Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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Banquerott Barca i6z

sir. Banquerott, s. Falliment.

II. Barbados, eine der Antillen (s. d.), unter denen Itt die

sie- östlichste ist, 7 Lhuadratmeilen groß. Die Engländer, welche sie

ni- 162g entdeckten, wurden von dem milden Clima und fruchtbare»

ich- Boden der damals wüsten Insel eingeladen, sich dort Niederzulas-

ind scn, und schon 1650 sollen 50,000 Weiße und noch mehr Sklave«sti- sich dort befunden haben. Um diese Zeit hatte man die Kunst deri» Luckerbereitung gelernt, wodurch die Reichthümer der Colonien sichtn> so sehr vermehrten, daß Carl H. hier dreizehn Baronets machte,alt von denen einige jährlich 10,000 Pf. einnahmen. Zm I. 1675 be-tt, trug der Werth der jährlich ausgeführten Produkte über zgo,oo»ht« Pfund. Damals war die Insel auf dem Gipfel des Flors. Spä-ter ter aber verheerte sie einer der fürchterlichsten Orkane, wozu noch,

»er 1692 «ine pestartige Seuche kam. Seitdem hat sie sich nie wieder

ti- zu jener Blüthe erhoben, wiewohl sie noch immer eine der wich-

ar> tigsten englischen Besitzungen in Westindien ist. Sie liefert beson-

rch drrs Zucker (in den besten Jahren etwa 200,000 Centner,) Rum,

nst Ingwer, Aloe, Baumwolle. Die Hauptstadt heißt Bridge- Lown.

Barbou, der Name einer berühmten Buchdruckerfamilie, dieist, bis in das sechzehnte Jahrhundert hinaufsteigt. Die aus ihren

im Pressen hervorgegangencn Werke zeichnen sich durch Eorrecrheit

md und Eleganz aus. Mit dem Anfange des achtzehnten Jahrhundert«

als ließe» sie sich in Paris nieder. Hier sehte Joseph Geravd Bar-

dir bou die Sammlung lateinischer Elastiken fort, welche Anteine Cou-

aü stelier angefangen hatte, und die sich durch ihren eleganten Druck

ill» empfehlen. Coustelier hatt-gedruckt den^Eatull, Tibulk, Properz,

mc' Luerez, Sallust, Birgkl, Repos, Lucan, Phädrus!, Horaz, Vellejus,

HS, Ävtrop, Juvenal und Persius, Marrial und Leren». Barbou druckte

tzr AI» Cäsar, Curtius, Plautus, Lacitus, Seneca, Ovid, Cicero, Zu.

ic- mn, beive Plinius uud bivius; und außerdem in gleichem Format

.a»' einigs Nicht - Classiker. Der jetzige Besitzer des Verlags, Auguste

int Drtalam, hat'ganz neuerlich die Sammlung noch mit vier Bänden

ch, vermehrt, wovon zwei den Quinctilian, einer den Juvencius, und

>es einer riiscoriae-! enthalten.

5 " ^^rby, eine Grafschaft in Obersachsen an der Elbe, zwischen

ug Magdeburg und Anhalt, welche nach dem Erlöschen des gräflichen

itz Hauses Barby mit dem Grafen August Ludwig im 1 .1650 als sächsi-

n- 'wes Lehen an das Churhans Sachsen, und zwar anfangs a« die

de cheißenfelsische Linie zurückfiel. Die übrigen barbyschen Besitzungen

M u«len theil« an Anhalt-Jerbst, theils an Magdeburg heim. Ge-

0» Z-nwärtig gehört Barby als ein Amt zum Kreisamte Wittenberg.

w Hauptstadt Barby liegt nicht weit von dem Zusammenfluß

,, -er Saale und Elbe, und zählt zzoo Einwohner. Sie ist wohl-

n< A°^ut und hat ein altes Schloß. Im Jahre 1749 vorlegte die

0, H-rrnhutergemeinde ihr theologisches Geminarium und akademi-

ht hieber. Seit 1739 befindet sich jedoch nur noch

er Pädagogium hier. Die Brüdergemeinde hat auf dem Schlosse

-n «» Obseroalorium und große naturhistorische Sammlungen. ^ ,

l» ein nordafrikanischrs Königreich, zwischen LripsüS

zk ??.„bbpten, vpn dem uns f-st alle Nachrichten fehlen. Es ist»' Pforte, theils Tripolis unterworfen. In jenem Theile

w diflem, der gewöhnlich die Wüste Barca genannt

lt >»d, Lerne die Hauptstadt ; im innern.Lande liegt die fast ganz