Bayern ry5
von Kstcrrerch, Konrads Stiefbruder, ward Herzogvon Bayern.Zwar wollt« Heinrich mit den ihm treugebliebencn Sachsen denNeuen Herzog bekämpfen, doch Gift endete (itZy) sein Leben. Leo-pold hotte die bayerschen Großen, Anhänger der Weisen, sich nochNicht gänzlich unterworfen, als er (1141) starb, worauf KaiserKonrad, Leopolds Bruder, HcinrichJasomirgott, mit Bayernbelehnte. Jetzt begann der in der Geschichte Deutschlands so be-rühmte Kampf der Guelphen (Weifen) gegen die Waiblinen oderGibellinen (Hohenstausen), während dessen Friedrich von Schwa-ben, ein Hohenstause, Kaiser wurde. Dieser fand Veranlassung,den Heinrich Jasomirgott des Herzvgthums Bayern verlustig zuerklären und es betn Sohne Heinrichs des Stolzen, dem jungenHeinrich (der Löwe genannt), zu verleihen. Jasomirgotts Vor-stellungen brachten es dahin, daß Österreich von Bayern unab-hängig erklärt und zu einem Hcrzogthume mit vielen Vorrechtenerhoben wurde; so regierte nun Heinrich der Löwe allein m Bayern(1156); doch seine Weigerung, den Kaiser bei seinem Aug- nachItalien zu unterstützen, und der Einfluß feister mächtigen Feindebrachten den Kaiser so gegen ihn auf, daß er durch einen förmlichenReicheschluß aller Reichslehen verlustig, in die Reichsacht gethan,und mit dem Banne belegt wurde (1179). Der bqyersche Pfalz-graf, Otto von Mittels dach, ein Nachkomme des oben ge-dachten Herzogs Arnulph (Grafen von Gcheyern), erhielt nun dgSHerzogthnm Bay.rn (liZo); wovon jedoch Steycrmark, die wpl-fischen Familiengüter und mehrere bedeutende Landereien (diese l«ß-«rn zu Gunsten der Geistlichkeit) abgerissen wurden. Er ist derStainmoater des noch jetzt regierenden Hauses; sein Bruder, Ot-t oj VI. ward an seiner Statt Pfalzgraf in Bayern. Sein Sohn O t-to VII., war es, der den Kaiser Philipp von Hohenstause» (luoK)ermordete. — Herzog Otto, der durch seine weife Regierung sichden Beinamen ,,der Große" erwarb, legte den Grund zur StadtLandshut, und starb n8Z> Unter seinem thätigen Nachfolger Lud-k. ward Bayerns Umfang und Gebiet beträchtlich wieder er-^"tert; er ward (1231) wahrscheinlich auf Anstiften des deutschenKönigs Heinrich, über dessen Empörung gegen seinen Vater, Kap»fer Friedrich n., her Herzog sich sehr unzufrieden geäußert hatte,ermordet, und hatte seinen Sohn, den Pfalzgrasen am Rhcine,den Erlauchten, zum Nachfolger. Unter ihm machten, Bischöfe unabhängig, das Gebiet des Staates wurde nicht"?°Edelttend vermehrt; seine Hinneigung zum Kaiser zog ihm denpäpstlichen Bannstrahl zu, dessen Zurücknahme er auch nicht erleote^5Z). Seine Söhne Ludwig und Heinrich regierten zwein gemeinschaftlich; sie theilten (1255) sich in das Land, s».Ober-Bayern, Heinrich aber Nieder-Bayern erhielt;,^ ^.e zusammen siel die Erbschaft des unglücklichen Könradinlv " H°henstaufen). Herzog Heinrich, der steh Kaiser Rudolphaennn bürg) und seinem Bruder, Herzog Ludwig (der Strengete m Kaisers Schwiegersohn, feindlich entgegenstelle» woll-der nna Reichsachr gethan; erstarb I2yc>, und Ludwig,
i->au Adolphs I. Tode die Rcichsverwaltung geführt hatte,d o in t^" Dber-Bayern regierten nun Ludwigs beide Söhne, Ru-O ti» ,„^"^?udw ig, in Nieder-Bayern avcr Heinrichs Söhne,betaeri tephan, dann deren Söhne Heinrich (der Natter-« l, «tephgn und Heinrich der ältere, überwelche wäh-