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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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178 Baukunst

und Zelten gewohnt hatten, znr würdigern Verehrung Tempel n, »errichtete, größer und kostbarer als die Wohnungen der Mensch». gen>So entstand die schöne Baukunst, welche, zuerst an Götter, hattempeln sich entwickelnd, später auf die Wohnungen der Fürstn aufund die öffentlichen Gebäude überging, und endlich bei immer sich undzender.Brrfeinwung, und zunehmendem Wohlstände allgemeines Br- »ißdürfniß der Gesellschaft ward. So wurde endlich in der Baukunst dir aufarmselige Rohr - und Lehmhütte zum Palaste, der rohe Baumstani» undzur schlank emporstrebenden Marmorsäule, und daS natürliche 8«, sehewölbe einer Felsenhöhle zum prächtigen Pantheon. Doch nicht dl«> daßin erweitertem Umfange, größerer Höhe, stärkerer Masse und Kch son!barkeit des Baustoffes bestastd der Vorzug der Gebäude in dies« seinspätern Periode. Der für Schönheit empfängliche Grieche mach» undbald noch andere Ansprüche. Richt zufrieden, den senkrecht ü Becder Erde befestigten, das Dach tragenden Baumstamm in eilt zugSäuke mit einem, das weitere Einsinken verhinderndem Säul« wirfuße die darüber gelegten Holzblöcke in ein Capital mit seinen TÄ Esben und Platten, und die Hanpthölzer oder Plattstücke in des neuArchitrab, aus dessen Bedeckung der Fries entstand, verwände!!, Kö>den Karnies und Giebel hinzugefügt, und das Ganze mit ma«, Placherlei Verzierungen geschmückt zu haben, fühlte er, die Schönheit archeines Gebäudes bestehe nicht allein in derSäule, dem Gebälk, den fis>Giebel, sondern in der gehörigen Form eines jeden und in dk Gr>Zusammenstimmung derselben unter einander, oder, was beides,M «issgleich umfaßt, in der Gänlenordnung. Durch sie erbil! diedas Gebäude Regelmäßigkeit der Form, Richtigkeit der Deichest zuNisse und eine hieraus entspringende Zierlichkeit. Daß die Schö» Fügheit der Architektur in den Verhältnissen bestehe, ward -da watAufführung des Panionions, dieses Natronaltsmpels der verbrw Webeten ionischen Städte, in dem damals zuerst aufgestellten Grinst Zw,satze ausgesprochen: daß in der Bildung der Theile eines sek» warGebäudes allenthalben Regelmäßigkeit und diejenige Rücksicht.«»! untein bestimmtes Verhältniß der Theile zu einander erscheinen müßt, ftyiwelche die Natur in der Bildung des menschlichen Körpers be«t< »enachtet hat. — Hiermit war ein "Hauptfchrilt zur Vollendung der »esgriechischen Architektur gethan, denn der bis zu einem hohen Granveredelte Kunstgeschmack gelangte bald zu Wohlgestalt, Harme"» 7:»!scher Bildung der Theile, und mittelst der festen Kenntniß, kswmit die Verhältnisse angegeben waren, zu reiner Schärfe und Iim .dslichkeit der Profile, wozu sich schöne Zeichnung und Arbeit «« ^Verzierungen und Sparsamkeit in deren Gebrauch gesellten. -Doch nicht bei dem Profile dürfen wir stehen bleiben. Ein t i.bäude ist ein in geometrischer Form eingeschlossener, oft in mehre«gleichfalls geometrische Abtheilungen getheilter Raum, gemäß de« . ,Zwecke, wozu es bestimmt ist. Auch dieser eingeschlossene Rar« ^mit seinen Abtheilungen ist in Betracht zu ziehen, Da aber «« -Zwecke des Bauens so unendlich verschieden seyn können und W,und dadurch eine ungemeine Verschiedenheit des Besondern erzeug»wird, so war es mit großen Schwierigkeiten verbunden, zu eine« ^Allgemeinen zu gelangen. Endlich fand man, daß, welchen Mi ,

«in Gebäude auch habe, und aus welche» Materialien es ernch«sey, seine Zweckmäßigkeit sich auf zwei Eigenschaften zurückfuhrtlasse: auf Festigkeit und Bequemlichkeit. Die Festig», ^geht auf Dauer und Sicherheit des Gebäudes, und fodert,der Bau wohl gegründet, aus tüchtigen Materialien wohl zuM