Bastion
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nicht minder rühmlich im folgenden Jahre unter der kaiserlichenArmee gegen die Türken. Seine Liebe für Frankreich führte ihnnach dieser Unternehmung dahin zurück; er erschien wieder am Hofe,w« ihm sein Geist, seine Gestalt, seine Geburt und sein Verdienst,die ihn zu den ersten Militärwürden beriefen, erlaubten, sich umdie Tochter des Connetables von Montmorency zu bewerben, derenReize dem guten Heinrich IV. die heftigste Leidenschaft einflößten.Bassompierre gab den Bitten und Versprechungen seines Königsnach, und leistete auf die Verbindung mit ihr Verzicht. NachHeinrichs Tode zeichnete er sich auf's neue durch Tapferkeit ausund 1622 ernannte ihn Ludwig XIII. zum Marschall von Frank-reich. Der König gewann ihn so lieb, daß Luynes, der erklärt«Günstling, darüber beunruhigt wurde und ihm offen erklärte, daßer auf seine Entfernung vom Hofe bestehe, wobei er ihm die Wahlließ, ob er eine Gesandtschaft, ein Commando oder eine Gouver»,neurstellr übernehmen wolle. Bassompierre entschied sich für einestGesandtschaftspostcn, und bekleidete einen solchen nach einander istSpanien, in der Schweiz und in England. Nach seiner Rückkunftin Frankreich trat er wieder in die militärische Laufbahn, undwohnte den Belagerungen von Rochelle und Montaubast bei. DerEardinal Richelieu, der bald darauf den König und ganz Frank-reich seinem Despotismus unterwarf, fürchtete Baffompierrs's,Kühnheit und vertraute Verbindung mit dem Hause Lothringen. ,dmb nahm, da jener sich in Intriguen gegen ihn einließ, diese zumB«rwand, ihn i6zi verhaften und in die Bastille setzen zu lassest,aus welcher er erst 164z nach des Cardinals Tode befreit wurde. Eh,starb 1646.— Bassompierre vereinigte in sich alle Borzüge der Gt-lutrt. Gestalt, des Geistes und der Tapferkeit. Er hatte in seiner ,Jugend mit vielem Erfolg die Philosophie, Rechtsgelehrsamkeit.Medicin und Kriegskunst studirt. Während' seiner Gefangenschaftarbeitete er seine Denkwürdigkeiten und die Geschichte seiner Ge-sandtschaften in Spanien, der Schweiz und England aus, die über»re Ereignisse jener Zeit viel Licht verbreiten.
* Bastion, Bastei, Bollwerk, heißt das über den Wall hin-Eßklegte Werk. Eine Bastion muß spitzig zulaufen, weil sonsttodte Winkel entstehen, wodurch dem Feinde eine Blöße gegebenDie beiden äußersten Linien, welche die Bollwerkspunkteoder Spitzen formiren, werden die Facen, Gestchtslinien, genannt.Ihre Größe ist 24 bis zc> rheinländische Ruthen. Denn die Voil-m einer Festung erfodert, daß man vornehmlich auf die
der Facen bedacht sey, weil der Feind, um einenrovren Winkel zu bekommen, die Facen mit seinem Geschütz zuerst^,"ONilt. Und da sie über den Wall hinaus angelegt werden, woe?" srind in der Weite am besten beschießen kann, so dürfenallzu klein seyn. — Der Wall, welcher zwei BastionenA""^schanzt, die Curtine oder der Mittelwall. Die Ba-
di» einfach, wenn sie geradlinichte Flanken haben; liegen
wird gehörigen halben Kehlen in einer geraden Linie, solkcb n»/ eine glatte genannt. Dergleichen werden gewöhn»
näcknangebracht, die zu lang sind, um von den zu-drn beiden Bollwerken hinlänglich vertheidigt zu wer-
von Bastionen sind solche, die durch einen Graben
aerob- abgesondert werden. Ist die Bastion vorn*«eu,hat sie hier einen einwärts laufenden Winkel, so heißt