Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
177
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Baukunst r77

Üm> Übersetzers, 2 Bde. Spz. 1769 und 1770. Zte Auflage; auch endlich

der in einem Auszuge von Gottsched, Leipzig 173k); dann 6 o u 1 s äs

ine! heiles Ierrres, ou prineixe» äs In sirrsrat^is

We> (Paris 1747 — gn, Zte Aufl. 1774), deutsch in der sehr bekanntenin- Übersetzung von K. W. Mamler, Einleitung in die schö-Ve- nen Wissenschaften nach Batteur, 4 Bände 8 - L ivzig

ctzh i 7 g 6 — 1753. Zte Aufl. 1802. Das letztere Werk, eine Umarbei-tn^ tung und Erweiterung des Erster», erhielt sich in Deutschland

'oll. lange Zeit in großem Ansehen, bis vorzüglich die Bekanntschaft

;er mit den Engländern, nämlich mit S hakspcare, und die Regung,en, eines originalen und poetischen Geistes in der deutschen Ration reitum Böthe, Schiller u. A. die Abwerfnng dieser willkürlichenist Fesseln bewirkten, und eine freiere, tiefere Ansicht des bei jederru» gebildeten Nation sich eigenthümlich gestaltenden Schönen herbeiführ-en- ten, durch welche dieses Werk fast gänzlich in Vergessenheit gekom-!cin men ist. Zu seinen Schriften gehört übrigens noch eine A-Hand-be- lung Oe la conslrncrion ormoirs (t/üg. 12.), und welche jerder dritten Abtheilung des zuvor genannten Werks zum Grunde gelegthei- hat; eine Übersetzung des Horaz (2 Bde. Amst. 1762,12.) . iües -znacrsner potriqnez, ä'Ariskots, ä'Koraos er äe Loiieau nvec ies era-mn äuslinns er äe rernarqiies (?ar. 1771. 2 Bde. 8 ) und mehrere,el- Abhandlungen in den Mein. äs 1 'A.caä. äss Inner. Von Bat-das teur's Lcbensumständen bemerken wir folgendes: Er war 1713 zustel Allvnd-Huy, einem Dorfe in dem Bisthume Rheims, geboren, wurdent,. Eanonicus zu Rheims, dann Professor der Rhetorik an dem königl.rnd Lollegium zu Paris, Mitglied der französischen Akademie und derDir. Akademie der Inschriften, und starb zu Paris 1780. 1 '.

eti- Baukunst ist im Allgemeinen (subjektiv) die methodisch er-

ssu wordene Geschicklichkeit oder (objectiv) das System von Regeln,ar, alle Arten von Gebäuden, nach der Absicht des Bauherrn und denrch dazu bestimmten Kosten, zur Beschützung, Wohnung, zum Ber-rch gnügen und Gewerbe stark, bequem und schön aufzuführen. Dadi« nun dieseAbsichten sehr verschieden seyn können, so^wirv die Baukunst,er- l* "ach den Gegenständen, mit denen sie beschäftigt ist, eingetheiltjel- tn die bürgerliche, Kriegs-, Schiffs-, Mühlen-, Waf-ar- Brücken-, Straß en-Baukunst, und wie fern man

ieb all.a diese Arten unter ihr befaßt denkt, ist sie Baukunst im weitern^ Sinne. Im engeren Sinne versteht man bloß die bürgerlicheren Bau ku n st unter ihr, welche man wieder in die Häuser-, land->uS staatswirthschaftliche Baukunst eintheilt. Da es

ie- einleuchtet, daß mehrere dieser Arten und Unterarten nur dem Be--aS durfnlß dienen, und zum einzigen Zweck Nützlichkeit haben, s»,ne dar man ziemlich allgemein die schöne Baukunst in die SphäreHe bürgerlichen eingeschränkt, und auch hier vornehmlich die:en Änliche Wohnung berücksichtigt. — Wie der Mensch von der:en des Berges, seiner ersten Zuflucht vor wilden Thieren und

>e» voiem Wetter, zur Erbauung von Hütten, und von diesen, als)i« / ^ unstäken Lebensart entsagte, und das Feld zu bebauen au-ch- "" 9 , zu bleibenden Wohnungen, die außer der Sicherheit auch Ve-ne ^ gewährten, den Übergang fand, können wir hier nicht

str aus einander setzen. Die Eulturgeschichre weist diese all-

-r- -gimgen Fortschritte mit vieler Deutlichkeit mach. Sielehrt uns,sie - ;, er Mensch, nachdem er für sich selbst Häußer zu bauen gelernt

,es * e, auch den Göttern, die bisher mit ihm iü Hödlen, Hütten

«°n». kix. (Svp,i. Bv.l ir