Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
143
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!rbv, »«r, rinrin Zeitalter seinen Namen zu geben, b»S in der Ge-dm!', schichte der Menschengeschlecht sich. durch geistige Cultur auf da«rdeiil vortheilhafteste auszeichnet. Sein Lad versetzte das Reich, darsa»i, seine Jugend einst beunruhigt hatte, in tiefe Trauer; man zähltesuch!! ' ihn den Göttern bei, und errichtete ihm Tempel und Altäre.

. w.', Ausdünstung ist die Umwandlung flü'stger und fester Kör-

' L>! per durch Einwirkung des Wärmestoffs in elastische Flüssigkeiten,enali Setzt man z. B. Wasser der Hitze aus, so legen sich anfangsB«- Bläschen an den Wänden des G-fäßeS an, welche nach und nachchpi, zur Oberfläche «ussteigen und hier zerplatzen. Diese Bläschen er-sitz,! heben sich um so häufiger, je starker die Hitze ist.. Sie machen

mw. den Dampf des Wassers aus, der in die Luft steigt und dort in

idttt! beträchtlicher Höhe sich zu den Wolken vereinigt. Aber auch i,n bloßen

M 1 ' Sonnenschein und oyne denselben verdunstet in freier Luft das Wasser,ein« sowie ;ede.andere Flüssigkeit. Die allgemeine Ursach der Ausdünstung

Mb ist die Wärme; bei den verschiedenen Substanzen aber werden ver-

iinib schiedene Krade derselben erfodert. Das. Wasser, das überhaupt

sei«! der Ausdünstung stark unterworfen ist, verdunstet schon bei einem

drB sehr geringen Grade, und bei der ungeheuern Menge, in welcher

.x xj- es über der Erde verbreitet ist, läßt sich mit hoher Wahrscheinlich-

er, k«t schließen, daß dadurch die wichtigsten Veränderungen in unse-d a!I> rer Atmosphäre veranlaßr werden. Man hat, um die Ausdün-,ß st stung des Wassers zu messen, eigne Atmometer ,-rfu-iden, deren Re-dn», sultate jedoch ziemlich unsicher geblieben find. Wenn man annimmt; A (wozu die angestellten Versuche berechtigen), daß die jährliche Ber-ip dünstung im Durchschnitt Zo Zoll beträgt, so würden, die Ober-in-«- stäche aller Gewässer auf unserer Erde nur zu vier Millionen gen-es- praphischer Ouadratmeile» angenommen, jährlich 200 Eubikmeilenehr« Wasser in Dämpfe v-rwande!t, welche Mass? noch vergrößert wird,

, ff, wenn man hinzurechnet, waS die feuchte Erde und baS ganze Threr-i« und Pflanzenreich an wässerigen Theilen jährlich ausdünsten. Imeiiill Sommer ist allerdings ine Ausdünstung beträchtlich stärker als im

osi- Wmtcr, doch ist sie in der kalten Jahreszeit nicht so unbedeutend,

Aol« wie man aus der geringen Menge oes alsdann fühlbaren Warm«,

,,ß L°siS sä'ließen sollte. Selbst innerhalb der Polarkreise hört di«Zsj Ausdunstung nicht ganz auf, denn auch das feste Eis dünstet anilv« «er freien Luft noch aus. Die Erscheinung der Ausdünstung zuK, erklären, hat man verschiedene Hypothesen aufgestellt, die man inn>ch twer Classen theilen kann. Nach der einen ist sie nämlich nichts, ^ anders als ein geringerer Grad der Verdampfung, d. h. der Um»

IIB Wandlung der Flüssigkeit in elastische Dämpfe, nach der andern

,r!k hingegen eine wahre Auflösung der Flüssigkeiten in der Luft. Lßtz»di>- -Er« Meinung ist besonders von de Luc mit triftigen Gründen- be-sä«" /"tttm worden. Nach ihm erfolgt die Ausdünstung, indem sichogi» das Wasser mit >,enr Wärmestoff verbindet, ohne sich in der Luftesb>- «""inloien. Der Hauptgrund für diesen Satz ist, daß bei jedersck" Lcrdünsiung einer tropfbaren Flüssigkeit Kälte erzeugt wird. KälteI>F M anders als Entfernung oder Verbrauch des Wärmestoff-,Wenn nun bei Lerdünstungen Wärmestoff verbraucht, d. h. mitM „^t,I"^ii^«ten Wasser verbunden wird, so muß dieser Verbrauch^ ki, ssine merkliche Kälte in der Luft erzeugen. Nach de

w«« >k»Luft zur Ausdünstung nicht nur nichts bei, sondern

re'k.^«selben mehr hinderlich. Ohne diesen Druck würde die-„ss ! > e «affermenge weit weniger Wärmestoff zum Verdunsten erfsdero;