i66 Barclay de Tolly Bardiet
unbekannte Republik Siwah mit der Hauptstadt gleiches Namens.Die Einwohner sind meist arabischer Abkunft und Mohammedaner.
Barclay dc Tolly, s. Tolly.
*Barden, Dichter und Rhapsoden der Celten oder Galen,welche die Thaten der Helden zur Harfe sangen, vor der Schlachtdas Heer zur Tapferkeit anfeuerten, demselben zum Kampfe vor,anschrirlen und während der Schlacht die Streitenden beobachteten,um die Thaten der Gegenwart dem Andenken der Nachkommen imLiede zu überliefern. Sie waren so heilig geachtet, dag der hitzigsteKamps stille stand, wenn sie sich zwischen die Kampfcnden stell-ten. Dir Celten (Kelten, Jalen, von den Römern Gallier ge-nannt), welche zu Cäsars Zeiten zwischen der Rhone und Garonaewohnten (siul. 6oes. I. r.), brachten sie mit nach England.Allein sie wurden von da nach Irland, Schottland und in die um-liegenden Inseln gedrängt. Hier, besonders in der obersten Spitz!des abgesonderten Schottlands, erhielt sich ihre Sprache, undmit ihr der Bardengesang am längsten. Jeder Heerführer hatteBarden in seinem Gefolge. Ein solcher Barde war der berühmteO ssi an, unter dessen Namen viele Gesänge gesammelt und kürz-lich von Ahlwardt nach dem gotischen oder gäiischen (6.-»>Ioü)Original übersetzt worden sind. Man nennt die schottischen Bar-den auch kaledomsche, und den Ossian vorzugsweise den kalcdo-Nischen Barden, von den frühern Bewohnern Schottlands,den Kaledoniern, deren Wohnsitze die Galen einnahmen. DieBarden verschwanden mit der wachsenden Herrschaft, des ChristWthums allmählig; eben so.die Druiden oder Priester der Galen,zu deren Orden sie gehört haben sollen. Ob auch die germanischenVölker, welche zu dem gpt haschen Stamme gerechnet werde»,Ward.en gehabt haben, ist sehr bcstritten worden; so viel ist ab«gewiß, daß in der ».gurrn Zeit mit diesem Namen di« ä-ltesmSänger derBorzeit überhaupt, ohne Rücksicht au.s die Ration, be-legt-zu werden pflegten. Daß aber auch die Deutschen in letzter«Hinsicht (und da ohnehin das Wort Barde von dem cslrischcnund germanischen Bar, Gesang, Geschrei abstammt) Barden,d. he ihre ältesten Rationaldichter, und Bardenliedcr, obgleichnicht auf dieselbe Weise wie die Galen oder Celten besaßen, Iwdet kaum einen Zweifel. S. auch Skalden. 1 - ..
*Bardiet (auch Bardit — der und dar). Dieser Name istauf eine sehr unbestimmte und bestrittene Stelle des LacltuS(6orrr>. 7.) gegründet. Selbst Heyne wagte nicht zu entscheiden,ob hsisiitus,,(>»,-Virus oder hoiirus zu lesen sey, mit welche«Worte Tacitus den Vertrag der Schlachtgcsänge bei den Germa-nen bezeichnet. Adelung, in seiner ältesten Geschichte der Deut-schen rc. Lpz. 1806, S. 887, zieht dnrirus vor, versteht darunterdas Kriegsgeschrei, den Schlachtruf der Germanen, und laitzünet damit zugleich, daß es bei ihnen Barden gegeben habe- itn-derc, welche.Hai-sinus lesen, verstehen darunter den Bardenge-sang in der-Schlacht, und nehmen daher auch Barden bei de»Deutschen an. Indessen- redet doch Tacitus auch M andern Eu-len chCap. s und Z) vou alten Gesängen der Germanen, «sche den Ursprung und die Thaten ihres Geschlechts besangen, m>-hin hatte» dieselben auch Barden und Bardenliedcr, >ur-
cinem allgemeiner» Sinne (s. d. vorigen Art.), als dse Volker « -tischen Ursprungs,' welche , in den pssianischen Gesängen u-err I
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