Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
144
JPEG-Download
 

l44 Ausfall Außenwerke

wie denn die Erfahrung lehrt, baß Waffer im luftleeren Ramne ^stärker und schneller verdünstet als an der Luft. De Luc setzt eiil AMaximum der Berdampiung für jede Temperatur fest, d. h. wem vin einem gewissen Raume, er mag voll Lust oder luftleer seyn,elastische Dämpfe sich erhalten sollen, muß auch dieser Raum fflH Udie Temperatur des verdünsteten Wasser« enthalten. Kommen du ^Dämpfe in eine kältere Luftschicht, so setzen sie darin einen Lhlifihres Wärmestoffs ab, wodurch nun ein Theil der Dämpfe zen ^setzt und wieder zu Waffer wird, welche« äußerst feine sichtbarwmdende Bläschen bildet. '

Ausfall. Zur guten Vertheidigung einer Festung gehöre»,wenn nicht besondere Rücksichten zum Gegentheil bestimmen, i?«tere Ausfälle, um den Feind von derselben entfernt zu harten Mseine Belagerungsarbeiten zu zerstören. Man theilt sie in groß«und kleine, und diese wieder in äußerliche und innerliche, je»/außerhalb, diese innerhalb des bedeckten Weges. Große AuSfäilsgeschehen, ^wenn der Feind noch an dem zweiten Waffenplatz (da .zweiten Parallele) arbeitet; eine größere Entfernung würde die Aausfallende Mannschaft zu sehr der Gefahr, abgeschnitten zu ww -den, aussetzen. Sie finden auch wohl im Fall Statt, wenn »ich ^Vertheidiger da sind, als man füglich ernähren kann. Ihr Nutz» ^ist sehr groß, ja sie können bei einer.schwachen Belagerungsarnm A,aber auch dann Entscheidend werden, wenn ein zum Entsatz da . .Festung herbeieilende» Heer dem Belagerer zu eben der Zeit ÄRücken angreift. Am vortheilhaftesten werden sie nach Wittern»« ^ufid bei Regenwetter unternommen; der Belagerer ist dann crE! ^det und wird durch die Dunkelheit verhindert, den Angriff»«hassen Stärke mit Sicherheit zu beurtheilen. Durch kleine AHfälle von höchstens 40 Mann, die mit vielem Geräusch hervorltti ^chen, sucht man den Feind bloß aus den Laufgräben zu loslN,

Üm ihn unter dat Feuer der Festung zu bringen. Das Herjag", 7»^der Arbeiter ist dabei nur Nebenabsicht. Eben so beunruhigt M yu!den Belagerer durch kleine Ausfälle von derselben Stärke, we« g„,er schon im letzten Waffenplatz oder noch näher ist, sucht seine An ^betten zu vernichten u. s. w. Ist der Feind sehr nahe, so KH «inchen zehn, aisch mehrere Soldaten herbei, springen mit Gcschroauf die feindlichen Werk«, werfen Granaten nebst ander»» Fcvw Axwerr hinein und ziehen sich eilig wieder zurück. Ferner fällt a»> wo!aus, wenn der Feind sich auf dem Glacis festzusetzen su-br, »ä untder Bresche nähert u. s. w. Auch macht der Belagerte ÄuSl»»> ter,auf den Übergang über den Graben, um die Schulterwehr dch« Umden zu zerstören, die Faschinen zu verbrennen u. s. w. En

Auslegung, s. Exegese, Hermeneutik und JnterpretatM, weiAußen w.erke sind alle Werke einer Festung, welche»!» g«f,den Graben eines Hunptwalls hinausgelegt werden. Zur Ku,kommcnheit derselben gehört i. daß sie von den Flanke» des H»»s Au,wolls vertheidigt werden; 2. daß sie von dem Hauptwall euü Ku>schlaffe» werden können; Z. daß sie niedriger als der HaupM. ab,,gebaut; 4. daß sie gegen den Hauptwall offen; und §. unn»! Kü,nirt werden könne». Ihr Zweck ist, dem Feinde den 1 *».

Hauptgrabens und al,o auch des HanptwallS beschwerlich j«betchen. Man Imuß sie daher vom Hauplwall vertheidigen »n?»- wieBeschaffenheit der Umstände zerstören können, damit der vorwenn er sie auch mit Sturm ervdert, sie nicht zum NachlM. *