Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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128 Asklepladeische Verse

plündcrre den Großmogul, und machte das rechte Ufer des Jubulzu seiner Gränze. — Persien wurde nach Nadirs Tode der Schau- ^platz innerer Zwistigkeiten zwischen den Ministern und Generalen^es bildeten sich endlich die beiden Staaten Westpersien und Ostper- ^sien oder Afganien. — Das Reich des Großmoguls (Kaiser! ^von Hindostan), das den größten Theil von Vorder-Indien unufaßte, war durch Nadir - Schachs Einfall dem Untergänge nah« A,,gebracht; die Mahratten und Seiten vollendeten ihn; nui ^ein Ländchen blieb dem sonst so mächtigen Großmogul. — Auch se,China konnte dem Schicksale, noch einmal unter fremde Botmi- lx,ßiakeit zu kommen, nicht entgehen; gegen die Mongolen riefen ßrde>. Dschingischan zu Hülfe; die berühmte große Mauer sollte duSchranke seyn, hinter der China's Unabhängigkeit gesichert bleibn leisollte; doch vergebens. Die Dynastie der Manschu unterlag dmGroßchan der Mongole», denen auch der Dalai Lama in Tibil suund Cochinchina sich unterwarfen. China ward eine erfreulich! «bWerkstätte der Jesuiten; doch die gränzenlose Herrschsucht derselbe» nivernichtete fast ihren Einfluß wieder. China ist übrigens untü n>seinen Regenten glücklich (man vergl. d. Art. China). — Wäh Srend dessen hatten Rußlands siegreiche Waffen die Herrschaft gdieses Reichs in Asten ausgebreitet. Bon Iwan - Wasiljewitsch H> Pan (1552) bis zu Alexander I. unterwarfen sich mehrere tatarisch! »,Staaten, das östliche Sibirien und Kamtschatka, dessen nordöM gsche Küste Bering unter Peter I. entdeckte; Kuban und Kabard» zuwurden erobert, und das frühere Schutzland Georgien (1801) du» ^russischen Reiche einverleibt, das bis Japan und China sich aus-!- drdehnt hatte. — Seit lange schon war das reizende Ostindie« deder lockende Gegenstand der übrigen europäischen Nationen gewoo Zäden. Die Colonienwelt entstand. Die Portugiesen st! teman zuerst (1500) auf Malabar. Ihnen folgten zehn Jahre spb schter die Spanier mit der Entdeckung der Philippinen; .durch di! MHolländer (1600) erhob sich das herrliche Java; die Franzo^ disen erwarben sich Pondichery auf der Küste Coromandel. DM gealle diese unterlagen der immer mehr sich ausbreitenden Macht düBritten, die, obgleich von den Franzosen durch Hyder-Aly u»t xiTipps-Saib bekriegt, mit unwiderstehlicher Kraft ihre Herrschest chüber Ostindien bis zum heutigen Tage behauptet haben.' Wen HEuropa einst von Asien aus bevölkert, so war Ostindi" liijetzt ein Hauptmotiv des neuesten entvölkernden Krieges, zu desst» schhartnäckigster Fortsetzung, in einer Kette von Norwegens Fels» Aian, bis in die äußerste Spitze Italiens und bis zu den Säule» wdes Hercules, mehr als eine Mission gerüsteter Krieger kämpfte Egierig einander gegenüberstanden. I. ^

Asklepiadeische Verse sind Verse, die entweder au» duzwei oder drei Choriamben bestehen. Den Anfang macht jedesmal deein SpondäuS und den Schluß ein Jambus. Ersterer heißt an hakleine, letzterer der große asklepiadeische Vers. ^

Kl.-- U » a-

Gr. — — l — c> u -- I! — « u — I —-vu — I -

Sein Charakter ist lyrisch, Anmuth und Kraft vereinigend. » ^

Horaz kommen fünf verschiedene, aus asklepiadeische» Versen g >bildete Sy lbcnmaße vor. Er gebraucht entweder den kleinern ^ ^

den größer» asklepiadeische» Vers jeden allein, oder läßkden >1 'nern mit dem glykonischcn Vers (-j — v ^ — j ) wcl»