' Barne- Barometer
schon Kaiser nach Rußland, und starb zü Ende desselben Jahrei n>Ü
in Litthauen, während des Rückzugs der französischen Heere. — der
Seine Columbiade, welche im I. 1807 prachtvoll gedruckt zu Oh!« desladelphia erschienen ist, wird wegen'ihres Reichthums an Herrin Haichen Scenen und würdigen Empfindungen, ungeachtet mancher Feh« Heuler, lange eine der schönsten Blüthen des amerikanischen Parnaß batscs bleiben. Eigenthümlich ist die Art der Einkleidung; von der för
Form anderer Epopöien abweichend, ist der ganze Inhalt als eine st»
Vision dargestellt, welche Columbus in seinem einsamen Kerker z» RöBalladolid hat. am
Barnes (Josua), geboren zu London im I. r6go, ein be- kerkannter englischer Kritiker,-der sich durch ei» ungeheures Sedächl- tornist auszeichnete, aber desto weniger Nrtheiiskraft und Geschmackbesäst. Vielleicht hatte keiner seiner Zeitgenossen so viel griechisch ^
Wörter im Kopfe und schrieb diese Sprache mit so viel Leicht,g, Um
keit wie er, wrßhalb-Kentlcy von ihm sagte/ er verstehe so gutgriechisch wie ein Schuhflickcr vön Alhen. Auch war Barne« aus °uistille Gelehrsamkeit nicht wenig stolz und zog sich dadurch ei« A
Menge Feinde zu. - AIs man ihn einst auf einige Fehler in seine» W
Werken aufmerksam machte, antwortete er: Armselige Abcschützen!ich habe mehr griechisch vergessen, als ihr je lernen werdet. Erlpar nicht mehr jung, als er eine reiche, aber sehr widerwärtige ^
Dame heirathete. Sie hatte ihm in ihrem Testament eine Rente 'ch»
von ivo Pfund ausgesetzt, aber Warnes wollte dieses Geschenk "si
nur unter der Bedingung annehmen, daß sie ihre Hand hinzu«sützcke. 'Die Dame halte ein zn gute« Herz, „ um," wie sie sagte, A'
' H Josua etwas abzuschlagen, für den die Sonne stille gestanden." „Et starb als Professor zu Oxford im I. 1712. Man hat zu seiner .Gravschrift das bekannte Wortspiel vorgeschlagen: ^
losun Harne? , ^
welkest ineirioiino, jiiaioimr, oxpscr'ons.
Sein EuripideS und Homer sind noch sehr geschätzt, welliger sei» ^Anakrcon. Seine übrigen Werke aber, z. B. seine Geschichte ^
Ebuards III., sind ziemlich vergessen. Eine Sammlung lateini« ^
scher und englischer Gedicht« gab er in einem Alter von 15 Iah«ren heraus. Seiner Frau zn gefallen verfaßte er ein langes Ge«dicht, worin er darthun will, daß Salomo der Wcrfasser der ten>
Homer zugeschriebenen Werke sey.
-sBarometer. Allein ' zur Beobachtung und Bestimm»»- ^
der Witterung ist daö Barometer" ein durchaus unvollkommenes ^
Instrument, und kann nur in so fern als solches angesehen wer«den, als gutes Wetter mit trvckner, schlechtes Wetter aber m», ^
feuchter Luft vetbunden zu seyn pflegt, die Schwere der Lust aber ^sich nach ihrer.'trocknen oder feuchten Beschaffenheit verändert. O--wohl die einfache tsrricellische Röhre hinreichte, diese Keründeru«gen wahrzunedmrn, so hat man doch mancherlei Verbessern»^» ^
damit vorgenommen, diesem Instrumente eine bequemere Elmar- K
tung zu geben. Ohne' die verschiedenen Arten dos Barometer» ^
anführen zu wollen, erwähnen wir nur, daß man der Bequem ss,
lichkeit wegen die torriceMche Röhre unten krümmte, und an du» zx
hrnaulaekr'ümmten Ende derselben ein kugelrundes oder länglims«, w
oben offenes Gefäß anschmolz, in welches das Quecksilber gegoP» m
ward, worauf der Druck der Luft wirkt. Ferner befestigtem»« so
dtt ganze Röhre, nebst dem erwähnten daran angeschmolzenen »»'