherlei Art entstehen. Zur völligen Ausbildung der ar-rr di! thritischen Krankheit scheinen überhaupt zwei Momente am mer-,ieft!» fl» zu wirken: fehlerhafte Diät und Unterdrückung der Hautaus-,ward "unstung. Der häufige Genuß des Weins, besonders säuerlichern>nt§ -<Leine, eben so der gewöhnliche Gebrauch sehr nahrhafter, fetter,e U»- st"vurzter und leckerhaftcr Speisen trägt ohne Zweifel sowohl durchalre- Überssuß an Nahrungs- und erdigen Stoffen, als auch durch tueVIII. das Blutsystem erregende Wirkung dieser Genüsse zur wirklichenAli Entstehung der Arthritis am meisten bei, r'Kdem der Überfluß anschätzt vohen Nahrungsstoffen von dem völlig ausgewachsenen Körper nichtverbraucht, und von den weniger energischen BerdauungsorganenGene- mcht verarbeitet, dagegen die entzündliche Anlage in den Regio-nigli- E des Knochensystcms unterhalten, vermehrt und bis zur wirk-Zr iß «chen Entzündung oetrieben wird. Die artbritische Krankheit kün-milü, sich in diesen Fällen bei noch vorhandener Energie der Natur-

> seil 'safte als regelmäßig periodisches Podagra an. Es entsteht nam-ntüch iu bestimmten Zeiten, im Frühjahr, im Herbst, bei manche»i M «och öfter, ein heftiger Schmerz in oder an dem Gelenk der gro-°le°», V-n Fußzehe, der Theil wird entzündet, roth und geschwollen. Ge-

> nach mein,glich entsteht auch Fieber, wenn nämlich die örtliche Entzun»

düng auf das ganze Blutsystem zurückwirkt. Bei der ärmern§ N> Aenschenclaffe trifft man zwar selten echt podagrische an; der Ar-?<'?°r im Schweiße seines Angesichts sein Brot ißt, und fernengleich «urst mit einem Kruge Wasser befriedigt, selbst der Mittelmann,ein«- ber einer mäßigen Mahlzeit allenfalls ein Glas Bier trinken