lZ8 August Augustus
von Ludwig XV777. zum Pair ernannt. Räch der SuräckkmstNapoleons von Elba nahm er keinen besonders thätigen Theil andessen Maßregeln.
-s-Lu gust (Friedrich). Friedrich August hatte sich, als die N-liirtcn in Sachsen einrückten, zuvörderst nach dkegcnsburg, dar»nach Prag begeben, und war nach der lützner Schlacht auf Napo-leons dringendes und drohendes Begehre» nach Dresden zurückge-kehrt. Welche-Ansichten und Absichten ihn leiteten, ist in dem krt.Sachsen zu finden. Der König resand sich in Dresden, als dieAllürten diese Stadt nach Ablauf des Waffenstillstandes angriffe»,Später folgte er- Napoleon nach Leipzig. Als hier die Waffe»das Loos Europa'- entschieden hatten, sandte der König an Kai-ser Alexander die Erklärung, daß er sich ihm auf DtScretion er-gebe. Der Kaiser von Rußland gab zur Antwort, daß er in ihmnur einen feindlich gesinnten Fürsten sehe. Man entfernte ihn ausSachsen, welches verwaltet wurde, und wies ihm Friedrichsfcldkbei Berlin zum einstweiligen Aufenthalt, gn. Im März rgiz wur-de ihm zugestände», sich von hier nach Preßbucg zu begeben, U«an den Verhandlungen des wiener Congresseü'Theil zu nehme»,und endlich am 7 ten Juni kehrte er in Folge des am igten Maiunterzeichneten Vertrags mit Preußen (vergl'. Sachsen) in seineHauptstadt zurück, wo ihn seitdem die Reorganisation des ihm ge-bliebenen Landes beschäftigt.
«Augustus (Casus Julius Cäsar Octavius), ursprünglich Ca-sus Lletavius genannt, war der Sohn von Casus Octavius uistder Attia, einer Tochter der Julia ,, der Schwester Julius Cäsars.-Die Familie der Octavier stammte ausÄclletri im Lande der Volscer.Der Zweig , zu welchem Augustus gehörre, war reich und angese-hen. Augustus Barer hattest« bis zum Senator emporgcsckwu«--gen und war, nachdem er die Präluv verwalket, nach Maced»m'e»,gegangen, wo er sich in Civil- nnd Wilitärämtern rühmlich aus-zeichnete. Octavius, von dem gegenwärtiger Artikel handelt, warunter Cicero's Consulat im I. Roms-silly geboren. Er verlor sei-nen Vater früh, wurde aber durch die Sorgfalt seiner Mutter untdes L. M. Philippus, mit dem Artia sich in zweiter Ehe vermählthatte, sehr sorgfältig zu Rom erzogen. Seine Talente entwickel-ten sich auf das glücklichste, und erwarben ihm die Gunst feinetGroß.-Ohcims, des Julius Cäsar, der sich geneigt erklärte, ihn zuadoptiren, im Fall er kinderlos bleiben würde. Octavius befand sichzu Lpollonia in Evirris, wo er unter dem berühmten Rhetor Apol«lodor die Beredsamkeit studirte, als er die Nachricht von dem tragischenEnde seines Oheim» und zugleich von seiner Adoption erhielt. DieBesorgnisse seiner Freunde nicht achtend, ging er nach Italien un-ter Segel, um an Ortund Stelleselbstden Staud der Sachen zu erfor-schen, und, wenn sich ihm die Gelegenheit darböte, die Hoffnungen zuverfolgen, zu welchen die Adoption durch Julius Cäsar ihn berechtigte.Als er bei Brundusium landete, kam eine Deputation der daselbst ver-sammelten Veteranen ihm entgegen. Im Triumph in die Stadt ge-führt und zum Erben und Rachev^Cäsars proclamirt, machte er fei-erlich seine Adoption bekannt, und nahm den Namen seines OheM»«n, dem er den Namen Octavius beifügte. Er stellt« sich, damalsNeunzehn Jahre alt, an die Spiye der Veteranen, bemächtigte jrh«ller öffentlichen Gelder in BrunduS zu seinem eigenen Gebrausu»d «arschirte durch Lampanien auf Sio». Hier gab <t M