Daukunst
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mengefügt sey, damit er allen äußern Einwirkungen und seiner ei-genen Last möglichst lange widerstehe- Zu Erreichung dieses Zweckshat der Architekt vornemhlich auf -ine feste Grundlage des Baues,auf die Wahl guter Materialien, die verhallnißmäßige Bertheilungund tüchtig« Berbindung derselben, und endlich auf das Verhält-niß zwischen Kraft und Last zu sehen. Die Bequemlichkeit gehtauf den-Gebrauch des Gebäudes, das nämlich Sage, Gestalt, Größeund Eintheilung desselben diesem Gebrauche möglichst angemessenseyen. Ein Wohnhaus muß, außer den allgemeinen Erfordernissen,daß es sich sicher, gesund und bequem bewohnen läßt, für die be-sondern Zwecke des Besitzers, für sein häusliches Leben, und fürsein Gewerbe eingerichtet seyn, wodurch Lage, Größe, Gestaltund Eintheilung des Gebäudes bestimmt werden. Festigkeit undBequemlichkeit aber beziehen sich nur auf die Nützlichkeit; erst wozugleich dem Zwecke des Gefallens Einfluß auf den Bau verstattetwird, hebt das Gebiet ästhetischer Zweckmäßigkeit-an.Es fragt sich aber, wie kann Schönheit in einem Gebäude als ei-nem regelmäßigen, in verschiedene Räume geometrisch abgetheiltenKörper Statt finden? Freilich in dem geometrisch abgetheiltenPlane liegt die Schönheit eines Gebäudes nicht, wohl aber in demarchitektonischen Aufriß; der Plan kann nur zweckmäßig, nie ansich schön seyn, aber in dem wohlgeordneten Plane ist eineGrundlage zur Schönheit enthalten, dadurch ihm schöne Verhält«Nisse möglich werden. Die gefällige Zusammenstimmung der durch,die zweckmäßige Eintheilung entstehenden Verhältnisse der Theilezu einander und zum Ganzen macht die an sich bloß regelmäßigeFigur eines Gebäudes, sey sie quadrat, oblong, cirkeisörmig, oderwas sonst, der Schönheit fähig; denn die bloße Anschauung des- Werks erregt Wohlgefallen, ohne daß wir nöthig haben, an denZweck desselben zu henken; und jenes gefallende Etwas könnt«mangeln, ohne daß die sonstige Zweckmäßigkeit des Gebäudes dar-unter litte, wiewohl ein völlig unzweckmäßiges Gebäude nie schönseyn könnte, da die architektonische Schönheit an den Zweck gebun-den, durch ihn bedingt und bestimmt ist, wie denn überhaupt je-des Kunsturtheil sich auf objective Zweckmäßigkeit des Werks grün-det, ohne daß darum Zweckmäßigkeit und Schönheit einerlei wären»Oben ist gesagt worden , die Schönheit der Baukunst liege in denrichtigen, übereinstimmenden Verhältnissen. Dazu berechtigte unsder Grund, daß die Richtigkeit und Übereinstimmung der Ver-hältnisse gefällt. Allein, was gefällt, ist darum nicht schön. Wirdemnach und sagen: das Wohlgefallen an jenen Ber-yanniffen geht auf die Form, das Wohlgefallen am Schönen aufoen diese Form beseelenden Geist. Forschen wir aber dem gemäßästhetischer Ideen in der Baukunst, wo-E*" sie in die Reihe der schönen Künste tritt, so ist nichtdaß sich manches Gegründete gegen sie sagen läßt.lebe schöne plinst ihren technischen und ästhetischen Theil,Mahlerei, Musik, Poesie ist dieser jenem unteraeord--„'t ^ ^ E Mittel zum Zweck. Anders ist es mit der Bau.kun,r welche den Nutzen im Auge hat, und das ästhetische Wohl-s»n damit verbindet, als dieses mit dem Ge-n tck n 'st- Bei ihr ist der ästhetische Theil dem tech-
rnd b'erd- beigeordnet. Mithin ist die Baukunst an
I" sich kein« schöne, sondern eine mechanische Kunst; kein«