§42 Atheismus ^
,'!N Aim, sich ins Meer stürzte. Mit Blutschuld belastet, verlies st'darauf Athamas Böotien, ging nach Phthiotis, wo -er Alos er- stebaute, und sich jetzt erst mit Lhemisto vermählte. Nach Paust- KniaS aber wendete er sich zu Andreus, der ihm die Gegend >ckden Berg Laphystia abtrat, welche später an des Phrixus Ki»- abder kam.
^Atheismus, Gottesläugnung, wird als Lehre und Sy< nustem dem Theismus, als Denkart und Gesinnung dem Glaube» V,,nd der Religiosität entgegengesetzt. Darauf gründet sich die lln- geterscheidung zwischen theoretischem und practjschem AtheiS- unmus, welcher letztere jedoch paffender Unglaube und JrreligioM thigenannt wird. Außerdem kann man ihn in einen skeptisch-», Lrwelcher die Möglichkeit des Daseyns Gottes zugibt, und in eine» undogmatischen eintheilen, welcher das Richtseyn Gottes zu«- schweilen versucht. Es entspringt aber der Atheismus entweder aui BlL-tw. Skepticismus, welcher die Realität aller menschlichen Erkennt- amniß bestreitet, das Denken für ein bloßer Spiel mit Vorstellungen, niedenen keine Gegenstände entsprechen, erklärt, und läugnet, das «inher Mensch irgend etwas mit Sicherheit zu erkennen vermöge, odtt stozweitens aus der Verkennung der verschiedenen Gebiete der mensch- da,lichen Erkenntniß und dem Verlangen da schauen und wiffen j» mewollen, wo dem Menschen nur zu glauben vergönnt ist, oder end- jedlich, und zwar am öftersten, aus dem Wahne, daß der Mensch Mkeine höhere, von dem Sinnlichen verschiedene Natur in sich trag-, Cudaß seine Ideen von Recht und Pflicht nicht aus ursprüngliche» wound nothwendigen Anlagen seines Gemüthes hervorgingen, so»- veiHern nur zufällige Wirkungen der Erziehung und des Staats »!- Diren, und daß er mithin keine sittliche Bestimmung habe. Da e» barvernehmlich das Bewußtseyn seiner höhern Natur und sittlich-» GeBestimmung ist, was den Menschen zu Gott führt, und zwische» lichder Philosophie und den Sitten jedes Zeitalters ein wechselseitiger, da,leicht begreiflicher Zusammenhang Staat findet» so ist es sehr na- dastürlich, daß der Atheismus besonders in den Zeiten des Sitten»»- Vederbens zu entstehen und Eingang zu finde» pflegt. Das war der zwFall unter den Griechen seit den Zeiten des Perikles, wo die ebk» denso atheistische als antimvralistische Lehre vieler Sophisten auf du abseinen Seite aus der frivolen Denkart und Genußüebe des Zeit«!- stetterS hervorging, und auf der andern wieder dazu diente, das ka- du,ster und den Unglauben sicher zu mache». Das war der Fall »»- Ich-ter den Römern seit den Zeiten Augusts, nvo keine Lehre nick- umEingang fand, als die Lehre Epikurs, welche Gott und die g»»-lichen Dinge läugnete, in der Natur nichts als das Wirken ei>>»blinden Zufalls erkannte, und den Genuß für die letzte BejiB- laumung des Menschen erklärte. Das war der Fall in Frankceick«erden Zeiten vor der Revolution, wo es sich die Encyclopädie» nacund viele andere Schriftsteller, namentlich der Verfasser des mu»ednie äe In Nsruro, zum Zwecke ihrer schriftstellerischen Thätig- ankeil machten, die religiösen Ideen zu bestreiken, und den Gla»»-» ynin den Gemüthern der Menschen zu zerstören. Wie weit aberarwi» solchen Zeiten der Atheismus sich ausbreite, nie kann er «Mmeine Ansicht werden; denn unabweisbare Bedürfnisse des Geisi»und des Herzens führen den Menschen zu Gott, und nie kann o-in solchen Bedürfnissen gegründete Glaube, welcher allein den M-» »
tzchen mit -Lugendljebe zu erfüllen, und über das Schicksal zu elf«