Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
150
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iZo Axiom

psing er «inen Ehrensäbel, den er unter Ablehnung der damit ver,bundenen Pension annahm. Er diente unter der -Men Halbbri,gade, und focht in der Schlacht bei Neuburg unter den Vorder-sten, als ein Uhlane mit der Lanze sein Herz durchbohrte. Erward auf dem Schlachtfelde begraben. An der Stelle aber, wo erfiel, wurde ein Sarkophag errichtet mit der Inschrift: Ä In wö-

anoirs äs I.» Pour ä'AicverAws, Premier ArsnLäivr äs I'r?.!!«,

tr >6 ie 27. ffnin Istoo; und sein Name blieb in der Liste der Com-pagnie, in welcher er gedient hatte.

-Axäom oder Grundsatz ist ein allgemeiner Satz, der diebloße Verbindung zweier Begriff., eines Subjects und eines Prä-dicars, ausdrückt, und den der Verstand als richtig erkennen muß,sobald er nur den Sinn und die Worte desselben versteht. Dahingeh drei, die gleichgültigen oder leeren Sätze, d. h. die-jenigen, in-denen Subject und Prädicat entweder einerlei odernur curch verschiedene Worte ausgedrückt sind, weil wir nicht an-ders denken können, als jede Sache sey das, was sie ist, z. B.s ist a; jede Größe ist sich selbst gleich; ein Ding ist sich selbstähnlich, ein lOing kann nicht zugleich seyn und nicht seyn u. s. w.Ferner gehören d bin dse Sätze, deren Prädicat ein Merkmal deszum Subject gewählten Begriffs enthält, ohne welches dieser nichtgedacht'werden kann. So ist der Satz: ein Triangel hat dreiSeiten, ein Grundsatz, weil das Subject Triangel nicht andersals dreiseitig gedacht werdcn kann. Jeder Wissenschaft liegt einsolcher Grundsatz zum Grunde; er ist die Basis derselben, undgibt ihr die systematische Einheit. Alles, was zu der auf ihn ge-gründetes; Wissenschaft gehört, wird von ihm abgeleitet; ,er selbstaber darf aus der Wissenschaft nicht erst bewiesen werden. Wel-cher Satz aber der absolut erste in der ganzen menschlichen Er-kenntniß sei, darüber ist vielfach gestritten worden. Einige ha-ben dafür gehalten den Satz des Widerspruch s (es ist unmög-lich, daß etwas zugleich ist und nicht ist); Andere den Satz: was ist,dasist; noch Andere den Satz: einjedes Ding ist entwederoder ist n ich t; noch Andere den Satz des zu r-e ich enden Grun-des (wir können nicht ohne Grund etwas für wahr, und wider er-kannte Gründe etwas für falsch halten). Alle diese Sätze sind ur-sprünglich nur Gruvdfacta. Sie haben alle das mit einander ge-mein, daß sie in der innern Einrichtung unserer,Denkkraft gegrün-det sind: Wir können nicht anders als die Äußerungen unsererDcnkkraft in Beurtheilung des Wahren diesen Gesetzen gemäß ein-zurichten. Das Gemeinsame in allen diesen Sätzen ist also einegewisse Nothwendigkeit, die als folgender höchste Grundsatz desganzen menschlichen Erkenntnißvermögens hervörtritt: Was derMensch vermöge seiner ganzen inneren Einrichtung nicht anders alswahr denken kann, das ist wahr, und was er nicht anders alsnicht wahr denken kann, das ist nicht wahr. — Dieser Grundsatzläßt sich, so ausgedehnt, auf alle Arten der Wahrheit anwenden,da hingegen jene ihm untergeordneten Säße nur in dieser oder je-ner Gedenkungsart anwendbar sind. — Die kritische Philosoph!«nimmt das Wort Axiom in der strengsten Bedeutung - und ver-steht darunter synthetische Sätze a p;io;i von unmittelbarer d. >-anschauender Gewißheit. Sie behauptet, daß nur die Matheniomdergleichen habe, und nennt die Axiome der Philosophie nur dls-curfivc Grundsätze, w-il ihre Wahrheit durch vermittelnd« V''Skiffe und nicht durch Anschauung bewiesen werden müsse.