Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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172
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und unverdaulich ist. Die Farbe scheint größtenthejls von zufälli-gen Ursachen abzuhängen. — Im Allgemeinen ist von jeher undbei allen Völkern der Bart als eine Zierde des Mannes angesehenworden; den Juden verbot Moses das Scheren desselben; bei denalten Deutschen war die Beraubung des Bartes eine streng ver-pönte Schmach, bei den Jndiern eine schwere Strafe. Roch jetztist bei vielen Nationen der Bart ein Zeichen besonderer Wurde undHoheit, z. B. bei den Lürken. Das gegenwärtig in ganz. Europaübliche Abscheren des Bartes schreibt sich von den Zeiten Lud-wigs XIII. und XIV. her, die beide noch unbartig auf den Throngelangten. Damals ließen sich die Hofleute und Bürger scher?",UM ihren Königen ähnlich zu seyn, und nach und nach wurde ei"!Sitte daraus, die immer allgemeiner ward.

Bartholomäusnacht, s. Bluthochzeit.

Basilius, der Heilige, auch zum Unterschiede von ander»Kirchenlehrern gleiches Namens der Große genannt, geboren gr-ünd Z70 Bischof zu CLsarea in Cappadocien, wo er Z7Y starb, rag!unter den griechischen Kirchenvätern an Gewicht und kirchlicher Au-torität als der vorzüglichste hervor. Die entschiedenen Verdienste,di« er sich um die Regulirung der Kirchenzucht, der Liturgie undder Verhältnisse des Klerus erworben, die Menge seiner erbaust-chcn und gehaltreichen Hsmilien, die Energie, mit der er bei allerAssel-fertigkeit gegen die Arianer kämpfte, und vor allen seine er-folgreichen Bemühungen, zur Beförderung des Mönchslebens, fürdas er noch jetzt geltende Gelübde und Regeln entwarf, und insesnem eigenen streng ascetischen Leben selbst befolgte, erklären batgkvße Ansehen dieses Heiligen. Die griechische Kirche verehrt ih»als einen ihrer vorzüglichsten Schutzheiligen, und feiert sein Festden isteN Januar; die Mönche und Nonnen, sowohl dieser altauch der übrigen orientalischen nicht unirten Kirchen, folgen fastdurchaus seiner Regel, und auch in Italien und Spanien gäbetsonst Klöster dieser Gattung. Die vom heil. Basilius verordnete»Gelübde des Gehorsams, der Keuschheit und der Armuth find dieNorm aller Religiösen der Christenheit, ob er gleich vorzugsweiseder Stammvater der orientalischen Religiösen ist, wie der heil.uedict Patriarch der abendländischen. L.

Basquen, Biscayer, der jetzige Name der Gasconier, ei-nes Volks, das ehedem in Spanien an den Pyrenäen wohnte, u>idsich am Ende des Hley Jahrhunderts an der mitternächtigen Selledieses Gebirges niederließ. Nach langen Kämpfe» unterwarfen st«sich den fränkischen Königen. Unter den Carolrngern wählten st«sich einen eigenen Herzog; als aber die Familie desselben erlösche»war, kamen sie im Uten Jahrhundert unter die Herrschaft »o»Aquitanien. Sie haben ihre eigenthümliche Sprache. -

Bassompierre (Fran^ois de), Markchall von Frankreich-'und einer der ausgezeichnetsten und liebenswürdigsten Männer, dirunter Heinrich IV. und Ludwig XIII. eine Rolle gespielt Habs»-war 157c, in Lothringen geboren; er stammle von einem Zweigedes clesischen Hauses ab. Nachdem er Italien bereiset hatte, er-schien er am Hofe Heinrichs IV-, wo seine Neigung für -Spiel und Galanterie ihi) angenehm machte. Bassompierre zla"ibei den Festen und Lustbarkeiten der Hauptstadt; bald aber berrer eine würdigere Laufbahn. Er machte 1602 seinen ersten^

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