Augusius i;-
Pärtefkne die Partei der Republikaner, die Cäsar» gestürzt hatte,urid die Partei dc« Äntonius und Lcpibus, die, unter dem Ver-wende jenen zu rächen, ihre eigene Macht zu begründen strebten.'Damals triumphitte die letztere Partei, und der Eonsul Antoniosübte eine fast unbeschränkte Gewalt aus. Octavius begab sich zu-erst zu Cicero, der sich aus feine Villa bey Cumä zurückgezogenhaltenden» es schien ihm Vortheilhaft, diesen großen Redner, dernoch immer eine große Popularität hatte, und der den Antoniushäßte und fürchtete, in sein Interesse zu ziehen. Darauf ging erna«) Rom, wo der größte Theil der MagifiratSpersonen, Solda-ten und Bürger ihm entgegen kam; nur Antonlus würdigte seineAnkunft keiner Aufmerksamkeit. Nachdem Octavius seine Adop-tion auf die feierlichste Art hatte bestätigen lassen , besuchte er An-tonios, tot ihm feine Freundschaft an und federte ihm die Verlassen»schaft Cäsars ab, um die von demselben ausgesetzten Legats zu bezah-len. Äntonius wies diese Ansprüche stolz zurück, söhnte sich jedoch baldmit ihm aus, als er des Octavius Ansehe» immer mehr steigen, seineignes aber in gleichem Maße sich vermindern sah. Dauernd konntejedoch eine Verbindung zwischen beiden gleich herrschsüchrigen Ne-benbuhlern nicht seyn. Ihr Herz nährte gegenseitig Haß und Eifer-sucht, auch war ihre Feindschaft so wenig; ein Geheimniß, daßman Octavius beschuldigte, er habe Äntonius ermorden lassen-wolle«. Wie hierauf Äntonius in das cisalptnische Gallien')zog und Miuina belagerte, während er zu Rom für einen Feinddeß Vaterlandes erklärt wurde; wie Octavius, die damals mäch» !tige Partei des Senats ergreifend, die gegen Äntonius beor-derten Consuln begleitete, und nach dem Lobe derselben den Ober«'c>befcyl übernahm; wie er aber in der Folge, als jener nebst Lepi->das mit einem furchtbaren Heere nach Italien zurückkehrte, sichniit ihm aussöhnte; wie zwischen den drei Feldherren ein Trium-virat geschlossen wurde, und wie sie, nach den schrecklichsten Biut-scenen in Rom und Italien, die republikanische Armee unter Bru-tus und CassiuS in Macedonirn besiegten, !ist unter AntoniuSbereits erzählt worden. Von Antonuis ward gerühmt, daß er dasAndenken des überwundenen Brutus geehrt habe. Octavius zeigtesich minder großmüthig; er verhöhnte, wie die Geschichtschreibererzählen, den Leichnam des Unglücklichen. Nach diesem Feldzugefand sich des Octavius Gesundheit so zerrüttet, daß man, als erbei Brundus landete, sein Leben aufgab. Nachdem er in Rom an-gekommen war, unterzog er sich dem schwierigen Geschäfte, dieHabsucht der Soldaten durch Vcrtheilung der gewonnenen Lünde-rtten zu befriedigen. Diese Vertheilnng verursacht« große Unru,hen. Octavius sah dabei mehrmals sein Leben in Gefahr. Mittenunter den kumultuarischcn Auftritten, die ganz Italien erschütter-ten, harte er mit der Fulvia, deren Tochter Clodia er ausge-Magen, und mit Lucius, des AntoniuS Schwager, zu kämpfen.Nach mehreren Gefechten warf Lucius sich in die Stadt P-rusia,wo er bald darauf capirukiren mußte. Die Stadt ward der Plün-derung Preis gegeben und dreihundert Senatoren zum Tode ver-E' Man stellte dieses Blutbad als ein den Manen des ver-götterten Cäsars dargebrachtes Opfer vor. Auf Antonios Erschei-nung ,n Azalie» erfolgt» ein neuer Vertrag. Den Proskriptionen^"chalt gethan, Octavius erlaubte den Geächteten, die dem»vor entgangen waren, und dir rr jetzt nicht mehr fürchtete» zu-