Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
156
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ch« Ansichten gehabt, und sich auf dem Wege mehrerer wichtige» ,Entdeckungen befunden. Er hatte eine Art von pneumatischer Ma» tzschine erjonnen, mittelst welcher er die Elasticität und Schwer« f,der Lust, die Gallilei und Lorricelli nach rhm entdeckte», geahnt stzu haben scheint. Bon der Anziehung der Körper, die Newl»» si

später bewies, harte er die richtigsten Begriffe. ES fehlten ihm h

nur die Versuche, um die Grundsätze derselben zu bestimmen. Loch ti

die Naturgeschichte behandelte er, jedoch nur im Abriß, in seinem ^

Werke Svlv» svlvaruin u. s. wt Über die Medicin hat er meh» h

rere Werke geschrieben, unter andern eise Abhandlung üver daß »

Leben und den Tod. Allein die Pdys-ologie und Lhemie w»< h

ren damals noch in einem zu unvollkommenen Zustande, als daß st

er nicht in große Irrthümer hätte verfallen müssen. Dia Juris» „

prudcnz hatte er nicht als bloßer Äiechtsgelehrter, sondern auch g

als, Gesetzgeber und Pbilosovh studirt. Man hat von ihm Apho« ki

rtsmen, eben so merkwürdig durch Liefe der Ideen, wie durch s

die Energie und Genauigkeit des Ausdrucks. Von der Moral handelt ch

«lies der schönsten Werk«, Sermones iläeies betitelt, ein Schatz «

der tiefsten Kenntniß drs Menschen und der menschlichen Verhält» h

Nisse, vorgetragen in einem blühenden kraftvollen Styl. Als Hi» f

storiker hat er in seiner Geschichte Heinrichs VlI. und Vlll. tz

nur wenig geleistet. Von seiner Kenntniß des Alterthums aber st

zeugt sein Werk über die Weisheit d er Alten, >»ori»M h

die- Zabeln der alten Zeit durch sehr sinnreiche Allegorien erklärst l

Die, einzig« Wissenschaft, in der Baco weniger gründliche Kennt« tz

Nisst-besaß, war die Mathematik, und diesem Mangel ist esH>« «

zuschreiben, daß er, der allentzhalbcn die Irrthümer des murschlst g

chen Geistes entdeckte und die richtigen Methoden anzeigte, daß »

evpernicanische System bestreiken konnte. In diesem Punkte allein! d

stand er tiefer als dir aufgeklärten Männer seiner Zeit. Jwalle» »

übrigen Theilen der menschlichen Forschung hatte er sich zunünes 2

Höhe emporgeschwungen, daß keiner seiyer Zeitgenossen dierKrafh g

seines Genies, die Richtigkeit seiner Ansichten und die Wichtigkeit a

seiner Arbeiten nur vollkommen zu würdigen vermochte. Er.allein d

»ar sein Richter, und mit gerechtem Stolze sagt er in seinem Te» hftamente: »Meine« Namen und mein Andenken vererbe ich den »Rationen des LuSlandes «nd meinen eigenen Mitbürgern, wao» »

noch einige Zeit verflossen seyn wird.' — Die schönste Ausgabt «

seiner sämmtlichen Werke ist zu London 1765 in fünf Quartbände» »

erschienen. Sir sind theils in englischer- theils in lateinischer p

Sprache. ^ '

*Baco (Roger>, ein englischer Mönch des izten Jahrhunderts-, ^

der durch die Kraft seines Genies sich weit über sein Zeitalter «e «

hob, und in mehrern Wissenschaften Entdeckungen machte, welch« *

dir Bewunderung der aufgeklärtesten Nationen ,u Theil ward'' ^

Er war rsig zu Jlchester in der Grafschaft Sommerset aus «in«? «

alten und angesehenen Familie geboren, und widmete sich, den An» *

sichten jener Zeit gemäß, dem Klosterleben.. Interessant und letz»* »

reich ist es wahrzunehmen, wie ein einfacher Llostergeistlicher, «h« »

allen Antrieb, den von ,der Natur empfangenen Geist der Kok« L

schung und Erfindung in Thätigkeit setzte, welche Hindernisse ll« ^

»issenheit und Aberglaube den Regungen seines Geistes entgegen«stellten, und welche Anstrengungen er machen mußte, um nicht«seiner Wirksamkeit von ihnen gehemmt zu werden. Nach dem »»«*