Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Avgustus

Wolke und dem Senate den Wunsch einzuflößen, ihn als unum-schränkten Regenten zu sehen. Erschafft? die Gesetze der Trmmvlratab, »erschdnerle die Stadt und beschäftigte sich mit Lerbesseru gder während der Bürgerkriege eingeriffenen M.ßbräuche. Am Endeseines siebenten Eonsulats (,m Z. 36 vor Chr. begab er sich

daraus in den Senat, und erklärte in emer wohl stud rt-n Redeseine Aosicht, die Regierung niederzuleaen Der Senat erstauntüber seuie Mäßigung, beschwor,hn, die höchste Gewalt auch ser,ner zu behalten. Octavius gab diesen dringenden Bitten nach,und fuhr fort, durch den Senat zn regieren. Er ^pslng letzL dei,Beinamen Augustus, der die Hoheit s,-ner ^rson und se.nes Ran.aes bezeichnete, und verewigte nach und nach rn sich dre Würdeines Imperators oder Oberfeldherrn zu Wasser und iU Lande, derüber Krieg und Frieden entschied; eines Proconsuis, uls welch rer über alle Provinzen gesetzt war; eines beständigen Vottstrtbu-nen, wodurch seine Person für unverletzlich erklärt und ihm dasRecht ertheilt war, sich allen öffentlichen Beschlüssen widersetzen zukönnen; endlich auch eines Censors oder Sittenrichters und euresPonttfex rnapimus oder Oberhaupts aller religiösen Angelegenhei-ten. Die Gesetze selbst wurden ihm untergeordnet, »nd 01« Beoo-achtung derselben seiner Willkür anheimgestellt. Zu allen dreien wich»tigen Vorrechten fügte man noch den ehrfurchtgebketenden Lltel ei-nes Vaters des Vaterlandes. So, groß indeß auch dre rhm veru«>-hene Gewalt war, so übte sie August doch mit weiser Mäßigungund mißbrauchte sie nie. Es lag im Geiste seiner Polrtik, die al-ten Namen und Formen beizubehalten; denn er konnte ihre Ge-walt auf die Gemüther der Menge. Er bemühte sich, dre Hanszu verbergen, welche die Zügel der Welt hielt, und verweigertees daher standhaft, den durch Sulla und Cäsar verhaßt geworde-nen Namen eines Dictitvrs anzunehmen. Augusts RegierungSge-schichte ist so reich an Begebenheiten, daß wir uns begnügen müs-sen, nur die wichtigsten davon zu berühren. Er führte mehrereKriege in Afrika, Asien, und besonders in Gallien und Hrspanien,wo er nach großen Anstrengungen über die Cantabrer trrumphrrte.Seine Waffen unterwarfen Aquitanien, Pannonien, ..Daimancri,Illyricn; sie hielten die Datier, Numidier und Äthiopier rnSchranken. Mit den Parthern schloß er ein Biindniß, dem zufolgesie Armenien abtraten, und die dem Erassus und Antonrus ge-nommenen Adler zurückgaben. Nachdem er zu Land- und zur Seedie Welt beruhigt hatte, schloß er (das drittemal seit Roms E«dauung) im I. 744 den Tempel des Janus. Aber dieser Friedewurde bald durch die Niederlage des Barus gestört, der drei Le-gionen gegen die Eermanier unter Arminius (s. d.) verlor undverzweiflungsvoll sich selbst tödtetr. Die Nachricht dieses Unglückserschütterte Augustus tief. Er ließ seinen Bart und seine Haarewachsen, und rief oft ,'m äußersten Schmerz: „0 BaruS, gib mirmeine Legionen wieder!" Indeß wurden die Deutschen durch Ti-terius in Schranken gehalten, und die Besorgnisse, die sie demOberhaupte des römischen ReichS erregt hatten, hörten auf. Wah-rend oes Friedens erließ August eine Menge nützlicher Verordnun-gen, und stellte die Mißbräuche in der Verwaltung ab. Er ga»dem Senat eine n-.ue Organisation, beschäftigte sich mit der Ver-besserung der Sitten, besonders durch Begünstigung der Ehen, gaskuxuszesetze, stellte die Krie-szucht des den Armeen und die Lrbe