Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
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dengesang schon sehr idealist'rt, und für das neuere nachgebildet!Bardict Gegenstände bestimmt» die dessen historischen Charakteraufheben müßten; siehe K. F. Kretschmanns sämmtliche Werke,i. Bd. Lpz. 1734.

Bardili (Christoph Gottfried), Hofrath und Professor derPhilowphie an dem kLnigl. Obergymnasium zu Stuttgart. Erwar zu Blaubeuern im Wirtcmbergischen geboren, studtrte zu Tü-bingen, wurde darauf Bicar zu Kirchheim unter Leck, 1786 Re-petent im theol. Stift zu Tübingen, 1790 ordentl. Professor ander hohen Carlsschule und 1795 an dem ooengenanntetr Gymna-sium, und starb im 47sten Jahre seines Alters G808), als ver-dienstvoller Lehrer und scharfsinniger Schriftsteller gleich bedauert.Zuerst zeigte er sich durch seme -Epochen der vorzüglichsten phitoso-pyischen Begriffe (Halle 1788) als einen schartsinnigcn Lenker;dann auch im Gebiete der prac tischen Philosophie durch seineSchrift: Über den Ursprung des Begriffes von der Willensfreiheit(Stuttgart 17YV); Sophytus, oder Sittlichkeit und Natur, alsFundament der Weltweisheit (ebendas. 1794) und seine allgemeinepmrtische Philosophie (ebendas. 1795); in der Psychologie durchseine Schrift über die Gesetze der Jdeenaffoziation (ebendas. 17yd.Eine ganz neue Bahn betrat' er aber durch seinen, die Aufmerk-samkeit des philosophischen Publikums erregenden, Grundrißk-er ersten Logik, gereinigt von den Irrthümern der bisher»gLa.Logik,, besonders der kantiichcn (ebendas. i8"v-). In diese«Buche, wie in der später, erschienenen philosophischen Elc-metttarlehre, 2 Hefte (Landshut 1802 und 6) suchte er die Auf-gabe, der Philosophie durch eine in leere Spitzfündigke.ren. verfal-chnde Logik zu löten. Hier gab er auch dem Gesetze der Jdei>->tität'cinc neue Deutung. Das Denken besteht hiernach, wiedas Rechnen, in einem unendlichen Wiederholen des Eins in Vie-lem. Die Materie, deren Charakter die Mannichfalrigkeit tlftw-ird hernach zum Denken hinpostulirt, ist aber von dem Der-ben als dem Ersten und Absoluten abhängig. Durch ihre Ver-bindung mit dem Denken entsteht das Wirkliche; das Denkenaber st die reine Möglichkeit desselben. Auch Reinboldglaubte auf. diesem Wege eines rationalen Realismus dasZiel der Philosophie erreicht, und empfahl in dieser Hinsicht öffent-lich Bardil.i's Arbeiten <s. K. Leonh. Reinholds Beitrügezur leichtern Übersicht des Zustandes der Philosophie beim Ansangtdes lytcn Jahrhunderts, Hamb. tgoi., 6 Hefte; Anleitung zurKenntniß u»d.L8eurtheitu»g der Philosophie in ihren sämmtlichenLehrgebäuden, Wie» t8»k, 8- und Bardili's und RkfnholcSBriefe über das Wsjen^der.Philost und das Unwesen der Spekula-tiv», München 1804, 8.)., welche Behauptung er aber 1» seinerletzter» Schrift (Grundlegung einer Synonymik) selbst wieder zu-rückgenommen hat. Zu weit entfernt von d-Hi Bedürfnisse derZeit lag diese Ansicht/ um einen ausgezeichneten Theil ldcs Pubu'cums gewinnen zu können; sie ist daher auch bald wieder vergel-ten worden. Dennoch können wir jenem scharfsinnigen Werke u»vden später (Landshut ihoz) erschienenen Beiträgen zur Beur-theilung des gegenwärtigen Zustandes der Bernunfkleyre dasdienst nicht absprechen,, auf manche MLngcl der Logik aufmerksamgemacht vnd zu ihrer Verbesserung beigetragen zu haben.

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