Tacö (Roger) I S7
«entarstudiim bezog Roger die Universität Oxford und ging vonda «ach Pari«, wo Schüler aus allen Ländern Europa'« sich ver-sammelten. Roaer genoß Mit Eifer den Unterricht 'er geichickte--rn Lehrer, wackle in allen seinen Studien ausgezeichnete Fort-schritte und erhielt die theologische Doctorwürde. Im Jahre 1240kehrte er nach England zurück, wo er in den FraneiScanerordentrat- und sich zu Oxford niederließ. Die Physik scheint damals derHauptgegenstandfeiurr Arbeiten gewesen zu seyn : aber dieses Stu-dium soderte Hülfsmittel, beten Herbeischaffung seine Vermögcnt-mnstände ihm nicht verstatteten. Er fand großmüthige Freundeder Wissenschaft, die durch, freiwillige Beiträge ihn in den Standsetzte», Bücher anzukaufen, Instrumente-zu verfertigen und dienithigen Versuche zu machen. Indem er mit Aufmerksamkeit dieSehrimniffe der Natur unterrichte, entdeckte er gewisse Eigenthüm»lickkeiren, gewisse Verbindungen der Körper, woraus er neu«Wirkungen ableitete, die dem Einsichtsvollen, cker ihren natürli»chen Zusammenhang begriff, Bewunderung abnöthigten, dem Un»wissenden aber so außerordentlich schienen , daß er sie für Werk«höllischer Zauberkunst ansah. Dieser Walm wurde durch die Ei-fersucht und den Haß noch mehr angefacht, womit die „übrigenGeistlichen des Klosters seine Überlegenheit betrachteten. Überdiesstan« Roaer in freundschaftlicher Verbindung mit Robert Geest/h»»d, Bischof von Lincoln, einem Feinde.des Papstes Jnnücevzziv.>> den er öffentlich für den Antichrist erklärte. Er selbst, tae-hiltt'kwt, mündlich und schriftlich, die Unwissenheit und Bitten««Verderbnis der Geistlichen, 'besonders der Mönche, und hatte'svt'gar einen Brief an den Papst geschrieben, worin er ihm die NSthu,wendigkeit <in r Reform der Geistlichkeit vorstellte. Aus Räch»'drnuacitte man am Hofe von Rom sowohl die gefährlichen und«erdschtlgen Grundsätze RogerS als auch die außerordentlichestDiuge,«dit er verrichte, und die man für Werke des Teufel« au«-:L»bl Der Papst vervot ihm, auf der Universität zu lehren. Bald»blugwg man weiter, urld verschloß ihn in ein Gefängniß, wo je-der menschliche Umgang rhm abgeschnitten war, und ihm selbst die'hinreichende Nahrung fehlte. Unter den wenigen Hellsehende»,-btt RogerS Genie bewunderten und sein Unglück bedauerten," wav>er würdige Cardinal, Bischof,von Gabina und päpstlicher Legat:m England, der nicht sobald den Päpstlichen Stuhl unter dem'«amen Clemens IV. bestiegen hatte, ,al« er den Eingekerkerten he»steile,i-und unter seinen Schutz nahm. Da EkemcnS' eine Samm/jung aller seiner Schriften soderte, schrieb Roger jene« unter dem«stl'vxu» gedruckt« Werk, da« er ihm durch feinen Lieb-
«^ischütrr Johann von Pari« überschickt«. Seine Ruhe war nur^kurzer Dauer. Unter Clemens Nachfolger» Ricolaü« III., er-warte sich der General der Franeitcanerordcu«, Hieronyma« von«reulo, gegen ihn, verbot da« Lesen seiner Schriften, und erließBefehl, ihn einzukerkern, den der Papst bestätigte. Dies«Gefangenschaft währte zehn Jahre; umsonst versuchte Baco,Hceronymu« von Ssculo unter dem Namen Nikolaus IV. Papst«-werden war, denselben durch ein« Abhandlung über dir Mit-Krankheiten de« Alter« zu verhüten, von derund Nützlichkeit seiner Arbeiten zu überzeugen. Erst nachRicolau« IV. erlangt« er auf di« Verwendung einiger'«bihmm Engländer ferne Kreihrrt wieder, Sr kehrt« nach Lx«