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kehrt, daß man sich oft bei allzugcnauer Nachahmung der Naturm Kleinigkeiten des Details verwickelt, welche die Wirkung desGanzen stören, diese Untersuchung weis't auf die Ansoderungeader zweiten Art hin. Diese Ar.fodecuiigen sind, daß die darge-stellte Landschaft Charakter habe, denn eine Landschaft ohn- Cha-rakter ist leer und unbedeutend. Dem ästhetische» Charakteraber, welcher hier ausgedrückt werden soll, liegt der natürlichezum Grunde; ohne das Wahre und Charakteristische kann dasSchöne garnicht zur Erscheinung kommen. Darum aber ist a»keine bloße Eopie zu denken, sondern vielmehr gerade darum, weilder Charakter mit reinster Bestimmtheit sich aussprechen soll, mußder Künstler Nebendinge von dem Wesentlichen sondern. GeschickteTechnik endlich hilft zur Vollkommenheit. Der Baum soll rund,der Baumschlag nicht maffen- und klumpenartig, sondern hohl undlustig erscheinen, d. h. die untere Ansicht von Massen, die übevdem Auge oder Horizonts vorkommen, soll man eben so deutlichals die hinter derselben befindlichen Massen, rundum, wenigstenszum Theil bemerken. Licht und Schatten, Kolorit, Perspektive»sind die Mittel zur Erreichung dieses Zwecks, wozu Studium derNatur in so fern verhilft, als man das Auge übt, die Nalur wieein Gemählde zu betrachten.
Baumwerk. Eins der wichtigsten Mittel, deren die Gar-tenkunst, um ästhetische Zwecke zu erreichen, sich bedient, ist derBaum, der jetzt die Erqmckung eines kühlenden Schattens ge-währt, jetzt d»rch seine Betäubung das Auge, durch die süßenDuste seiner Blüthen den Geruch reizt» durch sein ganzes West»den Geist mit der dichterischen Idee des Charakters anspricht,und so auf mannichfaltige Weist auf das empfängliche Gemüth-wirkt. Der Gartenkünstler, der ihn zu seinem Zwecke gehörigbenutzen will, muß ihn unter verschiedenen Gesitztspunkten betrach.ten, zuvörderst den Unterschied zwischen Baum und Strauch insAuge fassen, dann sehen, was jedes einzeln, was es in Verbin-dung wirkt. Aus Verbindung der Bäume entsteht die Allee, dieDaumgruppe, der Hain, ..der Wald; aus Verbindung der Sträu-cher entsteht Hecke, Gebüsch, Wildniß, Labyrinth, vereint mitBäumen Waldung. Alles zusammen umfaßt die Benennung Baum-,werk. Seit man, die französische Künstelei in der Gartenkunstverlassend, die Natur selbst zum Muster nahm, ward Bestand-h"t rn dem charakteristischen Ausdrucke der Formder Bäume, Belaub ung, Mahlerei des Laubwerksund der Blüthen, Zeit der Blüthe, Dauer d er Be.
Beschattung Hauptaugenmerk des Künstlers. Daßverianedene Bäume durch ihre bloße Form einen verschiedenen Cha-rakter ausdrücken, den auch der entlaubende Herbst ihnen nicht zurauben vermag, lehrt die gemeine Erfahrung. In ihrer höchstenVollkommenheit aber erscheint diese ästhetische Elndriicksfähigkeitwechselnd gleichförmigen Bekleidung des Frühlings undm.e-^ also eine Charakteristik des Baumwerkes zum Be--sicher Gartenanlagen zu Stande zu bringen, muß der!^en auf Stamm, Ziveigung, Belaubung, Blüthe undden diese bald ästhetische Ideen zu wecken, bald
Kangenehmen Reiz zu ergötzen fähig sind, wozu i»den '"-.ds Gartenkunst treffliche Fingerzeige gegeben wer-
> -P« er s« durch ein sorgfältiges Studium sich eine hinrei-